Microsoft: "Android ist in Wirklichkeit teurer als Windows Phone 7"

31. August 2010, 09:46
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Softwarehersteller sieht zahlreiche versteckte Kosten bei der Konkurrenz

Obwohl Microsoft bereits recht früh auf den Smartphone-Markt gesetzt hat, muss man derzeit ansehen wie die Konkurrenz von Erfolg zu Erfolg sprintet. Nach Apple mit seinem iPhone ist es gerade in den letzten Monaten auch Android, das massiv zum aktuellen Smartphone-Boom beiträgt, ein Umstand dem man in Redmond natürlich nicht so ohne weiteres zusehen will: Mit Windows Phone 7 nimmt man de fakto einen Neuanfang in dieser Sparte vor - mit all den damit verbundenen Chancen aber eben auch Risiken.

Kostenfrage

Neben den üblichen Komplexitäten eines solchen Neustarts - etwa der Schaffung eines ausreichend großen Anwendungs-Ökosystems - sieht sich Microsoft auch noch mit einem gewisser Argumentationsnachteil gegenüber den Geräteherstellern konfrontiert: Denn während Android von Google kostenlos abgegeben wird, will man für Windows Phone 7 pro Gerät 15 US-Dollar kassieren. Ein Nachteil, der allerdings gar keiner ist, wie man nun bei Microsoft versichert, immerhin würden bei der Konkurrenz noch zahlreiche versteckte Kosten hinzukommen.

Anpassungen

Zu diesen zählt man die Gefahr von Patentklagen, während Microsoft im Zuge der Lizenzvereinbarung die Verantwortung für die Software übernehme bleibe diese bei Android an den Geräteherstellern hängen. Zudem überlasse Google die Anpassung der Software an die jeweilige Hardware den Herstellern, wodurch hier weitere Entwicklungskosten für entsprechende Treiber entstünden.

Lizenz

Einen deutlichen Vorteil sieht man weiters in der grundlegenden Windows-Phone-7-Architektur, die über eine Abstraktionsebene die einfache Anpassung der Oberfläche ermöglicht. Etwas das bei Android fehle und so die Entwicklungskosten für neue Firmware-Versionen nach oben treibe. Selbiges gelte für automatische Tests, wie sie bei Microsoft Teil des Standard-Angebots wären. Weitere Punkte auf der Liste von Microsoft sind die bei Windows Phone 7 schon mitgelieferten Lizenzen für die verwendeten Video- und Audio-Codecs sowie die fixe Auslieferung eigener User Experiences, etwa für Xbox-Live oder den Zune-Player.

Bing

Geht es um die Verbreitung der eigenen Suchmaschine, gibt sich Microsoft deutlich pragmatischer in Android-Fragen: So haben die Redmonder gerade erst eine offizielle Bing-Anwendung für Googles Betriebssystem fertiggestellt. Vorerst ist diese allerdings den NutzerInnen des US-Mobilfunkproviders Verizon vorbehalten. (red, derStandard.at, 31.08.10)

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