Weniger Agrarexpoert

Fleischkonsum steigt in Österreich

30. August 2010, 12:30

Das Agraraußenhandelsvolumen Österreichs ist 2009 zurückgegangen - Eier und Butter müssen importiert werden

Wien - Das Agraraußenhandelsvolumen Österreichs ist zurückgegangen: Im Jahr 2009 betrug es 15,3 Mrd. Euro, 2008 waren es noch 16,5 Mrd. Dabei sanken die Exporte auf 7,2 (8,0) Mrd. Euro, die Importe auf 8,1 (8,5) Mrd. Euro. Der Anteil am gesamten Außenhandel liegt bei 8,0 Prozent (191,3 Mrd. Euro). Wichtigste Handelspartner waren die EU-Mitgliedstaaten mit einem Anteil von 79 Prozent bei den Exporten und 84 Prozent bei den Importen, teilte die Statistik Austria heute in einer Aussendung mit.

Der heimische Bedarf an Trinkmilch (inklusive Joghurt) wird zu 153 Prozent aus der Produktion im Inland gedeckt, auch bei Rind- und Kalbfleisch (142 Prozent), Schweinefleisch (106 Prozent) und Käse (105 Prozent) ist Österreich Selbstversorger. Importe sind zur Bedarfsdeckung bei Eiern (74 Prozent), Butter, Lamm- und Geflügelfleisch (jeweils 72 Prozent) notwendig, die Einfuhr dieser Produkte erfolgt überwiegend aus EU-Staaten.

Fleischkonsum nimmt zu

Laut Statistik Austria wurden 2009 von den österreichischen Bauern 908.700 Tonnen Fleisch, 3,26 Mio. Tonnen Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch, 1,51 Mrd. Stück Eier und 3.000 Tonnen Fisch für den in- und ausländischen Markt hergestellt. Unter Berücksichtigung des Außenhandels mit Lebensmitteln standen den Österreichern für die Ernährung rund 836.200 Tonnen Fleisch, 765.900 Tonnen Trinkmilch, 159.800 Tonnen Käse, 43.300 Tonnen Butter, 1,94 Mrd. Stück Eier und 62.700 Tonnen Fisch zur Verfügung.

Die Österreicher konsumierten 2009 pro Kopf rund 100 Kilo Fleisch, im Vorjahr waren es noch 98,4 Kilo gewesen. Davon waren 56,8 Kilo Schweinefleisch, 18,3 Kilo Rind- und Kalbfleisch und 20,1 Kilo Geflügelfleisch. Der Konsum von Fisch verringerte sich auf 7,5 (7,8) Kilo pro Kopf, jener von Eiern auf 232 (239) Stück pro Kopf. Während mit 5,2 (4,9) Kilo pro Kopf mehr Butter gegessen wurde, fiel der Konsum von Käse auf 19,1 (19,4) Kilo, der Milchkonsum sank von 92,2 auf 91,6 Kilo. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
Salz Burger
00
Hoher Fleischkonsum

ist ein Zeichen für hohen Wohlstand. Den möchten viele erreichen. Wir haben ihn schon.

langsam
00
7.11.2011, 19:03

Propaganda!

Gobi Todic
23
30.8.2010, 17:50
weiterbildung auf youtube

http://www.youtube.com/watch?v=93L7GfScjCk

Schauns Ihnen das an!

Salz Burger
20
das ist keine Weiterbildung

sondern einseitige Propaganda, noch dazu in schlechter Qualität.

langsam
00
7.11.2011, 19:02

Propaganda für ???

amelie luna
32
30.8.2010, 17:27
Maßlos übertriebener und ungesunder Lebensstil

Wenn die Menschen sich endlich über die Folgen ihres maßlos übertriebenen Fleischkonsumes informieren würden, wüssten sie, was sie ihrem Körper damit antun. Fleisch sollte maximal (!) 1xpro Woche konsumiert werden und dabei soll auf qualitativ hochwertiges GENFREIes Fleisch geachtet werden. Es gibt keinen vernünftigen Grund öfter Fleisch zu konsumieren, dafür gibt es viele Gründe öfter die Finger davon zu lassen. Die in Fleisch vorkommenden BVitamine sind lange Zeit speicherbar und deren Reserven müssen nicht ständig nachgefüllt werden, wie es zum Beispiel bei anderen Vitaminen der Fall ist. Die im Fleisch enthaltenen tierischen Fettsäuren sind für Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit und Todesursache Nr.1 Herzinfarkt verantwortlich.

Salz Burger
20

Ich esse mehrmals täglich Fleisch. Eigentlich fast mit jeder Mahlzeit.
Fleisch ist die menschliche Urnahrung, jene Nahrung, die unsere Vorfahren als Jäger und Sammler sehr lange Zeit gegessen haben. Deshalb sind wir so gut angepasst und vertragen Fleisch sehr gut.

styliann
00
31.8.2010, 13:08

es gibt kein genfreies fleisch ... und einmal die woche wäre mir eindeutig zu wenig ... jeden 2ten tag oder so fleisch wär eher interessant

already
47
30.8.2010, 17:17
Der Fleischkonsum steigt weil...

die "Grünen Vegetarier" auf den Geschmack gekommen sind!

kleinermax
 
32
30.8.2010, 16:57
Puh, da krieg ich appetit...

