Künstler wollen Siedlungen boykottieren

29. August 2010 18:11

Schauspieler, Regisseure und Autoren verweigern Gastspiele im Westjordanland - Netanjahu droht mit Streichungen der Subventionen

Wellen in Israels politischen und kulturellen Kreisen schlug am Wochenende ein Brief von prominenten Theaterleuten, der auf einen Boykott der jüdischen Siedlungen im Westjordanland hinausläuft. Die Schauspieler, Regisseure und Autoren wollen nicht an Gastspielen beteiligt sein, die im neuen Kulturzentrum in der Westbank-Siedlung Ariel geplant sind. Premier Benjamin Netanjahu drohte am Sonntag im Ministerrat indirekt mit einer Streichung der Subventionen.

Ariel im nördlichen Westjordanland ist mit rund 17.000 Einwohnern eine der größten Siedlungen. Das neue Kulturzentrum soll ab November regelmäßig Produktionen der führenden israelischen Bühnen zeigen. "Laut internationalem Recht darf ein Besatzerstaat seine Bürger nicht in besetztem Gebiet ansiedeln", sagte der Dramatiker Joshua Sobol, einer der Unterzeichner, im Radio, "daher kann man eine israelische Kulturinstitution auch nicht verpflichten, dort zu agieren." Nach unterschiedlichen Angaben sollen 36 oder 56 Künstler unterzeichnet haben. Von den Theaterdirektionen hieß es, die Gastspiele würden wie geplant stattfinden.

Für einen Mediensturm sorgte kurz vor neuen Nahostverhandlungen, die am Donnerstag beginnen sollen, auch eine Predigt des 89-jährigen Rabbiners Ovadia Josef, der Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, genannt Abu Mahsen, den Tod wünschte. "Abu Mahsen und all diese Bösen, sie mögen aus der Welt verschwinden", sagte der geistliche Mentor der religiösen Schass-Partei. (Ben Segenreich aus Tel Aviv /DER STANDARD, Printausgabe, 30.8.2010)

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shahabblack
31.08.2010 13:49
Ich bin so Froh

Das es noch Menschen in Israel gibt die nicht auf den Wahnsinn der Ultra Orthodoxen und Rechten eingeht!

Pe Sa
30.08.2010 17:01
Ein Orden muss her.

für alle Menschen die in Israel wie in Palästina für den Frieden, eine 2-Staatenlösung, und die Einhaltung der Genfer Konvention (die den Siedlungbau übrigens verbietet) kämpfen.
Verliehen von der UNO, dotiert mit 1.000 Euro pro Person. dann wär da unten wahrscheinlich schnell ne Ruhe.

philidor85
31.08.2010 12:29

diese menschen nehmen wohl einen schwerwiegenderen nachteil als 1.000 euro in kauf

und zwar nicht wegen lockmitteln aus der eu, sondern weil es das richtige ist

entity13
30.08.2010 14:43

Nicht sehr demokratisch, wie in Israel mit Kritik aus den eigenen Reihen umgegangen wird.

Baer8
30.08.2010 12:13
Erfrischend, aus dieser Region endlich wieder Zeichen der Vernunft zu lesen...

Uzeir Faizah1
30.08.2010 16:35
Nicht endlich wieder.

Diese Zeichen der Vernunft gab es immer schon. Nur, die mainstream-Medien berichteten bloss nicht darüber. Und auch wenn manche mistvieher anders darüber denken, die Vernünftigen gibt es auch auf der pal. Seite.

Timagoras
 
31.08.2010 00:08

mistvieher?

mistvieh666
30.08.2010 14:32

eigentlich lustig.
vernuenftig ist das. gut. seh ich vielleicht auch so.
machen eigentlich die palaestinenser auch irgendwann was vernuenftiges?
ich mein: irgendwann?

1116er
30.08.2010 08:54
könnte mir bitte jemand mitteilen,

ob dieser führer (sic!) der schaas-partei eher eine dünne, hohe, fiepsig-pfeifende stimme hat, oder ob es mit einem tiefen grummeln aus ihm rauskommt?

und wo bei öffentlichen ansprachen sein mikro angebracht wird?

