Österreich beim Lebenslangen Lernen über EU-Schnitt

30. August 2010, 15:23
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Sehr gute Reihung bei informellem sozialem Lernen - Klassisches Bildungswesen schlecht

Wien - Österreich schneidet beim Lebenslangen Lernen mit Rang acht innerhalb der EU überdurchschnittlich gut ab. Das zeigt der aktuelle "European Lifelong Learning Index" (ELLI) der Bertelsmann-Stiftung, bei dem heuer erstmals auch auch Lernprozesse außerhalb klassischer Bildungsinstitutionen berücksichtigt wurde.

Dänemark, Schweden und Niederlande vorne

An der Spitze der Studie findet sich Dänemark, gefolgt von Schweden und den Niederlanden. Am unteren Ende der der Skala landet Rumänien, nur wenig besser ist das Ergebnis von Bulgarien und Griechenland. Deutschland landet auf Platz zehn.

Das gute Ergebnis hat Österreich vor allem der Unterkategorie "Lernen zusammen zu leben" zu verdanken, bei der informelle soziale Lernaktivitäten in der Freizeit (Engagement in Freiwilligen- oder karitativen Organisationen, bei politische Parteien etc.) bewertet wurden. Hier erreichte Österreich Platz drei. Beim klassischen Bildungswesen - das umfasst die Quote der Vierjährigen im Kindergarten ebenso wie die PISA-Ergebnisse und die Bildungsausgaben - landet Österreich unterdessen auf den hinteren Plätzen (Rang 17). Dahinter rangieren bei ELLI nur noch Lettland, Portugal, Italien, Tschechien und die Slowakei.

Bei eigenständigem Lernen nur Mittelmaß

In der Kategorie "Berufliche Aus- und Weiterbildung" (Lehr- und Maturabschlüsse, Teilnahme an Fortbildung und betrieblicher Weiterbildung, komplexe berufliche Tätigkeit) bekommt Österreich mit dem achten Rang ein überdurchschnittlich gutes Zeugnis ausgestellt. Nur mittelmäßig ist das Ergebnis in jener Kategorie, für die das eigenständige Lernen untersucht wurde. Darunter fallen bei ELLI die Teilnahme am Lebenslangen Lernen, aber auch der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Museen oder private Internetnutzung. (APA)

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    Menschen, die ein Leben lang lernen, gibt es laut ELLI in Österreich häufiger als etwa in Rumänien, Bulgarien und Griechenland.

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