Österreicher sparen nicht bei Lebensmitteln

30. August 2010, 11:53
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Das Umsatzplus liegt zwar über dem Branchenschnitt, belastend wirkt sich allerdings der starke Rückgang vom Vorjahr aus

Salzburg - Der Spar-Österreich-Konzern hat im ersten Halbjahr 2010 seinen Netto-Umsatz von 2,35 auf 2,44 Milliarden Euro erhöhen können. Dieser Zuwachs von 4,1 Prozent liegt über der Inflation und laut Spar auch über dem Branchenschnitt. Das Periodenergebnis im Jahresvergleich ist nach einem starken Rückgang im Vorjahr (von fast 42 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro) heuer wieder leicht auf 19,7 Mio. Euro gestiegen, wie aus der nun veröffentlichen Halbjahresbilanz hervorgeht.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug heuer in den ersten sechs Monaten 39 Millionen Euro (2008: 36 Mio.), das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 120 Mio. auf nunmehr 127 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des Finanzerfolges beträgt das Ergebnis vor Ertragssteuern heuer 28 Millionen Euro und liegt damit um 7,8 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (26 Mio.).

Betrachtet nach den Segmenten fällt auf, dass das Umsatzplus fast zur Gänze im Lebensmittelbereich erzielt wurde (von 2,17 auf 2,27 Mrd. Euro), im Nichtlebensmittelhandel gab es nur ein Plus von 1,5 Mio. Euro auf 174 Mio. Euro. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen, in immaterielle Vermögenswerte und in Tochterunternehmen sind nach 109 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres heuer auf 66 Mio. Euro reduziert worden.

Vorsichtiger Optimismus

Der Konzernvorstand erwartet trotz der bestehenden Konzentration im Lebensmittel-Einzelhandel und des durch die Finanzkrise gekennzeichneten nicht einfachen wirtschaftlichen Umfeldes "ein weiterhin kontinuierliches, positives Wachstum". Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen speziell in Tschechien und Kroatien würden sich laut Prognosen weiter stabilisieren und zu moderatem Wirtschaftswachstum führen. "Interne Planungsrechnungen unterstellen für das Wirtschaftsjahr 2010 mit 2009 vergleichbare Ertrags-, Vermögens- und Finanzkennzahlen. Diese werden bereits im Rahmen des Halbjahresabschlusses bestätigt und unterstreichen die positive, stabile und kontinuierliche Entwicklung des Spar-Konzerns", heißt es im Bericht. (APA)

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