"Wir haben es mit einem Saustall zu tun"

Regina Bruckner
30. August 2010, 15:04

Von Bauernidylle bleibt wenig übrig, wenn Hans Weiss in seinem Schwarzbuch die Landwirtschaft als Steueroase und Saustall abstempelt

Wien - Wenn Hans Weiss ein Schwarzbuch schreibt, kommen die Protagonisten der von ihm aufs Korn genommenen Branchen meistens schlecht weg. Das ist beim jüngsten "Schwarzbuch Landwirtschaft" nicht anders als bei "Bittere Pillen" oder "Korrupte Medizin". "Der Bauer als Millionär" heißt dementsprechend der Titel in der aktuellen Wochenzeitschrift "Die Zeit", unter dem Weiss dort einen Auszug aus seinem Buch veröffentlicht. Wer in Österreich über Landwirtschaft spricht, kann an Raiffeisen nicht vorbei. Den Giebelkreuzern ist dieser Artikel (und ein Kapitel im Buch) auch gewidmet. Weiss listet die Unternehmungen des Konzerns auf, die sich im unüberschaubaren Raiffeisenreich von der Bank über die Immobilienwirtschaft bis hin zum Lebensmittelproduzenten erstreckt. Auf der einen Seite nimmt die Zahl der Bauern von Jahr zu Jahr ab, auf der anderen Seite wird Raiffeisen größer und größer, hat sich von einem bäuerlichen Selbsthilfeverein in einen multinationalen Konzern verwandelt", schreibt der Autor. Was ihn dabei empört: Der Steuersatz des Konzerns - so rechnet er vor - liege bei einem Prozent. Bei einem Gewinn von 1,9 Milliarden Euro hätten die Giebelkreuzer gerade einmal 19 Millionen Euro abgeführt. "Gewinne hui, Steuern pfui", interpretiert Weiss die Geschäftspolitik.

"Eine einzige Steueroase"

Ohnedies sei die Landwirtschaft eine einzige Steueroase, empört sich der Autor anlässlich der Buchpräsentation: "98 Prozent der Bauern zahlen keine Steuern." 160.000 Landwirte zählt er in Österreich: "Davon zahlen gerade einmal 3.000 bis 4.000 Einkommensteuer." Geschuldet den hierzulande ohnedies heiß diskutierten Einheitswerten fallen im Jahr nach seiner Berechnung durchschnittlich 200 Euro an Grundsteuern an. Dazu kämen rund 4.000 Euro an Sozialabgaben. Herzlich wenig, dafür, dass sich so manch Großgrundbesitzer unter den in Österreich auch reich geförderten Agrariern befinde, so Weiss. Und kommt mit deftigen Ausdrücken bereits zum nächsten Stein des Anstoßes: "Es ist ein Saustall, mit dem wir es zu tun haben." Die Förderpolitik hierzulande hält der Journalist gelinde gesagt für ziemlich daneben: "Milliarden werden an die Falschen ausgeschüttet." Auch das Wort Korruption fällt in diesem Zusammenhang. Und von der heftig diskutierten Transparenzdatenbank hält Weiß nebenbei herzlich wenig, würden doch die Förderungen von Bund und Ländern nicht aufgelistet: "Da sind zum Beispiel in Vorarlberg nur 62 Prozent aller Subventionen ausgewiesen. Das ist eine Verschleierungsdatenbank."

