DLL-Lücke

Grundlegende Sicherheitslücke sucht Windows-Welt heim

30. August 2010 15:32

"Es handelt sich meiner Ansicht nach um ein Kernproblem von Windows" - Microsoft-Tool macht Programme

Eine grundlegende Sicherheitslücke auf Windows-PCs, die nicht von Microsoft zentral beseitigt werden kann, betrifft zahlreiche Anwenderprogramme wie Powerpoint, Photoshop, Dreamweaver und Firefox. Angreifer können darüber Zugriff auf das System verschaffen - und machen dies auch.

DLL

Die Sicherheitslücke betrifft die als DLL (Dynamic Link Libary) bezeichneten Programm-Bausteine, die sich auf einem Windows-PC mehrere Softwarepakete teilen. Durch eine unzureichende Überprüfung beim Nachladen von externen DLLs (Dynamic Link Library) ist es möglich, betroffenen Anwendungen Programmcode unterzuschieben, den Angreifer für Attacken auf den PC ausnutzen können. Diese unautorisierten Programm-Bausteine könnten dann auf dem Rechner mit den Rechten des angemeldeten Benutzers ausgeführt werden. 

"Es handelt sich meiner Ansicht nach um ein Kernproblem von Windows"

Die DLLs können über Netzlaufwerke und USB-Sticks verteilt werden. Damit ist es Angreifern vergleichsweise einfach möglich, die Anwender auf gefährliche Web-Sites zu lenken oder sie zum Anklicken von manipulierten Dokumenten zu bewegen.
"Es handelt sich meiner Ansicht nach um ein Kernproblem von Windows", sagte Mat Aharoni, Gründer der Sicherheitsfirma Offensive Security dem Fachdienst CNET. "Um diese Lücke zu schließen, müsste man komplett das Verfahren ändern, wie Windows die DLLs lädt. Und das ist sehr, sehr schwierig und würde zweifelsohne dazu führen, dass viele Programme dann überhaupt nicht mehr laufen." 

Gefunden

Der Fehler war zuerst aufgefallen, als der Sicherheitsdienstleister Acros das problematische DLL-Verhalten in der Apple-Musiksoftware iTunes für Windows entdeckte. Bald stellte sich heraus, dass es sich um eine grundlegende Sicherheitslücke handelt, die von jedem einzelnen Softwarehersteller geschlossen werden muss. Mittlerweile kursieren zahlreiche Exploits, Programme mit deren Hilfe die Lücke ausgenutzt werden können, im Netz. Exploit Database und Corelan.be listen verwundbare Programme auf.

Tool sorgt für Probleme

Microsoft hat bereits ein Tool veröffentlicht, um DLL-Lücken einzudämmen. Allerdings sorgt das Programm für Probleme, laut einem Bericht von heise.de funktionieren „einige Programme nicht mehr ordnungsgemäß " - darunter Google Chrome.
Neben Apple haben die Entwickler von VLC und uTorrent ihre Anwendungen bereits vor Anwendungen vor DLL Hijacking geschützt.  Laut heise.de kämpfen auch einige Linux-Distributionen mit der „Problematik". Allerdings sind bisher noch keine Exploits aufgetaucht. (sum/APA)

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Harbachoed K.
31.08.2010 14:25
Wer kann sich erinnern,

dass er selbst gesagt hat oder dass er andere sagen hörte/von ihnen las:
„Ein PC mit Windows oder Linux hat den großen Vorteil, dass ich ALLES machen kann damit, dass ich ALLES einstellen kann und nicht wie ein DAU mich eingrenzen lassen muss. “ -

Das hat seinen Preis, hier zu lesen: http://derstandard.at/128297850... -Welt-heim

Kluger Hans
14.09.2010 21:43
wahrscheinlich dieses,

dass ein offenes system ein offenes system ist.
oder anders ausgedrückt: wer unbedingt drehen und schrauben muß, darf sich mit einem windows der eigenen wahl oder mit linux abgeben.

schokojunkie
14.09.2010 19:29

Was hat das eine jetzt konkret mit dem anderen zu tun??

