Neues Grafiksystem soll Chrome flotter machen

30. August 2010, 11:24
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Google gibt Einblick in aktuelle Entwicklungen - Nutzt Direct3D oder OpenGL - Läuft in eigenem Prozess

Immer neue Wege suchen die Browserhersteller um ihre Software weiter zu beschleunigen - immerhin hat sich der Wettbewerb in diesem Bereich in den letzten Monaten erheblich intensiviert. Nachdem bereits Internet Explorer 9 und Firefox 4 die Grafikdarstellung mithilfe der GPU schneller machen, kündigt man nun auch bei Google entsprechende Schritte an.

Speedup

So sollen rechenintensive Grafikaufgaben künftig in einem eigenen "GPU-Process" geführt werden, der dafür geeignete Aufgaben - je nach Plattform - an Direct3D oder OpenGL weiterleitet. Die Trennung vom Hauptprozess von Chrome übernimmt man nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, so kann dieser künftig auch weiterhin nicht direkt auf die Grafik-APIs zugreifen, umgekehrt ist der GPU-Prozess von wesetnlich geringere Komplexität.

Aktiv

Mithilfe der neuen Infrastruktur will man nun nach und nach immer weitere Teile des Renderings beschleunigen, bereits jetzt werden etwa Videos mithilfe der Grafikkarte skaliert. Um wirklich von den Vorteilen der Hardwarebeschleunigung zu profitieren, muss auch jener Prozess, der all die unterschiedlichen Ebenen einer Webseite zusammenführt, an die GPU ausgelagert werden, von Haus ist dies derzeit aber noch nicht der Fall. Allerdings lässt sich das Ganze über die Übergabe des Parameters "--enable-accelerated-compositing" beim Start des Programms gezielt aktivieren.

Weitere Informationen zum "GPU Process" finden sich im zugehörigen Design-Dokument. (apo, derStandard.at, 30.08.10)

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