Zehn Prozent in Eurozone

Österreich weiter mit niedrigster Arbeitslosenrate

31. August 2010 11:16
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    grafik: apa

Die Jugendarbeitslosigkeit lag im Juli EU-weit bei 20,2 Prozent, die niedrigste Quote verzeichnen hier die Niederlande

Luxemburg/Brüssel - Die Arbeitslosenrate in der Eurozone ist im Juli unverändert gegenüber Juni bei 10,0 Prozent geblieben. Österreich verzeichnete mit 3,8 Prozent weiterhin die niedrigste Quote in der gesamten EU. EU-weit blieb die Arbeitslosenrate im Juli unverändert gegenüber dem Vormonat bei 9,6 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.

In Österreich ging die Quote um 0,1 Punkte gegenüber Juni zurück, im Jahresvergleich sogar von 5,1 Prozent auf 3,8 Prozent. Hinter Österreich verzeichneten die Niederlande mit 4,4 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in der EU. Die höchsten Raten meldeten Spanien (20,3 Prozent), Lettland (20,1 Prozent) und Estland (18,6 Prozent). Neben Österreich verzeichneten nur Malta und Deutschland über ein Jahr betrachtet einen Rückgang ihrer Arbeitslosenquote.

Nach Schätzung von Eurostat sind derzeit in der Europäischen Union rund 23 Millionen Menschen arbeitslos, davon 15,8 Millionen in den 16 Ländern der Eurozone. Gegenüber Juni habe die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 45.000 und im Euroraum um 8.000 abgenommen, teilten die EU-Statistiker mit Gegenüber Juli 2009 stieg die Zahl der Arbeitslosen in der EU 1,1 Millionen und in der Eurozone um 668.000.

Die Jugendarbeitslosigkeit lag im Juli EU-weit bei 20,2 Prozent, in der Eurozone bei 19,6 Prozent. Die niedrigste Quote unter Jugendlichen unter 25 Jahre verzeichneten die Niederlande (8,1 Prozent), die höchste Spanien (41,5 Prozent). In Österreich betrug sie 9,1 Prozent. (APA)

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22 Postings
santa fe
 
31.08.2010 16:14

die untertanen-mentalität in österreich akzeptiert den abbau von lonsteigerungen und die missachtung der menschenwürde am arbeitsplatz. und die wirtschaft protzt noch dazu mit einem guten arbeitsmarkt. gut für die profiteure der erniedrigung. schluss damit.

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN

armerschwarzerkater
31.08.2010 17:24

jo genau - da fällt mir doch glatt die alte Lutz-Werbung ein ...

..."wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld"...

...denn schlussendlich bleibt die Finanzierung für ein bedingungsloses Grundeinkommen auch wieder bei den Erwerbstätigen hängen.

Das kann auf Dauer genauso wenig gut gehen!

santa fe
 
31.08.2010 18:54

zur zeit wird als finanzierung eine kombination von (super-)reichensteuer und luxuskonsumsteuer favorisiert. sollten dadurch die übertriebene konsumlust auch und bes. der armen etwas gebremst werden, wird das durch die existenzsicherung durch das BGE mehr als ausgeglichen.

die kosumsucht ist die voraussetzung des wirtschaftswachstums-wahnsinns, der den planeten ruiniert.

sollte aber jemand auf luxusgüter bestehen, kann er im rahmen des BGE soviel dazuverdienen wie er/sie will, ohne daselbe zu verlieren. das ist der sinn von "bedingungslos".

das BGE ersetzt behutsam das system, das gerade an sich selbst erstickt, durch eine wirtschaftsordnung der mässigung, gesundung und des sozialen friedens.

W.Hammerl
31.08.2010 16:54

"und Freibier für alle" haben Sie vergessen.

Michael B
31.08.2010 15:51
Abwechselnd lesen wir stolz "Arbeitslosenrate in Österreich am niedrigsten" und

"Zahl der Frühpensionen in Österreich am höchsten"
Und niemand von den schlauen Zeitungsschreibern kommt auf die Idee, da irgendeinen einen Zusammenhang zu erblicken.
Aber es wäre halt von der APA zu viel verlangt, einen solchen herzustellen. Und selber recherchieren......

armerschwarzerkater
31.08.2010 17:25

Außerdem sind da sicherlich die ganzen Schulungen nicht berücksichtigt, da aus der Arbeitslosen-Statistik herausgenommen!

Minister der Ökomonie
01.09.2010 10:32
Aus der Statistik...

...heraus fallen nicht nur Leute in Schulungen, sondern auch Leute die gesperrt werden, Leute in Krankenstand, Leute, die über den Sommer freiwillig eine Pause machten...

http://www.soned.at/87ed6c2ba... c1607.html

armerschwarzerkater
01.09.2010 14:00

wird da von Staat zu Staat die gleiche Vorgabe angewendet oder werden einfach die gemeldeten Arbeitslosenzahlen verglichen?