Der Besitzer des goldenen Traktors

An den Pranger gestellt werden einmal mehr bekannte Namen - so sie nicht hinter Privatstiftungen verschwinden. Die Liste erstreckt sich von Julius Meinl, der eine Bergbauernförderung von 34.000 Euro beziehe, über Wolfgang Porsche, der sich mit 55.000 Euro unterstützen lasse bis hin zur Privatstiftung Flick oder Magna-Chef Siegfried Wolf. "Wie viel Agrarsubvention erhält der Besitzer des goldlackierten Steyr-Traktors (DVT 6160)", fragt er provokant? 40.991,24 Euro bekam Siegfried Wolf für seinen Achtzig-Hektar-Hof im niederösterreichischen Weikersdorf. Auch er unter dem Titel "Bergbauernförderung". Genüsslich trägt Weiss dann die Begründung für die gewährten Unterstützungen vor: "Um ein stabiles Einkommen zu gewährleisten". Man verstehe ihn nicht falsch, nicht die industrielle Landwirtschaft an sich und grundsätzlich sei ihm ein Dorn im Auge: "Aber die Großen werden gefördert, den Kleinen schnürt man die Luft zum Leben ab", so Weiss im Gespräch mit derStandard.at. Seiner Ansicht nach handelt es sich nicht um schwarze Schafe, denen er im Buch eine besondere Rolle zukommen lässt, sondern um ein faules System. Funktionäre kassieren alleine 100 Millionen Euro pro Jahr, schießt er nach. 216 der 277 Landeskammerräte der Landwirtschaftskammern bringen es laut Weiss im Jahr 2008 auf 5,74 Millionen Euro an Agrarförderungen. Insgesamt würden in der Landwirtschaft aktive Politiker und Agrarfunktionäre auf schätzungsweise rund 100 Mio. Euro an Subventionen kommen.

Keine glückliche Schecki

Dass die Landwirtschaft wenig mit der "glücklichen Schecki" auf der grünen Alm zu tun hat, weiß der kritische Konsument vermutlich ohnedies. Das eine oder andere Detail, das der geborene Tiroler ins Buch hievt, könnte dennoch für leichtes Gruseln sorgen. Warum tragen Kühe keine Hörner mehr? Weil man so genannte Laufställe fördere, hat Weiss im Zuge seiner Recherchen herausgefunden. Und warum fördere man Laufställe? Weil die Rindviecher heute rund zweihundert Kilogramm mehr auf die Waage bringen. Manch niederösterreichische Lehmbodenwiese hielte dem stattlichen Gewicht von 700 Kilo nicht stand. Deswegen blieben die Tierchen vorsorglich im Stall. Und da es in beengten Verhältnissen nicht gesund sei, sich die Hörner abzustoßen, würden Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die da laut Weiss wären: Den Kälbern werden gleich einmal im zarten Alter die Hornansätze mittels Brennstab versengt. Ohne Betäubung, so wie man den Schweinderln ebenfalls das Schwänzchen ohne Anästhesie abzwicke.

Bio als Schmäh

Auch Bio sei vielfach Schmäh, macht Weiss auch vor Österreichs heiligen und hochgelobten Kühen nicht halt. "In Biobetrieben sollten Kühe auf der Wiese sein. In der Praxis ist das aber bei weitem nicht immer so. Wegen der vielen Ausnahmen in Österreich." Weitere Thesen: Die Zuckerförderung - eine Unterstützung für Großkonzerne wie KraftFoods; das Bauernsterben - ein Ergebnis der Förderpolitik zugunsten der Großen; die heimische Gentechnik-Freiheit - dank kräftigem Kraftfutterimport nicht viel mehr als ein Schmäh; die Tierzucht - die Produktion von Superbullen und -Kühen mittels Embryo-Transplantation; und die Tiroler Agrargemeinschaften - riesige Landverschiebungen im Milliardenwert. Weiss fordert im "Schwarzbuch" keine Subventionen an Privatstiftungen und an Personen zu vergeben, die mehr als 57.000 Euro im Jahr verdienen. Weiters sollen Subventionen auf maximal 25.000 Euro pro Betrieb und Bauer begrenzt werden.

Der Bauernbund hat in einer Aussendung mit dem Titel "Übliche Hetze gegen Bauern" schon einmal klar gemacht, was er von Weiss' Schwarzbuch hält: "Wenn ein so genanntes Sachbuch mit dermaßen unsachlichen und tendenziösen Darstellungen daherkommt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Parteipropaganda handelt. Es ist die übliche Hetze, die schon seit mehreren Monaten gegen die österreichischen Landwirte gefahren wird", kontert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. (Regina Bruckner, derStandard.at, 30.08.2010)

Wissen: Für seine Recherchen hat Hans Weiss Quellen verwendet, die öffentlich zugänglich sind, darunter die Transparenzdatenbank und den Grünen Bericht, in dem das Landwirtschaftsministerium alljährlich die Zahlen zur heimischen Landwirtschaft veröffentlich.

