Medienbericht: Völlig überzogene Gagen bei den Salzburger Osterfestspielen

29. August 2010, 12:42
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Berliner Philharmoniker sollen 2008 in Salzburg 1,2 Mio. Euro kassiert haben - 89.000 Euro Gage für zwei Auftritte von Geigerin Anne-Sophie Mutter

Salzburg - 1,227 Millionen Euro hat 2008 das Honorar der Berliner Philharmoniker für zwei "Walküre"-Aufführungen und Orchester-Konzerte bei den Osterfestspielen in Salzburg betragen. Das berichtet die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Sonntagausgabe und zitiert ausführlich aus der 2008er-Gagenliste des von einem Finanzskandal erschütterten Festivals. Nicht minder großzügig agierten die Verantwortlichen der Osterfestspiele demnach bei den Gagen der Dirigenten: Sir Simon Rattle lukrierte im Jahr 2008 für Oper und Konzerte in Summe 123.500 Euro, zuzüglich Reisespesen von 2.642,91 Euro. Kollege Seiji Ozawa, der Weltstar aus Japan, erhielt für ein Dirigat 31.000 Euro, plus 2.940,95 Euro Reisekosten, führte der "Kurier" an.

Beachtlich auch die Honorare der Operndarsteller: Tenor Stig Fogh Andersen durfte für einen Auftritt 15.000 Euro in Rechnung stellen, dank horrender Reisekosten (14.421,26 Euro) schlug sich der Auftritt des Dänen in Summe mit 29.421,26 Euro zu Buche. Zum Vergleich gab Robert Gambill den Siegmund "für wohlfeile 18.747,17 Euro", so der "Kurier". Geigerin Anne-Sophie Mutter verdiente bei zwei Auftritten in Salzburg (16. und 21. März 2008) 89.089,50 Euro plus 6.358 Euro für Reisekosten. Im Jahr 2007 habe Pianist Lang Lang bei den Osterfestspielen an zwei Abenden 36.286 Euro verdient - zuzüglich 2.354 Euro an Reisespesen. Der "Kurier" verweist als Vergleich auf die Wiener Staatsoper. Diese habe pro Auftritt eine Obergrenze von 13.000 Euro festgelegt. (APA)

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