...denn sonst wäre dieser EU-Vergleich zum Hintern auswisch..!

kalinka karechta
31.08.2010 15:22
Irgendwie schwer zu glauben,

wenn ich mir das Heer an Arbeitslosen, die hier jeden Tag von früh bis spät posten, ansehe...

Wieviel Demokratie ist es bitte?
31.08.2010 14:44
200 Milliarden in den Miesen

sind wir trotzdem, weil die niedrigste Arbeitslosenrate nix hilft, wenn so ein kleines Scheixxerle von Ministaat, die höchste Pfründe - und Bundesstaatendichte aufweist, die man sich auf lächerlichen 83.000 km² nur vorstellen kann - und um es sich vorzustellen, muß man schon komplett verrückt sein - wie diejenigen, die dieses Trashgebilde so und nicht smarter erfunden haben.

another_stranger_me
31.08.2010 15:31
erfunden??

"... und der rest ist österreich!" - so war das vor über 90 jahren

Der Feuertänzer
31.08.2010 13:41
Die Worte hör' ich wohl...

allein, mir fehlt der Glaube, dass wir wirklich soviel besser sind als alle anderen... Ich würde einfach gerne mal wissen, wie da gezählt und berechnet wird...

darkred
31.08.2010 16:38
Eine Stunde Arbeit pro Woche

reicht aus, um nach Eurostat Methode nicht mehr als arbeitssuchend gezählt zu werden:

"Erwerbstätig nach EUROSTAT sind Personen, die in der Bezugswoche mindestens 1 Stunde gearbeitet haben."

Quelle: http://www.ams.or.at/ueber_ams... osenquoten

Außerdem schreibt das AMS auf der selben Seite:

"Zu beachten ist außerdem, dass EUROSTAT die Quoten häufig im Nachhinein revidiert, die Zahlen können sich also im Laufe der Zeit ändern." Kein Wunder das Ganze basiert auf einem Mikrozensus.

Anders als bei der nationalen Berechnungsmethode werden auch die Selbstständigen in den Nenner bei der Berechnung der Quote hinzugezählt; das verschönert das ganze nochmals.

Farinelli
31.08.2010 13:44

ich kann nur sagen ... sehr großzügig g*

Karl Smejkal
31.08.2010 15:55

nur ist die zählweise überall die gleiche gewesen

W.Hammerl
31.08.2010 16:57

Für manche Leute sind halt gute Nachrichten immer nur nur schlechte Nachrichten.

mike sierra
31.08.2010 11:55

Positiv ist, dass die Arbeitslosenzahlen gesamt leicht sinken und in Ö und Nachbarländern bis auf SK die Quote sinkt.
Weiters positiv, dass nicht nur Ö die niedrigste Quote hat, sondern auch SLO (5.), D (7.) und CZ (9.) mit 6,8-7,3% deutlich unter dem Schnitt von 9,6% liegen.

Negativ hervorzuheben ist, dass in den Ländern mit sehr hoher Arbeitslosigkeit wie E (Spanien 20,3%) IRL 13,6% und SK 15% (keine akt. Zahlen aus dem Baltikum) die AL-Quote noch immer steigt.

Sherlock85
31.08.2010 11:41

und alle Leute, die Anträge auf IP und BUP stellen und somit aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden, werden natürlich unter den Tisch gekehrt ... aber klar, das Selbstbelügen und das Belügen anderer steht ja bei unseren Politikern hoch im Kurs!

Jene Grüne Straßenkatze
31.08.2010 13:11
...

Zu ergänzen wäre, dass das ohne die fleißige und gehorsame Mitarbeit der Medien nicht möglich wäre. Es wäre ja gar nicht schwer, den APA-Schmafu mit den wahren Werten zu ergänzen... aber natürlich immer noch schwerer als copy-paste.

Nadann Weitweg
31.08.2010 12:19

und man vergesse nicht das Heer an Hausfrauen in Oesterreich!

hurchzua
31.08.2010 12:55
die Hausfrauen gibt es auch anderswo

und die sind auch - jedenfalls dann wenn sie Kinder betreuen- alles andere als arbeitslos, sondern leisten wertvolle Arbeit.

Die Invaliditätspenisonen mit ihrem Pensionsvorschuss und die Frühpensionen allgemein sind aber eine typsich österreichisch einmalige Erscheinung.

Nadann Weitweg
31.08.2010 14:05

in Belgien und auch Skandinavien gibt es fast keine Hausfrauen. Gut fuer die Frauen dort, denn somit gibt es keine Abhaengigkeit vom Alleinverdiener.

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