Alternde "Baby-Boomer" von Klimaschutz nicht angesprochen

4. September 2010, 17:55

Wichtiges Bevölkerungssegment wurde zum Konsum erzogen und setzt seine Gewohnheiten auch im Alter fort

York - Heiße Sommer und andere Folgen der Klimaerwärmung sind ein Problem, das besonders alten Menschen zu schaffen macht. Gleichzeitig gehört die sogenannte "Baby-Boomer"-Generation, die bald in die ältere Gesellschaftsgruppe vorrückt, zu den größten Mitverursachern des Klimawandels - aufgrund des Lebensstils, zu dem sie einst erzogen wurde. Zu diesem Schluss kommt eine schwedisch-britische Forschergruppe in einem Bericht. "Die Überalterung der Gesellschaft wird den Klimawandel zusätzlich verschärfen", so der Berichtsautor Gary Haq von der Universität York.

Zwar machen sich die Bevölkerungsgruppen mittleren und höheren Alters Sorgen über das Klima, selbst betroffen fühlen sich davon jedoch nicht. "Zu Unrecht", betont Haq. Die zunehmenden Hitzesommer in Europa und Australien bringen vor allem Ältere in Lebensgefahr. "Es gibt sehr unterschiedliche Gruppen von Senioren. Manche pflegen einen sehr aktiven Lebensstil und sind in soziale Netze gut eingebunden, viele jedoch nicht. Besonders die körperlich, finanziell und emotional weniger Gesicherten sind sehr verletzlich bei Klimaeinflüssen."

Konsumfreudig bis ins hohe Alter

Dabei sind es gerade die Senioren von Morgen, eben die Baby-Boomer der heute zwischen 50- und 64-Jährigen, die zu den Hauptverursachern des Klimawandels gehören dürften. "Diese Gruppe hat mit 13,5 Tonnen CO2 pro Jahr und Person den größten ökologischen Fußabdruck der Bevölkerung. Sie pflegen einen deutlich anderen, konsumbetonteren Lebensstil als die heute Alten", so Haq. Die Baby-Boomer sind zwar sehr besorgt über den Klimawandel, zugleich jedoch skeptischer als alle anderen, dass er vom Menschen mit ausgelöst sei.

Besonders brenzlig ist die Angelegenheit, da sich der Konsumstil der Baby-Boomer mit deren Alterung in Schichten verschieben wird, in denen bisher weniger konsumiert wurde. "Sofern die Pensionssysteme nicht kippen, werden sie weiter Fernreisen machen und einen sehr aktiven Lebensstil pflegen. Dazu trägt auch bei, dass sie sich noch länger guter Gesundheit erfreuen werden als bisher bei Senioren üblich." Befragungsergebnisse der Forscher zeigen, dass diese Gruppe zwar bereit ist, zum Klimaschutz beizutragen, gleichzeitig ist sie ungewiss, was sie dabei am besten tun können.

"Pensionisten haben wesentliche Ressourcen, mit denen Sie aktiv werden können", so Haq. Was zählt, ist vor allem die Weitergabe von Lebenserfahrung, sowie auch die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Einsatz. "Diese ergibt sich eher aus ihrem eigenen Antrieb statt aus einem bloß vermeintlichen Mehr an Freizeit. Denn Ältere sind heute weit aktiver als ihre Elterngeneration." Bisher fokussieren jedoch fast alle Klimaschutz-Maßnahmen jüngere Altersschichten.

Zielgruppen-Umorientierung

Um Klima in dieser Gesellschaftsgruppe zur Sprache zu bringen, liefern die Forscher zehn Ratschläge. Vorurteile müssen beseitigt werden, wie etwa jenes, dass Senioren unfähig zu Engagement, passiv oder uninteressiert seien. Wichtig ist, sie näher kennen zu lernen, auf vertraute Akteure zurück zu greifen, Gespräche mit Gleichaltrigen und geeignete Rahmen dafür zu wählen sowie positive Botschaften zu liefern. Vorbilder aus dem realen Leben sind entscheidend, ebenso Einbeziehung und größtmögliche Teilnahme im Dialog. Schließlich gilt es sicherzustellen, dass die Vorbedingungen für Veränderung gegeben sind. (pte/red)

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Mynnia
00
15.9.2010, 17:42

Ist das nicht das Alter, in dem jetzige Politiker ziemlich häufig sind?

good old europe
14
*räusper*

gehöre nicht zu der angesprochenen Gruppe, aber bin in der Lage, wissenschaftliche Studien zu lesen - und zähle daher zu den pöhsen "Klimaskeptikern" (das Wort ist so dämlich, dass nur von Klimahysterikern kommen kann). Ach ja übrigens: Die Welt geht NICHT unter!

