Mobile Shopping: Das "Outernet" ruft

31. August 2010, 08:06
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Handel darf Entwicklung nicht verschlafen - Smartphones treiben Markt voran

Den Durchbruch des Mobile Commerce sagten Marketing- und Marktforschungs-Gurus schon voraus, seit Handys vor einigen Jahren webtauglich wurden. Bisher entwickelte sich der Markt nur schrittweise. "Das Wachstum von Mobile Shopping steht aber außer Frage", sagt Achim Himmelreich, Partner bei der Management- und Technologieberatung Mücke, Sturm & Company , an der SuisseEMEX'10. Tempo und Intensität des Wachstums hängen jedoch noch von einigen Kriterien ab. Der klassische Handel sowie der bereits etablierte E-Commerce dürfen die Entwicklung zum "Outernet" nicht verschlafen.

"Jetzt ist die Zeit für Händler, die Weichen zu stellen und ihre mobile Strategie festzulegen", meint Himmelreich. So bringt das Outernet neue Geschäftsmodelle hervor, die eine Bedrohung für den traditionellen Handel und klassisches Web-Shopping darstellen können. Schon jetzt müssen die Anbieter auf mobile Preisvergleichsseiten etwa mit mehr Service reagieren. Der Begriff Outernet beschreibt die zunehmende Fusion der Online- und Offline-Welt - eine Verschmelzung von Internet und Realität über die noch bestehenden Grenzen des Web 2.0 hinaus. Computer werden darin als alleiniges Medium zur Internetnutzung verdrängt.

Neue Konsumwelten

Der Durchbruch des mobilen Webs hat erst mit Smartphones, größeren Screens, schnelleren Datenverbindungen und brauchbaren Betriebssystemen richtig begonnen. Insbesondere dem Handel, aber auch dem Konsumenten eröffnen Near-Field-Communication und Location-Based-Services in einem nächsten Schritt neue Welten. Noch stecken sie in den Kinderschuhen. Durch die Empfehlungen nach Standort "wird das Besondere auf dem Handy - dass der User mobil und an einem bestimmten Ort ist - aber erst genutzt", unterstreicht der Experte. Sie können eine Kaufstimulierung nach Aufenthaltsort auf den Weg bringen.

Auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets sowie entsprechenden Plattformen etwa mit Apps präsent zu sein, ist laut Himmelreich die Pflicht von E-Commerce-Anbietern. "Die Kür ist, das Angebot noch mit Location-Based-Services zu verbinden", sagt der Fachmann. Dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH)  zufolge wurde 2009 bereits mehr online bestellt als auf klassischen Wegen wie Brief, Fax oder Telefon. In den kommenden Jahren schwillt allein Mobile Shopping nach Prognosen von ABI Research zu einem Massenmarkt mit einem Einkaufsvolumen von rund 119 Mrd. Dollar an. (pte)

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