Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Eines muss man Norbert Darabos sehr zugutehalten: Der Verteidigungsminister ist Mitglied im Klub der offenen Worte. Er redet nicht lange drum herum, was er mit der neuen Sicherheitsstrategie wirklich will. Er macht nicht nur schwammige Andeutungen, um bei geänderter Windrichtung treuherzig zu betonen, dass er es eh ganz anders gemeint habe. Nein, der Minister sagt klar, worum es ihm geht: um (Partei-)Ideologie.
Ausgestattet mit der Sicherheit, die allein richtige sicherheitspolitische Überzeugung zu haben, kann er vorbehaltlos sagen: Die Neutralität des Landes wie auch die allgemeine Wehrpflicht stehen für immer außer Diskussion. Ebenso sei jegliche weitere Annäherung an die Nato absolut auszuschließen. Punkt. Das mag Ideologie-Freaks freuen.
Sehr zukunftsorientiert ist es dennoch nicht, im Gegenteil. Alles, was Darabos über Sicherheitsperspektiven sagt, ist ziemlich gestrig. Es lässt sich in Strategiepapieren der EU wie der Nato von 2003 nachlesen - die Unwahrscheinlichkeit territorialer Bedrohung; Gemeinplätze, dass Terror, Cybercrime oder Katastrophen die echten Herausforderungen seien. Aber der Kernfrage weicht er aus: Die EU beginnt gerade, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu bauen, die eng mit der Nato verknüpft ist. Es wird lange dauern, bis das funktioniert, so wie die Währungsunion. Aber wenn es sie gibt, dann ist Solidarität gefragt, nicht Abspringen. Darum drückt sich Österreich herum. (Thomas Mayer/DER STANDARD-Printausgabe, 31.8.2010)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Was ist nur los, wenn es um die Türkei geht?
Unser Gesundheitssystem und die Pensionen wären ohne ihren Beitrag nicht zu finanzieren
Nun heißt es in Brüssel, Washington und New York: Auf Wien kann man sich nicht verlassen
Die zu besteuernden Produkte sind komplex, der Teufel steckt im Detail
Glauben Sie nicht, dass es eher eine Symbiose sein sollte (gegenseitige Wechselbeziehung)!?
Weiters:
1.Viele Gründungsmitglieder der EU sind Roleplayer in der NATO (England, Frankreich, Deutschland)!
2. Die EU ist in 1. Linie ein Wirtschaftsbündnis, ein militärisches Bündnis? - mehr am Papier, als in Realität!
3. Annähernd alle EU Staaten sind Mitglieder der NATO
4. NATO ist ein "funktionierendes" militärisches Bündnis
Meine Fragen an Sie:
-Woher kommen Sie bitte nun auf ihre Gedanken, dass die NATO mit der EU zusammenarbeiten sollte?
-Aus welchen Gründen?
-Was braucht die NATO von der EU (wenn doch...siehe Punkt 3.) ?
Unser "Hellseher" Norbert D., der große Planer für die Zukunft. Weit reichts freilich nicht. Hier eines seiner besten Stückeln:
17. Sept. 2009: Verteidigungsminister Norbert Darabos.....begrüßt
den Schritt der USA, die Pläne auf Eis zu legen
Ich habe den sicherheitspolitischen Nutzen dieses überflüssigen
Raketenschildes immer hinterfragt. Jetzt zeigt sich, dass meine
Skepsis berechtigt war"
( http://www.ots.at/presseaus... ntwicklung )
24. Mai 2010:
US-Armee lädt erste Patriot-Raketen in Polen ab
( http://www.n24.de/news/news... 81109.html )
Und der Herr will ernsthaft für unsere Zukunft "planen" - dabei reichts nicht einmal ins nächste Jahr.
airpower.at
finde ihren Beitrag nicht nur für überflüssig sondern auch für falsch, hier den Minister Darabos anzupatzen.
verstehe daher nicht, dass Sie hier den LINK (sehr lesenswert) anführen http://www.ots.at/presseaus... ntwicklung
der Darabos sogar auszeichnet.
Hat er ja 2 Jahre vor dem Präsidenten Obama schon erkannt, dass der von Bush geplante Raketenschild< stationäre Raketensilos in Polen mit zugehörender Radaranlage in Tschechien> unsinnig ist. Obama hat dies dann 2009 auf Eis gelegt und nun anstelle des Mamut-Schildes lediglich, wie Sie schreiben, am 24.Mai 2010 die erste Patriot-Rakete in Polen abgeladen (auf LKW montiertes Raketchen)
finde schon die Skepsis von Darabos war berechtigt.
naja, soviel freude hat man nicht damit wenn die usa den schönen kontinent europa als schlachtfeld benützen wollen (auch nicht als militärstratege).
die usa sind fein raus, weil für sie ein raketenschild bereit steht, somit haben sie freie hand mit klimawaffen rum zu spielen.