Michael Bakunin
10
17.9.2010, 08:37

wenn du in der lage wärst, wissenschaftliche studien zu lesen, dann würdest du den klimawandel nicht leugnen.

[insert nick]
01
19.9.2010, 22:26

Das Problem ist hier das Leute auf beiden Seiten daraus ein politisches Problem (statt einem wissenschaftlichen machen). Wenn man wissenschaftliche Argumente bringt, dass es in bestimmten Bereichen besser aussieht als bisher angenommen, wird man sofort kritisiert, weil ja nicht sein kann was nicht sein darf.

Wissenschaft sollte für verschiedenste Szenarien offen sein und alle Möglichkeiten objektiv untersuchen. Stattdessen werden Andersdenkende so behandelt als ob sie im Mittelalter erklärt hätten, dass die Erde eine Kugel ist, und sich wissenschaftlich mit entsprechenden Theorien zu beschäftigen ist praktisch unmöglich (weil es sofort die Karriere ruinieren würde).

Hinter vorgehaltener Hand erzählen ihnen die "Klimaforscher" oft was and

Michael Bakunin
10
19.9.2010, 22:53

die leute, die draus ein politisches problem machen, sind aber nur die leugner. denn wissenschaftlich besteht überhaupt kein zweifel an der globalen erwärmung.

im mittelalter war die kugelgestalt der erde schon längst bekannt, das haben schon die alten griechen gewusst. und auch da waren es die wissenschaftler, die es herausgefunden haben.

Snieftaps
20

"Klimaskeptiker" nennen sich diese Herrschaften selbst. Denn eigentlich sind sie nicht Skeptiker, sondern Leugner. Gut bezahlte, organisierte Leugner.

hlg
13
ich bin unentgeltlich dagegen...

mir einen bären aufbinden zu lassen.

schon allein weil ich ihn sowieso nicht tragen könnte.

was mich interessieren würde:

haben sie die geschichte, dass baron münchhausen sich an seinem zopf aus dem sumpf gezogen hat, geglaubt?

Searles
 
00
15.9.2010, 19:21

Obwohl du dir keinen Baeren aufbinden laesst glaubst du, dass Dinge mit hohem Druck waermer sind als solche mit niedrigerem Druck, obwohl du ohne weiteres eine Gasflasche kaufen kannst und mal greifen kannst, ob sie waermer ist als die Umgebung?

hlg
00
5.11.2010, 20:02
wenn in der gasflasche...

an einer stelle hoher und an anderer stelle niedriger druck herrschen würde, weil sie sooo hoch ist...

wie wäre dann wohl die temperatur in einer perfekt isolierten flasche verteilt?

Searles
 
00
15.11.2010, 13:40

1. Dafuer hast du 1,5 Monate nachdenken muessen?
2. Kommt drauf an, wo du die Flasche hinstellst.

hlg
00
16.11.2010, 07:34
so würde ich mir eine antwort vorstellen:

1. nein.

2. ja, richtig!

jetzt wären sie dran...

Searles
 
10
16.11.2010, 10:34

Nee, ich misch mich da nicht mehr ein, und belaestigen sie mich bitte nicht wieder mit so einem Unsinn.

Meerwelle
11

Ist FS3 eigentlich ein alternder Baby-Boomer??

;-))

Hellcat
41

Die älteren, situierten und kinderlosen 1. Welt-Bewohner sind die wahre No-Future-Generation.
Die Klimaprobleme werden erst in der 2. Hälfte des Jahrhunderts akut. Was kratzt mich das noch?