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 14:23
An DerStandard.At ("unabhängige", "freie") Zeitung

Warum lassen Sie mich nicht den Teil 2 veröffentlichen wo der Prozess und sich dadurch ergebende Sicherheitslücke aufklären/erklären lässt?

MfG

PS: Meinen Witzigen und gefährlichen Beitrag "DIE Lösugn" (weiter unten) haben Sie ja auch veröffentlicht, ohne darüber zumindest mal nachgedacht zu haben (über die Folgen von Ausführung durch andere Leser)!

Harbachoed K.
31.08.2010 14:34

ein zweiter teil dauert auch bei mir meistens länger. grund unbekannt. es hat aber alles im leben eine ursache (manches auch eine wirkung).

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 14:14
Erklärung für Dummies (Teil 2) Der Such-Prozess

Beispiel: Wir starten "borg.exe" aus "C:\borgDir1", Windows macht folgende Schritte:
I. Befindet sich "borg.exe" in das "Arbeitsverzeichnis" (beschr. in 3) "C:\borgDir1"? Wenn ja, dann ausführen, wenn nicht weiter zum II.

II. Durchsuche alle Pfade angegeben in "path" (beschr. in 2.) nach "borg.exe", wenn gefunden ausführen, wenn nicht dann weiter machen mit dem nächsten Pfad, wenn kein Pfad mehr übrig dann gehe zum Schritt III.

III. Gebe aus: "Executable not found!" (od. so ähnlich)

DIE LÜCKE:

Was passiert wenn ein Schädlingssoftware mit Benutzer-Rechte in einem Benutzer-Programm-Verzeichnis ein paar falsche DLLs rein kopiert?

Antwort: Die Pfad-Angaben in "path" sind für die Katze.

Dank Zensur dürfte ich diesen Teil nochmal schreiben!

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 13:43
Erklärung für Dummies (Teil 1) Definitionen

1. Es gibt 2 Sorten von DLLs:
a) Die DLL-Datei wird genau von einem einzigen EXE Programm verwendet
b) Die DLL-Datei kann von mehrere EXE Programmen verwendet werden

2. In der Umgebungsvariable "path" des Systems werden die Pfade (getrennt durch ";") an einander angehängt (z.B: "C:\Windows;C:\Program Files;C:\Xyz") welche Windows nach einander durchsucht wenn ein EXE Programm oder DLL-Datei nicht angefordert aber nicht gefunden wurde

3. "Arbeitsverzeichnis" (auch "Working Directory") ist der momentaner Pfad von welchem ein EXE Programm oder BAT-/CMD- Script ausgeführt wurde (z.B. von "C:\" wird "C:\Windows\System32\mspaint.exe" ausgeführt. Somit ist das Arbeitsverzeichnis für "mspaint.exe" das Verz. "C:\")

Es geht weiter mit Teil 2...

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 13:59
Erklärung für Dummies (Teil 2) Der Such-Prozess

4. DLL-Dateien wie in 1-a beschrieben befinden sich manchmal in dem gleichen Verzeichnis wie das EXE Programm das diese benötigt.

5. DLL-Dateien wie in 1-b beschrieben werden entweder von MS-Windows oder Treiber-Installer z.B. in "C:\Windows\system32" zur Verfügung gestellt. Diese DLL-Dateien können durch neuere Versionen (Treiber-/Software-/Windows- Update) überschrieben bzw. gelöscht werden.

DER SUCH-PROZESS:

I. Aus dem Verz. "C:\dir1" wird "irgendwas.exe" aufgerufen

II. Windows sucht in "C:\dir1" nach "irgendwas.exe" und findet diese nicht

III. Windows sucht der Reihe nach in "path" Pfade (wie in 2. beschrieben) und fängt mit "C:\Windows" und endet mit "C:\Xyz".

IV. Wenn gefunden, wird es ausgeführt.

Es geht weiter mit Teil 3...

pico bello
31.08.2010 13:48

glaub ich nicht;
du meinst, eine DLL kann 1); 2) verwendet werden; doch an der DLL erkennst du das nicht unbedingt. Oder?

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 14:04
DLL-Verwendung einfach erklärt...

