Quanten-Kryptografie geknackt ohne Spuren zu hinterlassen

30. August 2010 12:21
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    Hacker können Quanten-Verschlüsselung mit Laser umgehen

Forschern ist es gelungen, zwei kommerzielle Systeme für Quanten-Verschlüsslung unbemerkt zu umgehen

Sicherheitsexperten von der norwegischen Universität in Trondheim soll es erstmals gelungen sein, zwei kommerzielle Systeme mit Quanten-Kryptografie zu knacken, ohne die Alarmglocken losschrillen zu lassen. Das berichtet Nature.

Quantenzustände

Bislang galt es als unmöglich, derartig verschlüsselte Kommunikation auszuspionieren, ohne das System dabei merklich zu stören. Bei dem System werden zwei verschiedene Quantenzustände von Photonen genutzt, um die Werte 0 und 1 zuzuweisen. Der Sender erzeugt beispielsweise verschränkte Photonenpaare, von dem eines etwa über Glasfaserkabel an den Empfänger geschickt wird. Wird ein Photon gemessen, wird der Zustand auch an das andere übertragen. Die Messungen bei Sender und Empfänger sind identisch. Ein Angreifer kann die Photonen nicht zwischen Sender und Empfänger "abhorchen", ohne ihren Zustand zu ändern. Sender und Empfänger bemerken, dass ein Angriff stattgefunden hat, da ihre Teile des Schlüssels nicht übereinstimmen.

Laser blendet Detektor

Die norwegischen Forscher haben nun jedoch eine Methode gefunden, wie der Schlüssel ausgelesen werden kann, ohne das System zu stören. Mit einem Laser wird der Detektor des Empfängers "geblendet" und für die Messung der Quantenzustände ausgeschaltet. Der Detektor kann danach nur mehr klassische Signale entschlüsseln, die der Angreifer mithilfe des ausgelesenen Schlüssels entsprechend weiterleitet. Der Empfänger bemerkt bei der Methode nicht, dass der Detektor sabotiert wurde und die Quantenzustände nicht mehr messen kann. Der Angriff soll bei den zwei kommerziellen Systemen von ID Quantique und und MigiQ nachgewiesen worden sein. (red)

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Posting 1 bis 25 von 81
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HTK
31.08.2010 11:19
Quanten Key Distribution (QKD) ist Scharlatanerie

Das liegt allerdings nicht daran, dass die Quantentheorie nicht stimmt.

Das Problem der QKD liegt ausserhalb der Quantentheorie. Damit Alice und Bob einen Schlüssel "erzeugen" können, müssen Sie klassisch kommunizieren.

Diese Kommunikation kann zwar öffentlich sein, muss aber authentisch sein. Sonst gibt es die Möglichkeit einer "Man in the Middle" Attacke. Und genau da ist das Problem: Bevor QKD startet muss ein Initial Shared Secret vorhanden sein.

In der Regel ist man daher mit großen Festplatten voller Schlüssel und Verteilung per Sicherheitskurier besser bedient (ohne Sicherheitseinbußen), denn das Initial Shared Secret wird genauso verteilt.
Man spart sich dabei aber die teure QKD Punkt zu Punkt Verbindung und Hardware.

Nitram1988
31.08.2010 21:15
Die Daten des klassischen Kanals sind aber irrelevant, denn sie sind verschlüsselt.

Wenn man einfach überprüft ob die Verschränkung noch aufrecht ist, ist da System wieder sicher.
Das ist nur ein kleines Problem in der Realisierung und kein prinzipielles.

HTK
31.08.2010 23:24
Womit verschlüsselt man den klassischen Kanal..

.. nach dem ersten einschalten ?

Ich bestreite nicht, dass QKD eine kleinen Schlüssel vergrößern kann, der einem potentiellen Abhörer unzugäglich bleibt.

Quantum Key Distribution (eigendlich Quantum Key Growing) braucht dazu allerdings schon einen "verteilten" Schlüssel. Und genau damit wird es sinnlos. Denn wenn ich QKD nur betreiben kann wenn schon ein Schlüssel verteilt wurde, kann ich mir QKD gleich sparen.

BTW: dieses Initial Secret wird übrigens verbraucht wenn ein Abhörer das System stört oder das System dejustiert ist. Es wird also für QKD System regelmäßig ein "klassischer" Schlüsselaustausch per Sicherheitstransport fällig.

