Haider-Maurer an Sensation vorbei, Bammer souverän, Melzer knapp

30. August 2010, 22:24
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Niederösterreicher forderte den als Nummer 5 gesetzten Söderling fünf Sätze lang - Melzer rang Tursunow nieder - Bammer nun gegen Dementjewa

New York - Jürgen Melzer und Sybille Bammer sind am Montag Abend in die zweite Runde der US Open eingezogen. Der als Nummer 13 gesetzte Niederösterreicher rang den Russen Dmitrij Tursunow mit viel Mühe in fünf Sätzen mit 6:4, 6:2, 3:6, 4:6 und 6:2 nieder. Wie befürchtet hatte er mit dem Russen mehr Probleme, als es das Ranking (481) nach einer Verletzungspause aussagte. Melzer setzte sich letztlich nach rund 3:15 Stunden durch und trifft nun auf den Litauer Ricardas Berankis, der den US-Amerikaner Ryan Sweeting in vier Sätzen ausschaltete.

Die 30-jährige Oberösterreicherin wurde gegen die Tschechin Zuzana Ondraskova ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich letztlich sicher mit 7:5,6:0 durch. Bammer trifft nun in der zweiten Runde auf die als Nummer 12 gesetzte Russin Jelena Dementjewa, die ihrerseits gegen Olga Goworzowa (BLR) nur drei Games abgegeben hatte.

Beeindruckendes Haider-Maurer-Debüt

Trotz Niederlage ist Andreas Haider-Maurer ein ausgezeichnetes Grand-Slam-Debüt geglückt. Der 23-jährige Niederösterreicher, der sich erstmals über die Qualifikation in ein Major-Turnier gekämpft hatte, zeigte gegen den als Nummer 5 gesetzten, zweifachen French-Open-Finalisten Robin Söderling eine tolle Partie und musste sich erst nach 3:52 Stunden und im fünften Satz mit 5:7,3:6,7:6(2),7:5,4:6 geschlagen geben.

Schon im ersten Satz hatte Haider-Maurer mit einer 4:1-Führung aufgezeigt, steckte in der Folge aber trotz eines 0:2-Satzrückstandes nie auf. Der Zwettler mit Wohnsitz in Innsbruck wehrte im dritten Satz bei 4:5 nicht weniger als vier Matchbälle, davon drei in Folge bei 0:40, ab und kämpfte sich ins Tiebreak, das er verdient mit 7:2 gewann. Nach insgesamt 3:14 Stunden gelang Haider-Maurer ein Break zum 7:5 und der Einzug in den fünften Satz. In diesem gelang dem Weltranglisten-Fünften aus Schweden ein frühes Break zum 3:2, Söderling ließ sich diese Führung diesmal nicht mehr aus der Hand nehmen.  (APA/red)

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