Regierungsgegner durch Hungerstreik gestorben

31. August 2010, 08:56
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Familie: Brito sei Symbol für Kampf der Venezolaner um ihre Freiheit geworden

Caracas - In Venezuela ist nach monatelangem Hungerstreik gegen die Landpolitik von Staatschef Hugo Chávez ein Farmer gestorben. Wie die Familie von Franklin Brito am Montag in einer Erklärung an die Medien des Landes mitteilte, starb der 49-Jährige in einem Militärkrankenhaus in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Brito sei damit zu einem "Symbol" für den Kampf der Venezolaner um ihre "Freiheit" geworden. Einem Bericht auf der Internetseite der Zeitung "El Universal" zufolge starb der Landwirt offenbar an Herzversagen.

Die linksgerichtete Regierung hatte die Ländereien Britos im südlichen Bundesstaat Bolívar im Jahr 2005 verstaatlicht, der Farmer trat daraufhin erstmals in einen Hungerstreik. Die Anordnung wurde zwar im vergangenen Jahr widerrufen, da Brito aber weder eine offizielle Bestätigung dafür noch eine Entschädigung erhielt, begann er am Jahresende erneut einen Hungerstreik.

Chávez verstaatlichte im vergangenen Jahr rund 500.000 Hektar Ackerland, die zuvor in Privatbesitz waren. Dadurch solle die seit langer Zeit manifestierte Ungerechtigkeit in Venezuela beseitigt werden, begründete der Präsident des südamerikanischen Landes die Maßnahme. (APA/AFP)

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