...nachher gleich zum Mäci fahren ;) *mjam*

ca ramba
00
30.8.2010, 17:00

Genau, und ordentlich die Buttn vollhauen dort!

langsam
00
7.11.2011, 19:08

Und dann wird er recht dick!

*esofan*
56
30.8.2010, 16:50

dieser zwang, tote tiere zu essen, ist unerklärlich.

Salz Burger
20
kann man schon erklären.

Unsere Vorfahren haben lange Zeit als Jäger und Sammler gelebt. Wir sind an Fleisch als Nahrung optimal angepasst.
Es ist aber kein Zwang, ich esse freiwillig viel Fleisch.

langsam
00
7.11.2011, 19:06

Darum haben sich die Vorfahren wahrscheinlich auch die Schädel so gerne eingeschlagen.

Salz Burger
00
7.11.2011, 20:51

Um das Fleisch? Kann sein. Wegen Gemüse wohl weniger.

styliann
00
31.8.2010, 13:09

besser tote tiere essen als lebendige ...

ca ramba
04
30.8.2010, 17:02

Wenn die Leute die Tiere selbst umbringen und ausweiden müssten, sähe es eh anders aus. Aber das Fleisch steril im Zellophan - da greifen die Massen halt zu. Und es schmeckt ja so gut - welcher Wohlstandsbürger will denn das verzichten?

aereo
00
30.8.2010, 15:54

Andere Zeitung
'Im Schnitt verzehrte jeder Österreicher 2009 gesamt 66,5 Kilogramm Fleisch, wobei Schweinefleisch mit 40 Kilogramm mit Abstand die größte Gruppe ist.'

Hab nicht nachgerechnet welche Zeitung jetzt recht haben kann. Aber 100kg oder 66 sind doch ein Unterschied

Griesgram .
00
30.8.2010, 22:47

die differenz könnte tatsächlich davon herrühren, dass täglich irre mengen an lebensmitteln weggeworfen werden. ein drittel ist glaub ich durchaus realistisch. ist aber nur eine vermutung, da die öriginaldaten leider nicht zugänglich sind.

FloW ERlebnis
16
30.8.2010, 15:20
Echt jetzt, ~2 kg/Woche? Zugegeben, ich esse auch (noch) gerne Fleisch/Wurst-Produkte, aber auf diese Menge komme ich nie und nimmer.

Und da sind dann auch alle lebenden Einwohner in dieser Rechnung inkludiert, vom Säugling bis zum pflegebedürftigen Greis?

Gibt's ja nicht! Und da macht die Fleischindustrie auch noch Werbung...

Eisherz
02
30.8.2010, 16:40

Ich nehm mal an, Sie können auch das ganze Fleisch von den 100kg abziehen, das in Gastronomie, Handel und Haushalt täglich weggeschmissen wird.

Griesgram .
11
30.8.2010, 15:19
leider sind die originaldaten nicht frei zugänglich...

die publikation kostet 36€, mmn eine frechheit.

trotzdem hab ich woanders gefunden, was ich gesucht habe - allerdings nur für die periode jan-mai 2010 und die daten sind sehr stark generalisiert. aber für mein gedankenexperiment reichts:
der wert der importe von futtermitteln aus südamerika (genauer - mercosur) betrug 16,5 mio euro. dazu kommt import von fleisch im wert von 8,3 mio.
im vergleich dazu lag der importwert von kaffee und gewürzen aus der region bei mickrigen 9,5 mio, von gemüse und früchten bei 15,5 mio und zur herstellung des selben "werts" an futtermitteln brauchts viel mehr fläche als für einen vergleichbaren "wert" an südfrüchten oder kaffee
=> wer (österr.) fleisch isst, isst regenwaldfläche - und davon nicht wenig

Griesgram .
00
30.8.2010, 15:31
noch absurder ist...

... dass österreich in die selbe region auch futtermittel exportiert (wert 0,8 mio €). obwohl die herstellung bei uns sicher teurer ist und lokal große mengen hergestellt werden. marktwirtschaft at its best...

noexist
 
00
30.8.2010, 15:58

... ausserdem zahlt die EU den Bauern bekanntlicherweise Stillegungsprämien für Felder auf denen natürlich Futtermittel angebaut werden könnten.

Noch gar nicht erwähnt haben sie die Verschwendung von Erdöl und die Umweltverschmutzung, die durch die Futtermitteltransporte aus dem fernen Amerika verursacht werden.

Aber das ist im Rahmen unseres Wirtschaftssystems logisch und richtig und falls diese Logik mit der Wirklichkeit kollidiert ist der Staat sofort zur Stelle und pickt ein Milliarden Euro teures Pflaster drauf.

Unsere

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.