Schwarzbuch Landwirtschaft: Die Machenschaften der Agrarpolitik, Hans Weiss, Deuticke, ISBN-10: 3552061452, ISBN-13: 978-3552061453

 

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erschreckend

es ist wirklich erschreckend welche hetze hier läuft. es scheint als wissen alle wie es wirklich läuft. dem ist nicht so. bei weitem nicht. den mund weit aufmachen das ist einfach.

ich lade alle ein bei mir ein ganzes jahr mit zu arbeiten und ihr werdet sehen, viele werden nicht überbleiben. es gibt keine geregelten arbeitszeiten, keine gewerkschaft, wenig bis gar keine freizeit & viele sorgen. das ist mit ein grund wieso wir auf ausländ. arbeitskräfte angewiesen sind. VIELE (betonung auf viele, nicht alle) die die zeit hätten sitzen beim ams. österreich könnte sich locker selbst versorgen.

traurig is es das ganze hier alles zu lesen. am besten ihr geht jetzt schnell zum hofer lebensmittel kaufen, denn da ist es schön billig.
danke.

@Gewerkschaft: Interessant, dass nun Selbstständige auch eine Gewerkschaft möchten ;-)

und die vielen ausländischen erntehelfer

werden miesest bezahlt. beim lesen dieses postings sind mir echt die tränen gekommen - aber vor zorn über das gejammere!

Ich versteh Sie nicht.

Da ist jemand, der sich gegen die Stopfung der eh schon Superreichen und für die Förderung derer einsetzt, die es nötig haben, und Sie behaupten, das "wäre alles nicht so".

Der Autor fordert, dass keine Subventionen mehr an die vergeben werden, die mehr als 57.000€ pro Jahre verdienen. Sind Sie so einer? Da dann tuts mir leid - wenn Sie ein bissal länger arbeiten.

Ihren Aussagen nach zu schließen, sind Sie aber NICHT so einer. Dann sollten Sie doch eigentlich froh sein, dass sich jemand dafür einsetzt, dass die 50.000 vom Hrn. Porsche stattdessen bei Ihnen landen.

Das mit den Laufställen und den Hörnern ist wahrscheinlich übertrieben. Aber letztlich kommts darauf nicht an - es geht hier um soziale Ungerechtigkeit im großen Stil.

negativ

Hallo! Nein bin keiner von denen, Kleinbetrieb, Im Fördersystem gibt es weitere Ungerechtigkeiten wie zB das Fehlen von Unterstützung für junge Bauern die etwas machen wollen, investieren wollen. Muss dieser Flächen pachten um neue Flächen bewirtschaften zu können. Bekannterweise hören immer mehr Bauern mit der bewirtschaftung ihrer Flächen auf, bleibt die Förderung an denen hängen die verpachten und nicht an denen die pachten und arbeiten wollen. Das hat jetzt nichts mit der Bewirtschaftunsform zu tun. Hier geht es genauso in die falsche Richtung. LEISTUNGSBEZOGENHEIT ist das Stichwort. Mit einer Obergrenze and Fläche oder Bezugshöhe wie sie meinen...

Unwissenheit

Meiner Ansicht nach haben die Personen, die hier ihre Postings abgeben nicht sehr viel Ahnung von einer Landwirtschaft bzw. wie es auf einer Landwirtschaft zugeht! Sie sollten sich vielleicht zuerst persönlich informieren, bevor sich alle das Maul darüber zerreißen, was die Bauern in unserem Land doch für Schmarotzer sind. Wie schon Sokrates gesagt hat " Ich weiß, dass ich nichts weiß"! Nehmen Sie sich das mal alle zu Herzen!

sind das sind unsere österreichischen intellektuellen asse,

die hier posten. dann wirds zeit für schulreformen, unireformen und einem studiengeld, das sich gewaschen hat. außerdem plädiere ich zusätzlich zu wehrdienst und zivildienst zu einem verpflichtendem landdienst, allerdings bei kleinen bauern. dann würden hier alle einmal ihren dummen schnabel halten.
und was ich noch nicht verstehe: da bekommt einer rote stricherl, weil er die wahrheit sagt. das ist aber in österreich verpönt.