Ausbaden (im wahrsten Sinne des Wortes, siehe Meeresspiegel) können das dann die Erdenbürger, die heute irgendwo in der 3. Welt auf dem Lehmboden geboren werden, und das sind 90% aller Kinder.

Schurke!
20
"Sofern die Pensionssysteme nicht kippen,..."

kommt schon noch. und mit den 643 neuro volxpension lässt sich nicht gut fern reisen. da wird schon eher schusters rappen neu beschlagen :-P

Max Bialystock
39
Der Klassenkampf hat begonen

Arm = brav und unweltbewußt

Reich = pfui und schädlich

Aber darüber diskutieren wie diese bösen Reichen zwecks Budgetsanierung kräftig zur Kasse gebeten werden.

A ndreas Bogeschdorfer
00
Der Klassenkampf folgt der Klassenbildung.

In den 50er/60ern definierte sich ein Reicher ein bisschen anders als heute. Mrd-vermögen wie bei manchen heute, war damals Utopie. Daher hätte auch niemand Klassenkämpfe anzetteln können.

Und i d USA gibts immerhin eine nicht zu unterschätzende Gruppe an Superreichen, die wenigsten ansatzweise kapiert haben, dass das weitere Auseinanderdriften v Arm u Reich gefährlich ist.

Wer diese Entwicklung so dumpf-spöttisch wie Sie kommentiert scheint wenig Lernpotential u gesellschaftliche Verantwortung zu kennen.

Gleichgültige Rücksichtlosigkeit auf Kosten anderer (über soziale Ungerechtigkeit o Umweltfolgen) zur öffentlichen Peinlichkeit zu erklären ist längst mehr als nötig, wie Ihr Beispiel belegt.

luke skywalker
00
Wobei die Gruppe "reich" recht subjektiv definiert wird

das ist halt jeder, der mehr hat als ich.

Aus der Sicht eines Mieters ist der Besitzer eines altes Häuschens schon "reich".
Und aus dessen Sicht ist es daher schon recht und gut, wenn man dem Kleinhäuslbesitzer schon was wegnimmt.

Zenon
02

Wer mehr verdient als ich, ist ein Arschloch. Wer weniger verdient, ist ein Trottel. ;-)

F S 3
35
Wenn diese Meldung stimmt, haben wir größere Probleme, als andauernd auf den Lügen des CO2KULT herumzuhacken: Der Nordantlantikstrom soll "verschwunden" sein…

…Durch d.Trennung der im Golf v.Mexiko rotierenden Strömung v.Floridastrom hat der Golfstrom ab dem 47.Breitengrad ein Problem.

http://europebusines.blogspot.com/2010/08/s... -just.html

Anzumerken wäre nur noch -z.wiederholten Male- daß die Zauberlehrlinge,die vorgeben angeblich "über das Klima Bescheid zu wissen",und den Menschen mit seinen 0,1% Ausstoß dafür in Verantwortung z.halten,auch für jene Prozesse verantwortlich gehalten werden müssen,die nach der BP-Katastrophe im Golf v.Mexiko mit dem Einsatz des Bio-Giftes "Corexit" das Ausmaß der Zerstörung unserer Natur vertuschen wollten.

Wir befinden uns alle in der Geiselhaft dieser menschenfeindlichen Monster,denen Geld mehr als alles Andere bedeutet.

Carcharodon
 
15
Einen richtig guten Verschwöhrungstheoretiker erkennt man daran, ...

... dass einige Details sogar stimmen.

hlg
00
ich schwöhre...

bei meiner err !

Carcharodon
 
01

sonst les' ich meine postings immer korrektur - ich schwöhr's ;P

tablespace65
03
Das sind ja auch jene, die wirklich viel Geld haben, sich ein Wochenendhaus und den "dazugehörigen" SUV (damit sie im Winter auch dorthin kommen) leisten können...

Und das sind auch jene, die sich über die schlechte Luftqualität in den Städten am meisten aufregen...

Rudi Lechner
00

Was für eine selten dämliche und herabwürdigende Bezeichnung ist "alternd"? Wir altern alle und zwar von Geburt an, aber ab vierzig soll man sich dann schon fast dafür schämen.

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