Mehr als zehn Prozent der Polizisten gefeuert

30. August 2010 19:33

Wegen Regelverstößen und Verbrechen - 3.200 Bundespolizisten bereits entlassen, 1.500 weitere sollen folgen

Mexiko-Stadt - Wegen Regelverstößen bis hin zu Verbrechen entlässt die mexikanische Bundespolizei mehr als zehn Prozent ihrer Beamten. 3.200 der bisher 34.500 Bundespolizisten seien bereits entlassen worden, weil sie sich in Untersuchungen als nicht vertrauenswürdig erwiesen hätten, sagte der Chef der Bundespolizei, Facundo Rosas, am Montag bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. 465 von ihnen würden sogar Verbrechen zur Last gelegt. Etwa 1.500 weitere Bundespolizisten sollen in einer zweiten Runde entlassen werden.

Die Bundespolizei bemüht sich seit längerem, ihr Image als korrupte und übermäßig gewalttätige Truppe abzulegen. Menschenrechtsorganisationen werfen ihr vor, illegale Einwanderer aus Süd- und Mittelamerika auf dem Weg in die USA nicht ausreichend vor willkürlicher Gewalt zu schützen. In den vergangenen Jahren wurde Bundespolizisten zudem wiederholt vorgeworfen, sich aktiv an Entführungen beteiligt zu haben.

Die Bundespolizei kämpft an vorderster Front gegen die mexikanischen Drogenkartelle. Unterstützt wird sie dabei von 50.000 Soldaten. Seit Ende 2006 kamen in dem Drogenkrieg zwischen den Kartellen untereinander sowie zwischen den Drogenbanden und den Sicherheitskräften 28.000 Menschen ums Leben. (APA)

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30.08.2010 23:04
Österreich muß Mexiko werden ...

... ;-)

lagrangian
02.09.2010 09:23

wieso die roten stricherln? in österreich sind verbrecher noch immer als polizisten im dienst (siehe bakary j.).

Hikikomori
30.08.2010 21:10

War zu erwarten, dass nach den 72 Toten in Tamaulipas Köpfe rollen mussten, nur leider die Falschen. Die Politiker, die jahrelang weggesehen oder sogar von den Narcos profitieren, sind nach wie vor im Amt...

Nukularist
31.08.2010 10:39

Da man nicht alles auf einmal tun kann, ist die Entlassung korrupter Polizisten ein guter Anfang. (Vor allem, wenn es scheinbar wirklich im großen Stil passiert, anstatt ein, zwei, drei Köpfe rollen zu lassen.)

Politiker bleiben im Amt, solange die Bevölkerung sie wählt. Alles, was die Kultur der Korruption reduziert (und entführende Cops sind ein wichtiger Teil davon), ist gut.

Hikikomori
01.09.2010 02:35

Wenn Mexiko ein demokratisches Land wäre, würde ich ihnen zustimmen. Die Realität sieht leider anders aus: manipulierte Wahlen, gekaufte Stimmen, ermordete Oppositionelle.
Sicherlich hat es bei den Säuberungsaktion den einen oder anderen "Richtigen" erwischt. Sie wurde aber auch dazu verwendet unliebsame Kollegen loszuwerden, die ihren Job richtig gemacht haben, da sie sich nicht korumpieren ließen. Das zynisch ist, dass die Bundespolizei, im Gegensatz zu den Estadalen und Municpialen, noch einen sehr guten Ruf genießt.
Erst letzte Woche wurde einer meiner Studenten direkt vor der Uni mit ner Knarre entführt und ausgeraubt. Zynisch aber war, die Streife war 5m daneben und hat zugesehen...

wolf67
28.11.2010 22:53

Die Bundespolizei hat einen guten Ruf ? Wo denn ?

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
30.08.2010 21:59

halb mexico profitiert von den narcos oder den migranten und halb mexico ist arm und profitiert von sonst gar nichts.

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