Es ist schon seltsam dass die ÖVP -die absolute Kapitalistenpartei die überall die Privatisierung fordert- LandwirtschaftsBETRIEBE von dieser Regelung ausnimmt und denen das Geld regelrecht nachwirft. Ein Bauernhof ist ein Wirtschaftsunternehmen und sollte auch so behadelt werden.

Ich frage mich, wenn Landwirt so eine "geile Hockn" ist, warum dann nicht jeder hier einen Betrieb zulegt, sich dann fördern lässt und sich auf die Faule haut legt. Ich mein, obwohl Landwirt so "chillig" ist, haben 2009 täglich 2 Betriebe zugemacht (Quelle finde ich nicht mehr), also Kaufgelegenheiten gab es genug.

Weil das mit dem "Zulegen" eines Bauernhofes nicht so einfach ist. Wer bitteschön kauft sich einen Bauernhof? Das ist ja fast unleistbar.

Tatsache ist: diejenigen, die heute die überzogenen EU-Förderungen kasserien, haben sowieso den Bauernhof geerbt bzw. hineingeheiratet.
Da war schon die Infrastruktur zu sehr großen Teilen vorhanden und ausreichend. Mit dem EU-Geld wird jetzt nur noch Luxus dazugebaut bz. dazugekauft.

@ woifee 0.0 - Das Landwirt sein, so „chillig“ sein soll, haben Sie sich jetzt aber ausgedacht. Davon ist nicht die Rede.

Sondern von fetten Landwirtschaftskammern, frechem Grundstücksraub, schamlosem Bio-Betrug, seelenlosen Agrarfabriken und gierigen Konzernen ist die Rede. Sie werden immer reicher, während manche bäuerliche Betriebe laut Text ökonomisch verhungern. Lesen Sie ihn noch einmal Wort für Wort. Systematisches Herangehen hilft: Zunächst sollten Sie den gesamten Text überfliegen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Stellen Sie sich Fragen zu dem Text: Was weiß ich schon? Kenne ich alle Wörter? Nun lesen Sie den Text noch einmal, diesmal ganz genau und Absatz für Absatz. Dabei können Sie unbekannte Wörter mit einem Textmarker markieren und nachschlagen. Zum Schluss erzählen Sie den Text mit eigenen Worten nach.

Es geht nicht um die "geile Hockn". Es geht um die realistische Bewertung von Vermögen. Was nicht automatisch heißt, dass damit die Abgaben für die Landwirte steigen. Aber die Abgaben für Spekulanten würden steigen. Aber das will ja keiner. Die armen Spekulanten. Jetzt müssen sie sogar schon mit Nahrungsmitteln spekulieren, um ihre mickrigen 50% an Rendite zusammenkratzen zu können...

geiler job nicht, nicht für echte landwirte

wie man aber als herr wolf und co so dreist sein kann und trotz millioneneinkommens überhaupt auf die idee kommt, um förderungen anzusuchen, ist
äußerst erstaunlich.

die gier des geldadels ist offensichtlich unersättlich; das soziale gewissen gleich null. jedes erdenkliche schlupfloch wird zur geldmaximierung ausgenutzt. ich käme mir schäbig vor!

wenn ein system solche auswüchse zulässt, gehört es grundlegend reformiert.

gut erkannt!

es ist harte Arbeit Bauer zu sein. Die Förderungen sind oftmals schon ausgegeben (für Maschinen usw) bevor sie am Konto sind. Der Normalbetrieb (25Ha oder so) kann in Mitteleuropa kaum was verdienen, weil die Industrialisierung Einzug in die Landwirtschaft gehalten hat. Umso absurder ist es eigentlich, Großbetrieben aus diesem Topf Geld in den Rachen zu schmeißen. Es bräuchte eine transparente Diskussion, die von den Gewinnern des bestehenden Systems vernebelt wird...

interessanter ansatz

woran eine fruchtende Diskussion auch scheitert:

manche bauernbasher wollen sämtliche förderungen streichen und schweißen mit derartigen Äusserungen leider die kleinen LW mit den großen zusammen...

läuft vieles verkehrt in der diskussion.

ich hab selten ein Thema erlebt, wo die postings nur so von halbwissen, vorurteilen und pauschalierungen strotzen.
Da glaubt jeder weil er schon mal im vorbeifahren einen bauernhof gesehen hat, er/sie ist ein experte in sachen landwirtschaft.
dieses thema läßt sich offensichtlich nicht sachlich diskutieren.

