Illegale Einwanderung

Gaddafi will von der EU fünf Milliarden Euro

1. September 2010, 11:37

Europa könnte sonst zu einem zweiten Afrika werden - Frattini: EU soll Gaddafis Forderungen zu Migrationspolitik prüfen

Rom - Der libysche Revolutionsführer Muammar Gaddafi hat von der Europäischen Union "jährlich mindestens fünf Milliarden Euro" für den Kampf gegen illegale Einwanderer aus Afrika gefordert. Libyen sei das Eingangstor der "unerwünschten Immigration", diese könne nur an den Grenzen seines Landes gestoppt werden, sagte Gaddafi am Montagabend in Rom. Es liege deshalb im Interesse Europas, auf seine Forderungen einzugehen, "sonst kann es schon morgen zu einem zweiten Afrika werden".

Gaddafi versicherte, seine Forderung werde von Italien unterstützt. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ging an Gaddafis Seite auf die Äußerungen seines Gastes jedoch nicht ein.

Freundschaftsabkommen

Anlass für Gaddafis Rom-Besuch war der zweite Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsabkommens zwischen beiden Ländern. Italien hatte Libyen als Entschädigung für die Kolonialzeit mehrere Milliarden Euro in Form von Projektinvestitionen zugesagt. Das nordafrikanische Land verpflichtete sich im Gegenzug, die Weiterreise von Flüchtlingen über das Mittelmeer nach Italien zu verhindern.

Am Abend nahmen Gaddafi und Berlusconi an einer Gedenkfeier zum Freundschaftsabkommen teil.

Berlusconi verteidigt Gaddafi

Berlusconi hat den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi indes vor internationaler Kritik wegen seines Appells verteidigt. "Wer Gaddafi kritisiert, ist von der Vergangenheit gefangen. Wenn sich zwei Völker in Freundschaft treffen, ist das für alle ein Vorteil. Dank dieses Abkommens hat Italien das Problem der illegalen Einwanderung von Afrika nach Europa lösen können", berichtete Berlusconi nach Angaben italienischer Medien am Dienstag.

Frattini: EU soll Gaddafis Forderungen zu Migrationspolitik prüfen

Gaddafi erhält Rückendeckung von Italiens Außenminister Franco Frattini. "Wir werden Gaddafis Forderung überprüfen, wahrscheinlich im Rahmen des im November geplanten euro-afrikanischen Gipfeltreffens, das in Libyen geplant ist", kommentierte Frattini, der am Mittwoch nach Tripolis reist. Gaddafis Forderung sei keine Neuigkeit. "Viele nordafrikanische Regierungschefs behaupten, dass sie nicht allein den Migrationsstrom nach Europa bekämpfen können", erklärte Frattini nach Medienangaben vom Mittwoch.

Dank eines vor einem Jahr in Kraft getretenen Kooperationsabkommens mit Libyen zur Bekämpfung der illegalen Migration seien 2010 30 mal weniger Migranten auf dem Seeweg nach Italien gekommen. "Zugleich haben wir unsere Bemühungen zur Bekämpfung des Menschenhandels verschärft", erklärte Frattini.

Katholische Kreise über Gaddafis Islam-Appell aufgebracht

Gaddafi, der am Dienstag seine dreitägige Visite in Rom beendete, sorgt inzwischen in Italiens katholischen Kreisen weiterhin für hitzige Diskussionen wegen seines Appells, Europa solle sich zum Islam bekehren. Das Sprachrohr der italienischen Bischofskonferenz, die Zeitung "L'Avvenire", bezeichnete die "islamische Propaganda" Gaddafis als abstoßend. Gaddafi habe eine unannehmbare Show in einem "toleranten und pluralistischem Land mit tiefen christlichen Wurzeln" abgezogen. "Es ist schwer abschätzbar, wie viele andere Ländern so etwas geduldet hätten", hieß es im Kommentar der Tageszeitung.

Negative Reaktionen löste Gaddafi vor allem bei einem Treffen mit Hunderten von einer Modelagentur ausgewählten jungen Frauen aus, bei dem er für den Islam warb. Dario Franceschini von der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) kritisierte die bezahlte Lehrstunde als "Beeinträchtigung der Würde der Frauen und Italiens".

