Grünen fehlt Durchsetzungkraft bei Einkommenstransparenz

30. August 2010, 14:53
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Nachschärfung bei neuem Gleichbehandlungsgesetz und Strafen für Unternehmen gefordert

Wien - Die Grünen vermissen beim neuen Gleichbehandlungsgesetzes die Durchsetzungskraft und fordern  "Nachschärfungen". Damit es wirklich zu einem Durchbruch bei der Einkommenstransparenz kommt, müsse es Sanktionen für Unternehmen geben, die keine Einkommensberichte vorlegen, erklärte Frauensprecherin Judith Schwentner in einer Aussendung.

Die Grünen kritisieren, dass säumigen Betrieben keine Strafen drohen. "Stattdessen sollen künftig jene Arbeitnehmerinnen bestraft werden, die zu offen über die Lohnpolitik des Betriebs reden. Offensichtlich soll damit verhindert werden, dass Arbeitnehmerinnen sich betriebsintern über ihr Gehalt austauschen", meinte Schwentner. Sie plädiert weiters für eine personelle Aufstockung bei der Gleichbehandlungskommission und den Gerichten, um Verfahren wegen Diskriminierung zu beschleunigen. (APA)

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