Vorarlberg

Ermittlungen nach Raftingunglück

29. August 2010, 12:35

Polizei wird Staatsanwaltschaft berichten - Kritik von Rafting-Experten

Bregenz - Nach dem Raftingunglück auf der Bregenzerach hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Unfall bei Alberschwende (Bezirk Bregenz) waren am Samstag 74 Teilnehmer bei Hochwasser aus den Booten geschleudert worden. Bei einem riesigen Sucheinsatz konnten schließlich alle Beteiligten gerettet werden. Mehrere Personen erlitten leichte Verletzungen. Laut Richard Eberle, Kommandant der ermittlungsführenden Polizeiinspektion Hittisau, würden nun Rafting-Experten der Exekutive die Hintergründe des Unglücks untersuchen.

Veranstalter wusste keine genauen Teilnehmerzahlen

Es war einer der größten Sucheinsätze, die es in den vergangenen Jahren in Österreich gegeben hatte. "Wir mussten nach 74 Teilnehmern entlang eines rund zwei Kilometer langen Ufers an einem Hochwasser führenden Fluss suchen", erklärte Richard Eberle im APA-Gespräch. Die Suche wurde durch die Tatsache, dass die Veranstalter keine genauen Teilnehmerzahlen vorlegen konnten, extrem erschwert. Erst fünf Stunden nach Beginn der Suchaktion konnte Entwarnung gegeben werden.

Nach dem Ende des Einsatzes wird nun untersucht, ob die Raftingtouren eines deutschen und eines Vorarlberger Veranstalters durchgeführt hätten werden dürfen. Es werde in mehrere Richtungen ermittelt. Das inkludiere auch fahrlässige Körperverletzung und die Gefährdung der körperlichen Sicherheit. "Wir werden einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Feldkirch senden. Ihr obliegt die die rechtliche Beurteilung", erklärte Eberle.

Kritik von anderem Raftingunternehmer

Kritik an der Durchführung der Bootsfahrten kommt von einem Bregenzerwälder Raftingunternehmer. Chris Alge erklärte, dass er am Samstag seine Tour an der Bregenzerach abgesagt habe. Seine Guides beurteilten die hohe Fließgeschwindigkeit der Ache kritisch. Zudem habe er treibende Baumstämme in der Ache gesichtet und deshalb auf einen Start verzichtet. "Wir legten die Gesetze und Vorschriften so aus, dass man nicht fahren darf", erklärte der Unternehmer in einem Interview mit dem ORF. An diesem Samstag sei man "nur mit extremen Glück an einer Riesenkatastrophe vorbeigefahren".

Vorarlbergs Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler, der den Einsatz vor Ort beobachtete, äußerte sich am Sonntag kritisch über die Guides: "Dass es keine Teilnehmerlisten gab, darf nicht passieren. Passagierlisten sollten in Zukunft verpflichtend sein." Weitere Schlüsse wolle er aber erst nach Vorliegen des Ermittlungsberichtes ziehen. Erfreut zeigte sich Schwärzler hingegen über den gut koordinierten Sucheinsatz. (APA)

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14 Postings
parapente
00
30.8.2010, 11:13
Komisch!

Man sucht krampfhaft die Gefahr, den sogenannten Kick, den Adrenalinstoss - und wenns dann passiert ist es auch nicht recht.

Vertsteht das einer??

Träume
00
30.8.2010, 11:01

Lauter Weicheier.

iohui
21
29.8.2010, 21:28

würde irgendwer eine raftingtour machen wollen wenns nicht gefährlich wäre?

Poldi Fesch
01
29.8.2010, 23:21
99%

es soll fuer die daheim und auch fuer die Teilnehmer selber, aussehen als wAERE es gefaehrlich. Wenn aber wirklich fast nix passiert, musz sofort die Sta her

FFluXXuSS
00
29.8.2010, 22:02
Ja!

Es geht nur ums naßwerden (sterben muss nicht inkludiert sein).

Poldi Fesch
00
29.8.2010, 23:21
nicht einmal mit

Schwimmweste ueber bord gehen

iohui
21
29.8.2010, 22:28

die "verunglückten" sind eh nur nass geworden.
das hättens in einem schlauchboot unter der dusche natürlich auch haben können.

ohne dass man suchmannschaften losschicken muss.

Hoi S.
 
02
29.8.2010, 19:00
Veranstalter soll Suche bezahlen

... denn wenn man bei Hochwasser unter Bedingungen Raftingtouren durchführt, die andere - verantwortungsvolle - Raftingunternehmer zu Absagen ihrer Touren zwingen, sollte man auch die finanziellen Kosten der Suchaktioen tragen. Glücklicherweise gab es keine Toten, aber solche Fahrlässigkeit gehört bestraft und wie gesagt zumindest die Kosten für die Suche auf die Veranstalter abgewältzt. Wie kommt die Allgemeinheit dazu für solche Spinnereien zu zahlen?

Eine Kreatur
02
29.8.2010, 16:34
keine teilnehmerlisten?

so etwas ist nicht pflicht? meiner meinung nach wäre das eine selbstverständlichkeit .. aber in österreich muss unternehmerInnen/gesetzgeberInnen wohl selbst vorgeschrieben werden, wann sie in der nase zu bohren haben ..

derElch
00
30.8.2010, 09:06

Ist schon enorm dilletantisch, dass Teilnehmer-Listen nicht vorgeschrieben sind....

Grad in Ö, wo es für jeden Furz Vorschriften gibt....

Poldi Fesch
00
29.8.2010, 23:23
erst ihr post

gelesen, dann den Absender, typisch. Irgendwie tun sie mir leid

Luc De La Croix
00
29.8.2010, 15:36

des is gefährlich

-meine_Meinung
00
30.8.2010, 00:00
Stimmt net!

Ist auch nicht viel gefährlicher als Fußballspielen! Wenn man sich die Freizeitunfallstatistik anschaut, wieviele Hobbykicker sich jedes Wochenende bei diversen Jux- und Unterligenspielen verletzen, dann müsste man das Fußballspielen aus Kostengründen schon längst verbieten! Die Behandlung von solchen Fußballverletzungen bezahlt ja schließlich auch die Allgemeinheit...

Poldi Fesch
00
29.8.2010, 23:24
ned wirklich

q.e.d.

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