UIAG nach neun Monaten mit Ergebnisplus

31. August 2010, 09:44
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Fokus auf Unternehmen der Fahrzeug-Industrie

Wien - Die börsenotierte Beteiligungsgesellschaft Unternehmens Invest AG (UIAG) hat in den ersten neun Monaten 2009/10 das versteuerte Ergebnis verbessert, musste beim Betriebsergebnis aber einen Rückgang hinnehmen. Das Ergebnis nach Steuern legte im Periodenvergleich von 1,92 auf 3,03 Mio. Euro zu, das EBIT verringerte sich aber von -0,88 auf -1,24 Mio. Euro. Den Fokus legt die UIAG jetzt auf Unternehmen der Fahrzeug-Industrie.

Ende Juni war die UIAG an folgenden Unternehmen beteiligt: 24,9 Prozent an der Cross Industries AG, 100 Prozent an der UIAG Automotive Beteiligungs GmbH., 75,1 Prozent an der Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG - der Holding für die ehemalige Beteiligung an der Varioform PET Verpackung GmbH., sowie 2,0 Prozent an der JCK Holding GmbH Textil KG und 0,07 Prozent an der Identec Solutions AG.

An der Cross Industries hatte sich die UIAG im Juni über eine Kapitalerhöhung beteiligt und dabei 31,37 Mio. Euro investiert. zudem zeichnete UIAG einen Bond der Cross Industries von rund 3 Mio. Euro. Mit der Cross-Beteiligung habe UIAG den ersten Schritt im Zuge ihrer Fokussierung auf Unternehmen im Bereich der Fahrzeug-Industrie getan, erklärt das Unternehmen im Neunmonatsbericht im Ausblick. Beteiligungen an solchen Unternehmen im künftigen Kernbereich würden ausschließlich aus Eigenkapital finanziert werden.

Risiko aus ehemaliger Libro-Beteiligung

UIAG-Hauptaktionäre sind Vorstandsdirektor Stefan Pierer (33,86 Prozent über die Pierer GmbH) und Aufsichtsratschef Rudolf Knünz (30,97 Prozent via Knünz GmbH). Den Großteil ihrer Anteile - zusammen 50,1 Prozent an der UIAG - haben Knünz und Pierer Ende Juni in der KP Invest Beteiligungs GmbH gebündelt, sodass die Pierer GmbH nur noch 9,72 Prozent direkt hält und die Knünz GmbH 5,92 Prozent. Auch die Cross Industries AG gehört mehrheitlich Pierer und Knünz.

Das allfällige Risiko aus der ehemaligen UIAG-Beteiligung an der Libro AG wird nach wie vor gleich eingeschätzt, wie bereits im Jahresabschluss per 30.9.2009 dargestellt, heißt es im Zwischenbericht. Dabei geht es um ein gegen ehemalige Organe der Gesellschaft anhängiges gerichtliches Strafverfahren. Bis auf weiteres werden deshalb künftig erwirtschaftete Gewinne thesauriert, hatte UIAG im Dezember 2009 erklärt. Sollte die Evaluierung des Risikos aus der vormaligen Beteiligung an Libro, insbesondere die Entwicklung des Strafverfahrens, ergeben, dass mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ernsthaft gerechnet werden müsse, werde die Geschäftspolitik neu zu überdenken sein, hieß es damals. (APA)

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