Steigende Rohstoffpreise lasten auf Manner

31. August 2010, 09:22
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Der Wiener Süßwarenhersteller hat weniger Umsatz und Gewinn erzielt - eine Trendwende beim Konsumgeschäft wird nicht erwartet

Wien - Der Wiener Süßwarenhersteller Manner hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn erzielt. In den ersten sechs Monaten setzte das Unternehmen 72,1 Mio. Euro um, das waren um 1,7 Mio. Euro weniger als im Vergleichszeitraum 2009 (73,8 Mio.). Der Gewinn nach Steuern fiel mit 1,27 Mio. Euro um 166.000 Euro geringer aus (1,84 Mio. Euro). Grund dafür sei die teilweise Rücknahme des Industriegeschäfte und einem Rückgang beim Preiseinstiegssegment sowie einem schwachen ersten Quartal, teilte die Gesellschaft am Dienstag ad hoc mit. Im zweiten Quartal konnte mit einem Wachstum von 2,3 Prozent eine Trendwende erzielt werden, heißt es weiter.

Das Betriebsergebnis gab auf 1,77 (2,18) Mio. Euro zurück, das weiterhin negative Finanzergebnis verbesserte auf -64.000 (-310.000) Euro. Somit ergab sich ein EGT von 1,70 (1,87) Mio. Euro. Der Free-Cash-Flow beläuft sich auf 2,86 (1,97) Mio. Euro. Die gesamten Marketingausgaben wurden im ersten Halbjahr um 36,3 Prozent erhöht.

Für das Markengeschäft erwartet sich die Gesellschaft eine Absatz- und Umsatzsteigerung. Unabhängig davon bleibe die wirtschaftliche Lage in einigen ost- und zentraleuropäischen Ländern angespannt und somit die Konsumnachfrage niedrig, so Manner im Ausblick. Für diese Länder seien die Absatzziele teilweise reduziert worden. Für das restliche Kundengeschäft wird keine Trendwende erwartet. In Summe wird gegenüber dem Vorjahr mit einer Umsatzsteigerung gerechnet. Bei den meisten Rohstoffen wird mit weiteren Preissteigerungen gerechnet. Auch beim EBT wird im Gesamtjahr mit einem über dem Vorjahr liegenden Niveau gerechnet (2,7 Mio. Euro). (red)

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