Fazit: vernachlässigt man in der Analyse den klassischen Kanal ist alles in Butter

phobetor
31.08.2010 18:40

das problem ist hier aber kein kryptograpisches.
so wie ich das verstehe ist das system kryptographisch wasserdicht, der angriff erfolgt auf die hardware des detektors.

HTK
31.08.2010 14:36
Ach ja,

ich hatte vergessen zu schreiben warum das Scharlatanerie ist:

Die sog. Sicherheitsanalysen der Wissenschaftler beziehen sich immer nur auf den "Quanten"- Teil des Systems. Der klassische Kanal wird ausgeblendet.

Diese Blendungs-Attacke war lange bekannt und wurde auch in die Sicherheitsanalysen mit einbezogen. Der Detektor ist sozusagen "Teil des QM Messaufbaus".

Der klassische Kommunikationskanal wird jedoch ignoriert, denn wenn man Ihn berücksischtigt fällt das Kartenhaus zusammen. Da es allerdings um die eigenen Forschungsgelder geht, wird das kein QKD-Experte tun.

smokem peacepipe
31.08.2010 15:23
Lass dich nicht ausblenden...

...sprich lieber mit Bob.

Quintus Beckloeffel
31.08.2010 12:52

Das stimmt, Tim.

Ted Schmidt
31.08.2010 11:16
what a man create a man can break :)

Spaceman Spiff
31.08.2010 10:22

Die Quantenkryptographie funktioniert ja. Das Problem sind aber immer noch die 'alten' elektronischen Geraete und Leitungen.

Tron 2.0
 
31.08.2010 08:48
Was passiert eigentlich

wenn ich so ein Quantenbit messe, und gleich darauf das gleiche Bit nocheinmal?

Nix da Smoothies! Obst trinkt man gebrannt
31.08.2010 11:32

Nach dem Messen ist es nimmer das gleiche Bit.

acca acca
31.08.2010 09:32

man bekommt das selbe Ergebnis wie bei der ersten Messung.

Sebastian Auinger
31.08.2010 09:07

Das ist der Witz daran: Das funktioniert nicht. Man kann nur 1* messen.

smokem peacepipe
31.08.2010 05:40
Hilberträume

sind doch nur Schäume ;)

deinfeind
01.09.2010 12:25

träume schäume oder räume?

Quintus Beckloeffel
31.08.2010 08:36

Drum bleibt David zu Haus...

Randalf X.
31.08.2010 04:07
Ein Secrityhole, das leicht zu stopfen ist

Man braucht nur dem Detektor sagen, daß bei Überlast automatisch Alarm zu geben ist.

halvar van flake
31.08.2010 01:29
das bild find ich sehr erleuchtend.

*.*
30.08.2010 23:30

mit der absoluten sicherheit ist es wie mit der absoluten wahrheit, beides ist nur theoretisch möglich wenn man alle (unendlich) faktoren berücksichtigt und das ist praktisch unmöglich.

Macht, Medien und meine Meinung!
30.08.2010 22:12
geknackt ohne spuren zu hinterlassen

dann feut sich der panzerknacker auch

aber wenn keine spuren, dann keine beweise - oder ?

doSomething()
31.08.2010 10:38

wenn sie den inhalt des safes in händen halten, aber man am safe nicht erkennen kann, dass eingebrochen worden ist - ist dann trotzdem eingebrochen worden?

fragen über fragen.

jacques05
30.08.2010 20:40
welch trottelsysteme müssen das sein,...

wenn sie, bei "blendung" auf "herkömmliche" übertragung umschalten und vor allem, das dem nutzer nicht mitgeteilt wird?
eigentlich unglaublich.

.oOo. /|||||||\ .oOo.
30.08.2010 20:35

die quanten haben sich nicht knacken lassen, die umgesetzte anwendung schon ..

Thema Zuwanderung ist schon fad St.Rache!
30.08.2010 19:28
Das Problem eines Computers bleibt

dass er nur zwei Zustände kennt Strom nicht Strom oder 0 und 1 und die Qubits auch.
Damit muss man rechnen, dass er auch angreifbar ist auch wenn alles noch so ausgeklügelt ist.
Wir kennen ja an und für sich auch nur Ja und Nein, aber auch vielleicht, was aber wieder ein Ja oder Nein ist und auch vom vorigen Ja Nein abhängt.

vegetarischer.fleischfresser
 
31.08.2010 07:50
.. kennt Strom nicht ..

kennt Strom nicht Strom .. und 1 und die Qubits auch.
ausgeklügelt ist.
Wir kennen ja an und für sich auch nur Ja und Nein, aber auch, vielleicht

--
Quantenzustände ??

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