Und ich habe noch keinen Bauern erlebt, der mit seinem Einkommen zufrieden war. Die Aussagen sind voll mit "die EU ist schuld", "der Konsument soll mehr zahlen" und "wovon sollen wir dann leben".

Aber wieso wird eigentlich ständig gejammert? Zuerst zahlt der Konsument, als unselbstständig Erwerbstätiger, per Einkommensteuer ordentlich in den Steuertopf ein, aus dem die Subventionen kommen. Und dann soll er auch noch überhöhte Preise für die Produkte zahlen? Wieso eigentlich?

Daher: Weg mit den Subventionen. Sofort. Der Markt soll es regeln. Es gibt heute schon Bauern, die auf ÖPUL & Co verzichten - weil sie auf den freien Markt vertrauen. Und nicht auf das verlogene Geschwätz von politisch eingefärbten Funktionären.

von überhöhten preisen ist keine rede

um 1900 zahlte man im schnitt über 90% seines einkommens für nahrung. betrug noch um 1930-1940 der anteil der ausgaben für nahrung über 60% (beginnende industrialisierung der ldw) am einkommen sind es heute gerade mal 10% (voll- industrialisierung). in erster linie durch einsatz von dünger, pflanzenschutz, antibiotia usw. - die lebensmittel, die billig sind, werden auch adäquat produziert.

Quelle: schautafeln ameingang der landesausstellung oö schlierbach 2009

essen war nie billiger. darum hat es auch seinen stellenwert eingebüßt.

wenn wir den freien markt die landwirtschaft(spreise) regeln lassen, dann leben wir morgen in einer gentech-landwirtschaft. es gäbe dann vl noch 5 vers. betriebe die die tiere in riesigen hallen mästen... die anderen 180000 bauern in österreich verstärken dann eben das heer der arbeitslosen... (oder noch besser, sie arbeiten dann bei diesen riesenkonzernen zu hungerlöhnen während draußen die Landschaft immer mehr verwuchert)

eine LW ohne Förderung würde sehr wahrscheinlich auf ein paar wenige Gunstlagen (gering in Österreich) reduziert sein. Dort gebs dann ein paar riesige Agrarfabriken.

na, die anrufe und anrufer bei deuticke halten die hoffentlich fest und geben es als bücherl heraus

einen zweitern verkaufsschlager wird deuticke notwendig haben, wenn sich mal die raiffeisenbanken beginnen zu bewegen

Ohne Meinl und Co. verteidigen zu wollen:

Die Bergbauernförderung ist mit ÖPUL verwandt, dh.: "Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft, abgekürzt ÖPUL." Und wer auch immer die Bergbauernförderung erhält und somit Flächen umweltgerecht bewirtschaftet fördert die Biodiversität, hält die Kulturlandschaft offen, fördert die Attraktivität der Alpen, etc, etc. Und das mit so hohen Kosten, die mit den Einnahmen davon nicht finanzierbar wäre.

Das soll gefälligst der Tourismus finanzieren. Der profiziert ja auch davon. Oder was habe ich von einer Alm in Tirol? Nichts. Wenn die Touristen das sehen wollen, dann sollen sie zahlen. Und wenn nicht, dann wachsen die Almen halt zu. Vor 500 Jahren war das ja auch so.

interessanter Einwurf - dennoch kommt das gros der förderungen aus dem topf von Brüssel. Wenn wir darauf verzichten, erhöht sich unser netto-zahlanteil.

Ah, ich sehe schon. VP-Gehirnwäsche wirkt. "Es kommt aus Brüssel, da können wir wenig tun. Geben wir es wenigstens den Bauern". Genau. Alles was "aus Brüssel" kommt ist sakrosankt - weil von teuren EU Bürokraten ersonnen und ersponnen.

Oder doch nicht? Sind es nicht doch die Nationalstaaten und deren gewählte Politiker die dort das Sagen haben? Unsere Politiker wollen uns weißmachen, dass das nicht so ist. Die Wahrheit ist: Sie lügen.

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