Leitbörsen in Fernost schließen mit Abschlägen

31. August 2010, 13:37
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Sorgen um US-Konjunktur belasten

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mit tieferen Kursen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio rutschte um 325,20 Zähler oder 3,55 Prozent auf 8.824,06 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 200,73 Zähler (minus 0,97 Prozent) auf 20.536,49 Einheiten.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney gingen mit Kursverlusten aus dem Handel. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.950,33 Zählern und einem Minus von 6,73 Punkten oder 0,23 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney büßte um 44,3 Zähler oder 0,99 Prozent auf 4.438,8 Einheiten ein. Die Chinesische Börse schloss ebenfalls mit einem negativen Vorzeichen. Der Shanghai Composite fiel um 0,52 Prozent oder 13,87 Zähler auf 2.638,80 Punkte.

Die sich wieder verstärkenden Sorgen um die weitere Entwicklung der US-Konjunktur setzte die Aktienmärkte unter Druck, hieß es aus dem Handel. In seiner Rede am gestrigen Montag stellte US-Präsident Obama zwar zusätzliche konjunkturstützende Schritte in Aussicht. Händler beurteilten die Aussagen aber als nicht konkret genug, um für Entlastung zu sorgen.

In Tokio belastete abermals der starke Yen. Exportorientierte Titel wie Canon und Honda gerieten unter Druck und büßten 4,46 Prozent auf 3.425 Yen bzw. 2,66 Prozent auf 2.779 Yen ein.

Für Impulse sorgten Analysteneinschätzungen. Die Titel des Anlagebauers Amada verloren angesichts einer Kurszielsenkung durch die Analysten von Nomura Holdings um 6,38 Prozent auf 499 Yen. Auch Elpida Memory-Titel gerieten unter Druck, nachdem Goldman Sachs die Gewinnprognose für den Chiphersteller nach unten revidiert hatte. Die Papiere verloren 7,26 Prozent auf 1.009 Yen.

In Hongkong standen nach Ergebnissen die Titel des Elektronik-Herstellers Foxconn im Fokus, die sich um 7,01 Prozent auf 5,17 Hongkong Dollar verbilligten. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass sich der Halbjahresverlust angesichts höherer Forschungskosten und geringerer Verkaufspreise ausgeweitet habe.

In Singapur gerieten Immobilienentwickler unter Druck, nachdem von offizieller Seite Maßnahmen gegen Immobilienspekulationen vorgenommen wurden. So verloren CapitaLand 1,76 Prozent auf 3,91 Singapur Dollar. City Developments-Papier büßten gar 4,54 Prozent auf 10,94 Singapur Dollar ein.

In Sydney standen iSOFT-Titel im Blickpunkt des Anlegerinteresses. Nach enttäuschenden Ergebnissen war der CEO des Softwareentwicklers zurückgetreten. Die Aktien reagierten mit einem Abschlag von 15,15 Prozent auf 14 australische Cent. Auch der Bergbaukonzern BHP Billiton, der nach wie vor eine Übernahme des Düngemittelproduzenten Potash anpeilt, musste Einbußen verzeichnen. Die Papiere gaben um 2,17 Prozent auf 37,05 Australische Dollar nach. (APA)

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