Auch aus dem Regierungslager kam Kritik. "Während Gaddafi nach Rom kommen und sich äußern kann, wie er will, könnte sich der Papst in Tripolis oder Saudi-Arabien nicht genauso benehmen", bemängelte der katholische Staatssekretär Carlo Giovanardi. Ein EU-Abgeordnete der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, Mario Borghezio, äußerte sich beunruhigt über ein "gefährliches Vorhaben der Islamisierung Europas". Sein Parteikollege Luca Zaia meinte, Gaddafi sollte sein eigenes Land islamisieren, statt in Italien aufzutreten.

Die Organisation Pro Asyl forderte die EU auf, ihre "Zusammenarbeit bei der Flüchtlingsabwehr" mit Libyen zu beenden. "Die Anbiederung an Gaddafi, die Millionenbeträge aus Brüssel, die bereits für die Flüchtlingsabwehr nach Libyen geflossen sind, und die Tatenlosigkeit der EU angesichts der Völkerrechtsbrüche Italiens gehören zu den widerlichsten Aspekten europäischer Flüchtlingspolitik", erklärte Pro-Asyl-Europareferent Karl Kopp. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief Italiens Premierminister Silvio Berlusconi auf, gegenüber Gaddafi die schweren Menschenrechtsverletzungen in Libyen anzusprechen.(red/APA)

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Hinguckerl
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18.2.2011, 11:50

und so jemand zählte sich zu den freunden von kreisky und haider!

wero2
00

das schlimmste auf derwlelt scheint mir immer nocn die dummheit zu sein - das unvermöge der einsicht

dieter van teese
01
Ganz ehrlich?

Irgendwie mag ich diesen Operettenclown.
Ich weiß zwar dass er völlig irre usw. ist, aber irgendwie hat der etwas an sich.
Damit meine ich aber nicht an seine Uniformsjacke gepinnte Fotos aus Zeitungen.

:)

miles6
30
....

Araber sind Araber. Afrikaner sind Afrikaner. Aber das Schlimmste auf der Welt sind Afrikaner die glauben sie seien Araber.

Jo eh...
00
4.12.2010, 19:37

Nur ein Idiot glaubt dass es da keine Überschneidungen gibt.

philidor85
00

hm...nordafrikaner sind afrikaner und deswegen keine araber?

warum sind die dann das schlimmste?

Bonafide1
05

Die Europäer sollen ihn 500 Mio. Mittelfinder zeigen.

Dr. Schland
00
13.9.2010, 17:19

Oder Pfadfinderinnen für seine Garde.

Festnetzwiederanmelder
01
Da packeln die zwei Richtigen

Keine Maschinerie der Welt wird Klimaflüchtlingen davon abhalten, beim Versuch übers Mittelmeer ins gelobte Land zu gelangen, in großen Zahlen ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Hallooo!

Die sind bereit, im Meer zu ersaufen! Wer glaubt, dass ein Panzer oder Zaun die aufhalten würde??? Ich nicht.

mistvieh666
 
00

bevor die zum mittelmeer kommen gibts eine wueste. grosse wueste. schaun sie sich das mal mit google maps an. und die muessen durch laender durch, die nicht unsere europaeische auffassung von menschenrechten haben.
derzeit leben 1 1/2 millionen sogenannte fluechtlinge in libyen. nicht in tunesien, nicht in algerien, nicht in marokko. genau deswegen hat gaddafi den vertrag bekommen.
und ohne geld koennen sie bereit sein zu ersaufen soviel sie wollen, mitten in der wueste ist das meist gar nicht so einfach. man koennt zb auf einen groesseren regen warten ...

Träume sind Schäume..
20
Das ginge leicht

Scharfe Munition wirkt sehr überzeugend.

Und die Mauer des eisernen Vorhangs haben nur ein paar Tausend von Millionen überquerrt ;)

Festnetzwiederanmelder
00
willst die ganze afrikanische Küste einmauern?

Mit 5 Mio pro Land?

Träume sind Schäume..
00
Brauchst gar nicht

Das Meer ist eine ideale Mauer.
Mit genügend Marinepräsenz kann jede Überquerrung verhindert werden.
Scharfe Munition wirkt überzeugend.

Es gibt hierzu sogar einen Präzedenzfall.
Auf der Insel Kuba ist illegale Ausreise Landesverrat.
Außer in Amnestiezeiten schaffen es nur wenige lebend nach Florida.
Die Marine schießt durchaus.

Desweiteren kann man das Problem auch durch engmaschige Regestrierung lösen.
Wer ohne die nötigen Papiere am Wohn/Arbeits/Gesundheits etc Platz auffällt wird abgeschoben.

