ATV-Wahlkonfrontation: Jede Partei soll 450 Karten kaufen

30. August 2010, 18:13
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Der Privatsender inszeniert die Konfrontation zur Wahl als "Match um Wien" in der Stadthalle - Nur: Hier sollen nach STANDARD-Infos die Vereine ihren Fans die Karten zahlen - Drei von vier Parteien nahmen das Kontingent

Fahnen sind erlaubt, Pompoms oder auch die Welle. Vuvuzelas hingegen dürfte das Reglement für die ATV-Konfrontation der Wiener Spitzenkandidaten nicht zulassen. Abgesehen von dem Akustikwaffenverbot setzt der Privatsender aber offenbar ganz auf Derby-Stimmung für seine Wahlsendung.

Nach Standard-Informationen hat ATV nicht nur die Spitzenkandidaten der vier größten Fraktionen in die Wiener Stadthalle eingeladen, also Michael Häupl, Christine Marek, Heinz-Christian Strache und Maria Vassilakou. Jede dieser vier Parteien kann bis zu 450 Fans mitbringen (andere Quellen sprechen von 300). Bedingung: Die Parteien kaufen Eintrittskarten für ihre Claqueure - für kolportierte zehn Euro das Stück. Der Sender soll das als Selbstkostenpreis definieren. Schöpfen alle vier das volle Kontingent aus, ergibt das bei 450 Karten immerhin 18.000 Euro Produktionskostenzuschuss. SPÖ, ÖVP und FPÖ sollen schon zugesagt haben, die Grünen zögern offenbar noch.

ATV-Sprecherin Alexandra Damms bestätigt vorerst nur den Termin für die Wahlkonfrontation - 3. Oktober 20.15 Uhr - und die Zusage aller vier Spitzenkandidaten. Im Gegensatz zur Steiermark-Wahl. Dort verabschiedete sich ATV von einem ähnlichen Konzept in den Grazer Kasematten, weil die Listenführer von SPÖ und ÖVP absagten. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 31.8.2010)

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