HP lockt verunsicherte Anleger mit Milliardengeschenk

30. August 2010, 17:32
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Unternehmen kauft für bis zu 10 Mrd. Dollar (7,87 Mrd. Euro) eigene Aktien zurück

Der weltgrößte Computerkonzern Hewlett-Packard will die verunsicherten Anleger mit einer großzügigen Geste zurückgewinnen: HP kauft für bis zu 10 Mrd. Dollar (7,87 Mrd. Euro) eigene Aktien zurück. Das treibt gewöhnlicherweise den Kurs - und der hätte es dringend nötig. Seit dem Rausschmiss von Konzernchef Mark Hurd dümpelt die Aktie bei um die 40 Dollar. Zuvor waren es gut 46 Dollar gewesen.

"Wir gehen davon aus, dass wir alleine im vierten Geschäftsquartal Aktien für 3 Mrd. Dollar zurückkaufen werden", sagte Finanz- und Interimschefin Cathie Lesjak am Montag im kalifornischen Palo Alto. Das Geschäftsjahr endet im Oktober. Unter dem bisherigen Rückkaufplan darf das HP-Management noch 4,9 Mrd. Dollar ausgeben.

Abgetreten

HP-Chef Hurd war Anfang des Monats abgetreten, nachdem eine Liaison mit einer ehemaligen Mitarbeiterin ans Licht gekommen war. Hurd soll sie auf Firmenkosten zum Essen ausgeführt haben. Sie bezichtigte ihn später der sexuellen Belästigung - der Vorwurf ist mittlerweile aber aus der Welt geräumt.

Die Börsianer hatten geschockt auf Hurds Abgang reagiert. Der Manager hatte den Konzern zu einem der profitabelsten in der Branche gemacht und HP fast unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gebracht. Das gelang durch den Ausbau des stabilen und hochprofitablen Servicegeschäfts. HP kaufte unter Hurds Führung unter anderem den IT- Dienstleister EDS.

Das neue Management liefert sich momentan eine Übernahmeschlacht mit dem Rivalen Dell um dem Datenspeicher-Spezialisten 3Par. Speicher gelten angesichts steigender Datenmengen als Zukunftsgeschäft. Derzeit hat HP mit einem Angebot über 2 Mrd. Dollar die Nase vorn. (APA/dpa)

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