Nachtkritik

Päpstlicher Popsegen

30. August 2010, 23:30
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    foto: standard/fischer

    U2 wirkt mitunter doch recht statisch und saturiert.

Bono und U2 gastierten im Wiener Happel-Stadion

Wien - Bei allem Aufwand, der hier betrieben wird, ist eines doch erstaunlich. U2, diese allergrößte Band aller Zeiten, wirkt bei ihrem allerersten Auftritt in Wien seit fünf Jahren mitunter doch recht statisch und saturiert.

Unter einer krakenförmigen, in der Geschichte der Musik einzigartigen allergrößten Rundbühne auf der Rasenmitte des Happel-Stadions feiert man vor 70.000 Besuchern das größte Rockkonzert, das je in Wien stattgefunden hat.

Hundert Trucks hatten Bonos Handlangerheer schon vor Tagen in die Stadt gebracht, um das größte Feldlager in der Geschichte des Rock, dieser für die Weltjugend des 20. Jahrhunderts hammergeilsten Freiheitsversprechung eines seit sofort ausverkauften Konzerts abführen zu können.

Und was machen die Feldherren? Sie schreiten das Bühnenrund im gemächlichen Selbstergriffenheitstempo ab. Sie lassen der begeisterten Masse huldvolle Grußadressen zukommen. Und sie servieren alte Großtaten wie Beautiful Day, New Years Day, I Still Haven't Found What I'm Looking For, aber auch brandneues Material wie Every Breaking Wave im generösen Duktus eines Quartetts, das seine größten Schlachten schon lange geschlagen hat.

Nun, in einem von Liebe und Respekt geprägten Großreich des verhallten und nur mit leichtem harmonischem Gepäck auskommenden Großraumrocks gilt es nicht, seine Völker zu befrieden. Es geht bei dieser spirituellen Visitation darum, sich der Zuneigung der Gemeinde zu versichern. U2 die U-Bahn war danach von Freude durchflutet. Das Wetter hat gehalten. (schach/DER STANDARD, Printausgabe, 31.8.2010)

Kommentar posten
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A T E N A
00
20.9.2010, 09:47
nzz hat eine andere kritik fürs zürich konzert...

http://www.nzz.ch/nachricht... 36515.html

Elisabeth73
00
naja...

ich war eigentlich enttäuscht vom konzert, bin ganz vorne gestanden, habe dadurch die gesamte bühne nicht überblicken können und die herren sind kaum vorbei gekommen. finde dass, es dieser artikel ganz gut trifft.
und natürlich haben sie gut gesungen, aber irgendein letzter kick hat für mich gefehlt.

Außerirdischer
00
S.g. Hr. Schachinger, zum kallibrieren der Skala: was ist den guter Rock für Sie?

Und bitteschön, ohne jetzt die ganze Welt in Schubladen stecken zu wollen, aber Rockmusik hat per se ein ''leichtes harmonisches Gepäck'' sonst ist es ja Jazz oder Klassik oder Crossover (Zappa schau runter!) oder überhaupt was anderes.

Mein Tip: Gitarre beim Hofer kaufen und Songbooks von Nirvana, Metallica, Sepultura, Jimmi Hendrix, AC/DC, Stones, was Ihnen auch immer gefällt ... im Musikgeschäft kaufen und 10 Stunden Musiktheorie bei einem guten Lehrer nehmen und dann reden wir weiter! Soviel sollten sie schon beim Standard verdienen, um sich das leisten zu können!

Jo eh!
02
31.8.2010, 20:57
Krake?

Die Bühne wird von der Band und den verantwortlichen Designern "The Claw" genannt (Recherche ist wohl nicht so Ihres, Herr Schachinger!
Übersetzt "Die Kralle", nicht Krake - die Krake ist Paul, der WM-Siege voraussagt ...

Und wenn man, so wie ich, die Stimmung gestern Abend miterleben DURFTE, war es eine Freude zu sehen, wie bei der "Welle" davor selbst fast alle Journalisten mitmachten - bis auf 4 bis 5! Sie waren sicher einer dieser paar! Und diese waren "statisch und satuiert", sicher nicht die Jungs aus Dublin!

Das Schöne ist, was auch immer Sie an pseudo-intellekutellen Elaboraten von sich geben: Sie nehmen uns weder die Freude am gestrigen Abend, noch unsere Unterstützung für Amnesty International, One, Join (Red) oder ähnliches!

ExBeamter
00
Los des amre Würschtl, der hat keine Karte bekommen!

Karl Schreckt
13
31.8.2010, 18:24
schach mal wieder

warum jemand der anscheinend keine rock musik mag dennoch glaubt kommentare darüber schreiben zu müssen. schreiben sie doch über das wetter oder über blumen.

petem
01
31.8.2010, 18:38
thehehe

rock musik

Herr J.K.
24
31.8.2010, 18:08
U2 ?

Graut euch denn vor gar nichts?

Der Tod als Ziel
36
31.8.2010, 17:52
U2, und gerade eben Bono selbst

-dieser selbsternannte Weltretter- nerven wirklich nur noch.
Der hier verursachte, gigantische ökologische Fußabdruck dieser unsäglichen Band ist durch wirklich gar nichts mehr zu rechtfertigen, schon gar nicht durch das mittlerweile Ö3-taugliche Einheitsgedudel......

