Teil seiner Server in bombensicherem Datenzentrum in Stockholm untergebracht
Um seine brisanten Informationen bombensicher zu verwahren, hat die Organisation Wikileaks einen Teil seiner Server in ein Datenzentrum des schwedischen Internet-Providers "Bahnof" verlegt. Das Datenzentrum "Pionen" liegt 30 Meter unter der Erde umgeben von Felsgestein im Zentrum Stockholms und war zur Zeit des Kalten Krieges ein Atombunker.
Wie bei James Bond
Die Serverfarm verfügt über einen einzigen Eingang, der von 50 Zentimeter dicken Stahltüren verschlossen wird. Vor Stromausfall schützen Generatoren aus ehemaligen deutschen U-Booten. Wie Forbes kommentiert, dürfte der Bunker wie geschaffen für die Aufdeckerseite Wikileaks sein, die in den vergangenen Monaten mit der Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten über die Kriege im Irak und Afghanistan für Aufsehen gesorgt hatte.
(Video: Tour durch das Datenzentrum "Pionen" aus dem Jahr 2008)
Anfang August erst wurde bekanntgegeben, dass die Schwedische Piratenpartei die Wikileaks-Server hosten werde. Weshalb die Organisation rund um Gründer
Julian Assange nun einen Teil ihrer Server in die Hallen von Pionen verlegt hat, ist nicht offiziell begründet worden. Doch wie der Geschäftsführer des verantwortlichen Providers Bahnhof gegenüber Forbes betont, stünde der Bunker für das Zugeständnis seines Unternehmens, die Daten seiner Kunden sowohl vor physischen Eindringlingen als auch vor Gesetzeshütern zu schützen. Bislang sei der Provider auch noch nicht auf Schwedens neues Überwachungsgesetz eingegangen. Sobald der Staat die 2.300 Kilometer weit reichenden Glasfaserleitungen des Providers anzapft, würden die Kunden darüber informiert.
Absicherung
Forbes schätzt, dass Wikileaks noch weitere Server in Schweden und Island betreibt, um Datenverluste auszuschließen. Die enormen Vorsichtsmaßnahmen seien jedenfalls nicht unbegründet, wolle die Seite doch noch weitere 15.000 Dokumente zum Krieg in Afghanistan veröffentlichen. (zw)
Der Spanier José Ramón Carbajosa ist der neue Chef des EU-Verbands der Elektro- und Elektronikrecycler. Elektronikabfälle sind nicht nur ein Umweltproblem, sie haben auch strategische Bedeutung, sagt er zu Jan Marot
...so wird er es mit seinen Geheimdiensten auch schaffen, diesen US-feindlichen Unruhestiftern zumindest einmal den Strom abzudrehen...
Seine Berater im Hintergrund werden ihn dazu schon ausreichend motivieren...;)
atombunker scheint mir für einen stinknormalen berg übertrieben, ist ja nicht so das österreich nur aus atombunkern besteht... oder aber die echte zentrale von wikileaks ist in österreich :D
wikileaks sollte doch auch mal (im interesse der offenheit an der sie ja so interessiert sind), die liste der geldgeber veröffentlichen. oder ist da auf einmal vorbei mit "leaks"?
dass es so viele Länder gibt, wo es keine leaks gibt ... und nicht nur das, es gibt über sie auch keine Verschwörungstheorien.
Das macht mir echt Kummer!
Denn obwohl diese Aktion in Summe so offensichtlich sind, gibt es alle diese Jubelgestalten, die das ganz toll finden.
Ich finde das auch alles sehr aufregend, aber ich würde es noch viel aufregender finden, wenn diese Aktivitäten sich nicht so einseitig gegen die USA und die westliche Welt richten würden.
Also ich finds natürlich erstmal gut das dir sowas auffällt und du das anprangerst denn grundsätzlich ist es richtig was du schreibst.
Ich halte allerdings die Gründe dafür eher für banale, nämliche strukturelle. Das ausforschen und veröffentlichen der Leichen im staatlichen Keller ist nunmal ein Sport der vornehmlich wohlhabenden Intellektuellen aus dem Westen vorbehalten ist. Denn Aufdeckertum ist halt doch angenehmer wenns dafür Ruhm und nicht das Erschießungskommando gibt (ums mal überspitzt zu formulieren).
Wenn der US- oder der britische Geheimdienst Daten verlieren die "Gemeingut" sind, muss er dies melden oder er macht sich strafbar. Diese "Meldepflicht" existiert bei uns nicht in dieser Form... eigentlich gar nicht.
Wir -die Öffentlichkeit- wissen zwar nicht, dass etwas verloren ging, aber dadurch ist die Chance auch geringer, dass unsere "Feinde" Wind davon bekommen. Soweit ich weiss, ist das in Deutschland ebenfalls der Fall.
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