Die Leute tun so als wäre ein Massensturm unvermeidlich.
Das ist eine Frage der Abwehrmittel die man bereit ist einzusetzen.
Unorganisierte Zivilisten/Milizen kann man leicht militärisch abschreckend zurückweisen.

Was sollten die tun? ;)

Festnetzwiederanmelder
01
Die Marinepräzenz ja, ja.

Ist sie von der EU, dürfen die nicht schießen. Also müsstest den Nordafrikanischen Staaten Leute unerkannt zuschleusen, die die Einsätze leiten und die Flüchtlinge erschießen, dafür die Staatschefs zahlen. Ein Fass ohne Boden. Irgendwann singt einer. Wäre ein Riesenskandal in der EU.
Die Frontex tut nur abdrängen und nicht-helfen. Scharfe Munition wäre der Wahnsinn. Ein versehentlich erschossener Flüchtlingshelfer und der Skandal wäre perfekt. Das traut sich auf Dauer net amal der Berlusconi.

mind over matter
40

wenn die unbedingt im meer ersaufen wollen, wer sind wir sie daran zu hindern ?

Dr. Schland
01
13.9.2010, 17:21

Ich darf dich aus Etikettegründen ja leider nicht Total-Armleuchter nennen, aber irgendwie hätte ich schon Lust dazu...

hsse_robsi
00
18.2.2011, 08:16

wäre doch besser, unsere direkten nachbarn dahingehend zu unterstützen soziale bzw. sozialere umfelder zu schaffen...
warum sollten noch welche flüchten wenn sie auch perspektiven in ihren heimatländern haben... (arbeit, bildung) schon klar, leichter gesagt als getan, aber die spendengelder im gieskannenprinzip großflächig verteilen bringt ja auch nix (außer fürs schwiezer bankkonto von herrn gaddafi)
wirklich freiwillig (nur weil er lustig is) macht jemand eine mittelmehrüberquerung in einer "nussschale" ja auch nicht ;)

Max Bialystock
00
Libyen im Algemeinen

und Tripolis im Besonderen waren und sind das Tor der Afrikaner in die heiß ersehnte EU. Gaddafi spielt gemeinsam mit Berlusconi ein sehr, sehr falsches Spiel in dem beide vorgeben die Flüchtlingsströme unterbinden zu wollen.

Menschenschmuggel ist eines der einträglichsten Geschäfte der Welt auf das weder Gaddafi noch sonst wer in Afrika verzichten wird.

Zahlungen der EU, in welcher Höhe auch immer, sind hinausgemissenes Geld und alle Beteuerungen den Menschenhandel unterbinden zu wollen falsch und in das Reich der Lügen zu verdammen.

p c2
01
Zahlungen der EU, in welcher Höhe auch immer, sind hinausgemissenes Geld

ist aber die lieblingsbeschäftigung der eurokraten.

ist ja schliesslich nicht ihr geld.

jesus mohammed
50
5 Milliarden für Waffen

um die Migration zu bewaffnen. Dadurch würde sie automatisch legal. Siehe Entstehung illegaler Staaten wie Amerika oder Australien.

insertnamehere
 
00
Wieso spricht man in Libyen eigentlich arabisch?

Nebenbei bemerkt dürfte der Versuch, mit Waffen um 5 Mrd. Euro Europa erobern zu wollen, EXTREM eindeutig ausgehn.

Beamen bei Magnetstürmen
01

Welche Staaten wurden denn nicht mit waffengewalt gegründet?

King of Cowards
02
Völker dieser Erde,

lachen wir doch diesen Clown aus.

Nachher konfrontieren wir ihn mit seinen Menschenrechtsverletzungen und ähnlichen Schandtaten.

philidor85
01

die völker europas haben aber angst vor den ganzen mittellosen schwarzafrikanern, die sich zu ihnen auf den weg machen

daher sehen sie gerne weg wenn in libyen flüchtlinge aufgegriffen,verprügelt und in der wüste ausgesetzt bzw. erschossen werden

das ist eine diestleistung die dieser clown erbringt...wofür es übrigens von italien bereits geld gibt

duke box
01

er soll eintrittskarten für seine shows ("staatsbesuche") verkaufen.

der ist allemal lustiger als diese ganzen "comedians", und wenn ein mario barth ein stadion füllen kann, schafft der muamar das locker.

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