Wegen Regelverstößen und Verbrechen - 3.200 Bundespolizisten bereits entlassen, 1.500 weitere sollen folgen
Mexiko-Stadt - Wegen Regelverstößen bis hin zu
Verbrechen entlässt die mexikanische Bundespolizei mehr als zehn
Prozent ihrer Beamten. 3.200 der bisher 34.500 Bundespolizisten seien
bereits entlassen worden, weil sie sich in Untersuchungen als nicht
vertrauenswürdig erwiesen hätten, sagte der Chef der Bundespolizei,
Facundo Rosas, am Montag bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt.
465 von ihnen würden sogar Verbrechen zur Last gelegt. Etwa 1.500
weitere Bundespolizisten sollen in einer zweiten Runde entlassen
werden.
Die Bundespolizei bemüht sich seit längerem, ihr Image als
korrupte und übermäßig gewalttätige Truppe abzulegen.
Menschenrechtsorganisationen werfen ihr vor, illegale Einwanderer aus
Süd- und Mittelamerika auf dem Weg in die USA nicht ausreichend vor
willkürlicher Gewalt zu schützen. In den vergangenen Jahren wurde
Bundespolizisten zudem wiederholt vorgeworfen, sich aktiv an
Entführungen beteiligt zu haben.
Die Bundespolizei kämpft an vorderster Front gegen die
mexikanischen Drogenkartelle. Unterstützt wird sie dabei von 50.000
Soldaten. Seit Ende 2006 kamen in dem Drogenkrieg zwischen den
Kartellen untereinander sowie zwischen den Drogenbanden und den
Sicherheitskräften 28.000 Menschen ums Leben. (APA)