überlegen sie sich mal ob ihre vorstellung von waffensystemen im 21. Jh. noch geltung hat.
mein angebot bezüglich des windsacks steht übrigens noch. schrödinger rotiert in alpbach, ob mit offenem oder geschlossenem sargdeckel müssen sie allerdings selbst rausfinden.
Und alle Signatarmächte bzw. deren Rechtsnachfolger müssten dazu eingeladen werden. Kommt es dazu, dann müssten auch neueste Erkenntnisse betreffend die Rolle Österreichs bzw. seiner Bürger im WK 2 und davor berücksichtigt werden.
Alles in Allem : pacta sunt servandae.
Und wenn man neue Situationen zugrunde legt und Verträge ausser Kraft setzt, dann muß man auch neue Erkenntnisse betreffend Kriegsbeteiligung berücksichtigen können.
In der Hinsicht hat der Rote meine volle Unterstützung.
Einmal ein guter Kommentar von Thomas Mayer!
Das ewiggestrige Denken von Darabos ist wirklich absurd, immerhin sind (ca.) 23 von 27 EU-Ländern Mitglied der NATO und fühlen sich nicht von den USA dominiert, sondern arbeiten sinnvoll mit den Amerikanern zusammen. Dass Österreich sich da weiter raushalten will, ist nur noch peinlich und vor allem auch unsolidarisch.
Würde es nicht ebenso Sinn machen, eine europäische Eingreiftruppe nicht in irgend ein nahöstliches Kriegsgebiet zu beordern, sondern beispielsweise als Hilfstruppe nach Pakistan?
Kommt dieses Hohngelächter mancher Poster nur von der schwarzblauorangen Seite oder wollen nun auch schon die Grünen Österreich in der NATO sehen?
Sagen wir es einmal so.
Die Wahrscheinlichkeit das die EU-Staaten sich wegen Österreich aus der NATO herauslösen und etwas eigenes auf die Beine stellen ist ungefähr so hoch, wie die das der Papst zum Hinduismus konvertiert.
Es ist nicht unmöglich, aber ist es seriös so etwas zur Grundlage von Politik zu machen?
Es waren die Franzosen, die seinerzeit versucht haben, sich von den Amerikanern zu emanzipieren. Frankreich war lange Zeit nur assoziiertes NATO Mitglied und hält sich auch heute noch aus den angolamerikanischen Feldzügen heraus. Vielleicht kommt die Zeit, dass auch andere EU Mitglieder nicht mehr länger den Pudel für die Amis machen wollen.
... das wird sich erst noch weisen müssen!
Ich denke, es wird eine Zukunft geben, davon wir heute keine Ahnung haben.
Die Nato ist ganz sicher ein Konzept von gestern!
Was könnte morgen sein? Die Väter-Götter und Götter-Väter werden abdanken müssen. Die Idee, dass die Ordnung der Väter (also der Götter-Väter und Väter-Götter) eine ewig gültige ist, wird als historisch unvermeidliche Idee angesehen werden, als Reaktion der Väter auf ihren frühen Tod (= vor den Kindern!)
Der Begriff der "Verantwortung" wird "semantisch" präziser werden: Verantworten kann man nur, was Antworttauglich ist (also zu Lebzeiten).
So zukunftsdestruktive Technologien wie die Atomkraft werden verschwinden: die "Kinder" werden solche Ideen nicht mehr zulassen!
Die NATO ist kein Konzept, aber sie hat ein Konzept. Und diese gemeinhin als NATO Strategy bezeichnete Konzept wird gerade durch alle Mitgliedsstaaten und Partnerlaender (und das sind ganz schoen viele) neu ueberarbeitet.
Ich bezweifle, dass sich am Ende dieses Prozesses alle Staaten so voellig geirrt haben werden und die Organisation nach den Beduerfnissen des Kalten Krieges ausgerichtet sein wird.
PS: Den pseudophilosophischen Teil ihres Werkes lass ich mal lieber unkommentiert. Da muss man schon in eine mittelschwere Trance verfallen, um da mitreden zu koennen. :-)
... dann sind es wohl auch nicht Staaten, die sich irren!
Und ihre Zukunftssicht - wenn nicht Nato dann Bedürfnisse des Kalten Krieges -denkt eher die Vergangenheit in die Zukunft! (wie es eben die "Väter" gerne tun!)
Und: Auch Sie sind ganz sicher mittelgradig katholisch / christlich sozialisiert: Gottvater ist Ihnen vertraut und auch, dass sein Sohn sich kreuzigen lassen, zu Kreuze kriegen muss, um auferstehen zu dürfen!
Und die Pseudo-Philosophie, die Sie mir ankreiden, ist weder solche noch solche sondern Praxis des Alltagslebens in Österreich: Ich kann ihnen nur raten, da mal genauer hinzuschauen!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.