Ich bin ein Programmierer und schreibe ein Programm, nennen wir es "borg.exe". Für dieses Programm schreibe ich eine DLL-Datei, nennen wir es "borg.dll", und speichere es durch den Installer in das gleiche Verzeichnis wie "borg.exe".
Was glauben Sie wie viele Programme von existenz dieser DLL wissen geschweige auf diese DLL zugreifen werden?

MfG

pico bello
31.08.2010 14:13
bin im prinzip dafür, dass nur soviel herumliegt, als gebraucht wird,

dass nachträglicher bedarf also durch bausteine, also zb dlls, gedeckt wird, die, als weiterer schritt, auch von anderen applikationen benützt werden können.
wenn ich schon so ein löbliches schema einführe, dann muß ich auch einen ort einführen, von dem alle wissen, dass sie hier dlls finden. ich denke, das hat ms auch getan. oder?

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 14:33
Ja, Sie haben teilweise recht...

ABER ich als Softwareentwickler habe bedarf an meine eigene, gleiche Funktionen, Modulen und Frameworks in unterschiedliche Programme die ICH geschrieben habe und möchte keine Namenskonflikte eingehen.
Diese Konflikte hat es z.B. bei mir unter XP gegeben wo sich der USB-Treiber mit Sony-Net-MD-Software und Zonealarm (IP-Filter/"firewall") sich gegenseitig (nach deren Installation) bekämpft haben (auch bekannt als "DLL Hell").

Übrigens: Schauen Sie mal in die Verzeichnisse von: Adobe, Coral, ..., Zonealarm nach, dann sehen Sie das ich nicht der einzige bin und es anscheinend doch für andere große Softw. Firmen einen Sinn macht.

MfG

pico bello
31.08.2010 14:41

ok, danke.
Das Übrige: bei Unix gibts auch hierfür vorgegebene Orte mit definierten Rechten …

Urfahraner Auge
01.09.2010 16:53
Sucht Unix in "."

wenn "." nicht im Pfad steht?

rpk
31.08.2010 13:20
Normales MS Zyklus

Bug turned Feature -> Feature turned Risk -> Risk turned Bug

Das ist ja an und für sich nicht ungewöhnlich bei der Software Entwicklung.

Das Problem von MS ist halt, dass statt den Entwicklern zuerst die Marketingabteilung aktiv wird.

pico bello
31.08.2010 11:39
Etwas für Feinspitze

Die Lücke bewirkt, dass es egal ist, mit welchen Rechten der Benutzer gerade surft? Stimmt das?

Borg101 (Flip Mode)
31.08.2010 01:34
DIE Lösung:

für Win. 95, 98, Me, NT4, 2000, XP, Vista und 7:
Alle DLL Dateien in C:\Windows\system32 löschen.

bei Win. 7, 64 Bit-Sys. zusätzlich:
Alle DLL Dateien in C:\Windows\SysWOW64 löschen.

Nun kann Nichts mehr passieren.

MfG

Chief Cohiba
 
31.08.2010 09:34
Schreiben Sie...

...doch sowas nicht! Irgendwer macht das sicher...

;-)))

motd
31.08.2010 12:49
Naja wieder ein unsicherer Benutzer lahmgelegt.

Chief Cohiba
 
31.08.2010 15:38

naughty, naughty...

d3m3t3r
 
31.08.2010 08:09

haha :-)

AngelusNoctis
31.08.2010 06:10
Experte?

Und was soll das genau bringen Herr Experte wenn die "Lücke" (wobei das eher ein Designfehler wäre) darin besteht das Windows DLL's aus ARBEITSVERZEICHNIS lädt?

Also kompletter unsinn

motd
31.08.2010 08:47
Hirn und humorbefreit.

Sie quälen sich den ganzen Tag und niemand versteht sie...

Zweifel
31.08.2010 07:13

da ich schon länger nichts mehr mit windows zu tun hatte bin ich mir nicht sicher, aber ich glaube wenn du die dll dateien löscht, fährt windows nicht mehr hoch.
also keine angriff durch aussen mehr möglich.

Deep Sky
31.08.2010 09:14

Heats auf. Des woa a Witz.

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