Fritz Wunderlich
30.08.2010 14:05

die islamisten der hamas knarren eher, wie sie

Kpt.Blaubart
30.08.2010 05:21
Lieber Standard

hierbei handelt es sich um keine Siedlung !!!
Es sind ILLEGALE Siedlungen.
Wenn die Medienwelten auch entsprechend dies von sich geben, wird auch dem letzten Bewusst, dass das
ganze nicht so koscha ist.
Des weiteren wird auch Israel einsehen das es nicht legitimiert wird.

Mein Respekt an diese Gruppe, da sie sich nicht auf
das Niveau der Regierung herablässt und das ganze
thematisiert.

MBR
30.08.2010 16:16
steht doch im artikel..

"Laut internationalem Recht darf ein Besatzerstaat seine Bürger nicht in besetztem Gebiet ansiedeln"

mistvieh666
30.08.2010 14:30

gut. nennen sie mir irgend etwas in dieser region, was legal ist.
und an dem hass mit sie da herumschmeissen sieht jeder: man kann mit baertigen keinen frieden schliessen. man kann mit denen nicht mal reden.

Ino's Dolphin
02.09.2010 13:41
"... an dem hass mit sie da herumschmeissen sieht jeder: man kann mit baertigen keinen frieden schliessen. man kann mit denen nicht mal reden ..."

das spricht sehr viel ueber Ihre Dummheit.

Uzeir Faizah1
30.08.2010 16:31
Mit "die Bärtigen"

meinen Sie doch eigentlich die orthodoxen Juden, oder?

la ardilla diablo
30.08.2010 01:35
jedes mal wenn ich was über die Siedlungspolitik lese...

... frage ich mich, wer da eigentlich denkt, was davon zu haben?
Politik ist ja bekanntermaßen das Spielfeld der Lobbies, also den Interessensvertretungen. Damit die Politiker auf die Idee kommen, diese auf den oberflächlichen Blick (den wir Europäer haben) total kontraproduktiven Siedlungen zu bauen, muss ihnen also eine große Lobbygruppe gesagt haben, dass sie das tun sollen. Welche das ist, würde ich wirklich gerne wissen...

schau mal
30.08.2010 00:57

sind ja alles antisemiten!

pepitant
29.08.2010 22:50
Künstler werden subventioniert,

dafür verlangt die Politik deren uneingeschränkte Solidarität. Denn darauf läufts doch hinaus, wenn andernfalls die Subventionen gestrichen werden.
Wir wünschen, Sie spielen.
Wo hab ich das mit der uneingeschränkten Solidarität nur schon mal gehört ?

manfred maier
manfred maier
31.08.2010 01:00
wer sich von subventionen kaufen und manipulieren lässt, ist als künstlerIn gestorben......

...aber seinen sie beruhigt, es gibt viele künstlerInnen die holen sich subventioen ab, wie die ams.....
selbstverswtändlich, unbeeindruckt, es muss einfach sein......
kurz, ihre gleichung subvention gleich mainstream trifft sehr oft - glücklicherweise - nicht zu.

Fritz Meyer
30.08.2010 14:32
"Wes Brot ich ess, des Farb ich trag!"

In Zeiten des Faustrechts, der Folter, Raubkriegen, Kreuzzügen und Aberglauben weit verbreitete Ansicht.

WAKU
29.08.2010 22:18
Ein Lichtblick

in Richtung Vernunft. Zeichen setzen ist ein guter Beginn.

GG22
29.08.2010 20:19
Es gibt also noch das anständige Israel.

Zum Glück.

Hoffen wir, daß diese Kräfte bald nicht mehr so in der Minderheit sind.

Timagoras
 
31.08.2010 00:11
"Es gibt also noch ..."

Sie tun überrascht.

oder sind Sie gar wirklich überrascht?

weil Sie bisher nichts von solchen aktionen, meinungen, demonstrationen oder aktivitäten mitbekommen haben (oder mitbekommen wollten)?

oder was ist sonst der grund für Ihr erstaunen?

Dani B.
30.08.2010 10:30

wenn ich nächstes mal nach österreich reise, wo finde ich "das anständige österreich"? ist das irgendwo angeschrieben, gibt's da auch lebende spezies? und darf ich auch hoffen, dass diese kräfte bald nicht mehr in der minderheit sind?

unglaublicher stuss, deine argumentation.

virtualboy
30.08.2010 13:13

Anständige Menschen finden Sie überall, der Punkt ist aber, dass die unanständigen Menschen in Österreich nicht so gefährlich sind, weil sie keine Atomwaffen haben und nicht massenweise ihre Nachbarn ermorden und unterdrücken.

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