Schrecklich-entsetzlich-abkömmlich

Einzig die satirische Comic Serie South Park hat die wahre Gestalt Bono's erkannt: ein riesiger Haufen Sch....e

ExBeamter
00
Schau schau, ah Christl Stürmer Fan!

soizkommaguat
00

dein penisneid ist echt nicht v. gestern. du bist laecherlich.

rough_rider
00
31.8.2010, 19:28
weltverbesserer

na und? soll er doch wenn er will. der gute mann hat alles erreicht was man in der musikbranche erreichen kann. U2 hält sich seit JAHRZEHNTEN und die stimmung die verbreitet wurde, war sensationell.

na wurden halt 75.000 die fatalen zustände in burma mal wieder in erinnerung gerufen - UND WEITER? ich hab heute z. b. recherchiert was in burma eigentlich zur zeit so abgeht. hätten die noch ne spenden-SMS-nummer beim konzert eingeblendet: hätte ich genutzt.

mir sind weltverbesserer (oder die, die es zumindest versuchen) lieber als solche querulanten wie sie, die wohl nur durchschnittliches erreichen aber überdurchschnittliches verlangen.

peter schmidt
 
24
31.8.2010, 17:37
435 postings wegen eines konzerts.

iggy pop kriegt 80 postings. das ganze frequenzy insgesamt 200:) bowie vielleicht auch 200.

leonard cohen (morgen sehe ich ihn mir an ) vielleicht 50.

damit ist schon ziemlich klar wer zurzeit halt der größte "act" ist. alleine wer alles glaubt durch hinhauen auf U2 seine Intellektualität unter Beweis stellen zu können ist bezeichnend:)

und ja u2 ist schwächer geworden bringne jetzt nur noch1- 2 lieder im jahr raus von denen 99,9 prozent aller bands nur träumen können. früher warens oft 5-6 pro Jahr:).

Laran Wish
32
31.8.2010, 18:20
ja, witzig

Vor allem scheinen alle jene, die U2 nicht mögen und auch nicht beim Konzert, sich bemüßigt zu fühlen, extra hier den Artikel aufzurufen und zu posten, wie Sch*** U2 doch sind.

Finde ich echt interessant und lustig.

Ich würd nie auf die Idee kommen, extra alle Konzertkritiken von jenen Bands, die ich nicht mag, zu kommentieren.

Aber naja, irgendwie muss man sich ja wohl beschäftigen.

Dr Don Tango
02
31.8.2010, 17:31

in diesem fall ist das bühnenkonstrukt vielleicht kein phallus- aber ganz sicher ein kreativitätsersatz.

hat man u2 öfter live gesehen, muss einem die degenerierung der konzertqualität einfach auffallen.

alles andere ist realitiätsverweigerung.

u2 ist nur noch eine beinhart kalkulierende geldmaschinerie. das merkt man leider.

Kvikk Lunsj
05
31.8.2010, 17:27
stell dir vor

es ist u2 und keiner geht hin.

Octopus Paul
00
31.8.2010, 21:30

dann kommen u2 nach wien...

Antialles
010
31.8.2010, 17:19
wer kennt...

...die southpark folge mit der grössten "wurzen" der welt???

Rumo von Zamonien
00
31.8.2010, 19:22

No.2?
Dont you EVER call me No.2!!
:-D

alfigel
00
31.8.2010, 17:44
Natürlich kennt man die. Bono-Bashing vom feinsten.

http://www.southpark.de/alleEpisoden/1109/

hamster151
01
31.8.2010, 17:50
brrr.. auf deutsch

doch lieber auf englisch: http://www.southparkstudios.com/episodes/111250/

alfigel
00
31.8.2010, 18:13
Nichts für ungut

1. man kann auf der deutschen Seite auch auf Englisch schauen
2. ich hab auf die deutsche Seite verlinkt, weil ich hier in .de sitze und in Deutschland southparkstudios.com nicht funktioniert.

Querqueen
00
31.8.2010, 17:18
die Frage

wäre eine andere. nämlich warum überhaupt im Standard über U2 geschrieben werden muss.

Michael Aires
01
31.8.2010, 17:15
Apropos Silly Walks

John Cleese war eben auch in Albertina, der hat wenigstens Ahnung von (Selbt)Ironie.
Ungleich dieser unsympathischen Truppe, mit deutlichem Hang zu Grössenwahn. Bäh.

Captainsteve
00
31.8.2010, 16:58
Ausbildung?

Herr Redakteur!

Haben Sie eigentlich eine Ausbildung zum Schreiben genossen (oder machen müssen) oder dürfen Sie "einfach schreiben". Das würd ich auch gern, bin aber kein Publizistik Absolvent.

Anstatt Musik tot zu schreiben, weil Freude am Schaffen lese ich aus ihrer Arbeit nicht heraus, sollten Sie die Branche wechseln. Wohin ist mir egal, aber schreiben Sie bitte keine Musikkritiken mehr. Die sind (Verzeihung) zum Speiben.

Ich hatte gestern Abend viel Spass und bin für mein Geld gut unterhalten worden. Das kann ich heute vom Konsum Ihrer Kritik nicht behaupten.

So long Herr Redakteur

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