Raftingunfall in Vorarlberg

Alle Vermissten aufgefunden

28. August 2010 17:19
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    Foto: apn/feuerwehr doren

    Gerettete auf einem Campingplatz in Doren nach dem Raftingunglück.

Stundenlange Suche erfolgreich - Lange Unsicherheit wegen unklarer Teilnehmerzahl

Bregenz - Insgesamt 74 Personen waren am Samstag an dem Raftingunglück bei Alberschwende (Bezirk Bregenz) beteiligt, bei dem rund 25 von ihnen ins Wasser geschleudert wurden. Während sich der Großteil selbst retten konnte, mussten zwölf Menschen von der Wasserrettung aus den Fluten geborgen werden. Rund 240 Helfer waren im Einsatz.

Wegen der zunächst unklaren Teilnehmerzahl wechselten sich nach dem Unglück um 12.00 Uhr über fast fünf Stunden lang Meldungen von der Bergung aller Gekenterten bis zur Suche nach weiteren Vermissten ab. Um 16.50 Uhr kam, wenige Minuten nachdem die Einsatzkräfte noch von zwei Vermissten berichteten, die Entwarnung: Alle Betroffenen seien geborgen.

Boote kenterten an einem Wehr

Mehrere Boote zweier Veranstalter mit insgesamt 74 Insassen starteten gegen 8.00 Uhr in Langenegg (Bezirk Bregenz) zu der Raftingtour, die zu Mittag außer Kontrolle geriet. An einem Kraftwerks-Wehr in Alberschwende kenterten die Boote. Sogleich wurde eine riesige Rettungsaktion gestartet. Mindestens zehn Personen galten vorerst als vermisst.

Die Unklarheit über die tatsächliche Anzahl der Bootsinsassen machte die Arbeit für die Einsatzkräfte extrem schwierig. So wurde gegen 14.00 Uhr die Meldung ausgegeben, dass alle Vermissten gerettet werden konnten. Gegen 16.00 Uhr berichtete hingegen Vorarlbergs Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler, dass die Suche nach zwei Abgängigen noch in Gange sei, um dann rund 50 Minuten später den erfolgreichen Abschluss der Suchaktion bestätigen zu können. Alle Vermissten seien demnach in Sicherheit. Acht Bootsinsassen mussten nach dem Unglück in ein Krankenhaus gebracht werden.(APA)

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10 Postings
isodora
28.08.2010 23:34
Blöde, degenerierte Spaß-Gesellschaft.

Wirklich wahr.
Jeder und jede muß auf Kosten der Allgemeinheit aber auch wirklich jeden Blödsinn mitmachen.

Manche werden - siehe Wolfgang Schüssel - sogar noch hoch bezahlte Politiker.

(Die Hypo-Geschichte wurde erst ja durch dieses Manderl möglich, der sich als Dritter hinaufgeputscht hat zum Ersten - und nun die Republik alleine aus dieser Geschichte bereits 84 Milliarden in alter Währung kostet).

Für mich war er ohne Zweifel eine Anleitung für schlechte Gesellschaft, in der wir nun herumirren auf der Suche nach neuen Leitbildern.

Massimo Montanari
29.08.2010 15:04
D'accord, was Schüsserl betrifft!

Aber, was hat das mit Rafting zu tun? Verantwortungsvoll geführte Touren können auch für Sporttouristen ein Erlebnis ohne Todesrisiko sein. Die Fakten sprechen für fahrlässiges Verhalten der Veranstalter, die bei Hochwasser und zu starker Strömung den Ritt auf den Wellen wagen wollten. Eine Wehr kann da zur tödlichen Falle werden (Grundwalze).

isodora
30.08.2010 00:53
Nun - ich denk´, die Antwort liegt in der Frage geborgen: Verantwortungsvoll.

Eine Gesellschaft - unsere Gesellschaft - der der Sinn dieses Wortes über eben diese anything-goes-Spaßgesellschaft der "Stärkeren", der "Macher" ("speed kills" -Katholen-Heuchler) in den vergangenen 10 Jahren succesive über weite Strecken abhanden gekommen ist.

Jetzt sind diese Typen angeblich auf der Suche nach "Werten", Werte, die sie selber ruiniert haben, die ja aber da waren.

Und die mühevoll über einen langen Zeitraum wieder erworben und gefühlt werden müssen, bevor sie - wieder - selbstverstäündlich erscheinen.

Wo ist die Verantwortung des S., wo die seiner langen Liste von Haberern - dafür, was sie an Zusammenhalt unserer österreichischen Gesellschaft, des gesamten Staatswesens, zerstört haben in ihrer Machtgeilheit.

bleak_vision
28.08.2010 23:17
Viele Raftingtouren sind fahrlässig.

Die meisten Raftingtouren sind einfach viel zu lang für die Hobbysportler, die das nur ein- zweimal im Jahr machen. Ich bin relativ gut in Form aber nach 5 Stunden Tour im kalten Wasser war ich ziemlich unterkühlt und erschöpft, so dass ich in einem unachtsamen Moment vom Boot runtergespühlt wurde. Mein Fuß verhedderte sich im am Boot angebrachten Seil und ich wurde 100m immer wieder mit dem Kopf unter Wasser vom Boot nachgeschleift.

Eine Situation mit der ich nicht wirklich gerechnet hatte, aber zum Glück ging alles glimpflich aus... aber was macht dieses Seil da, und warum schickt man Anfänger auf so eine Tour?

Cavaliere Huscher
28.08.2010 19:46

Solche Narren: die lachen nach der Rettung noch - und sind sich offenbar weder der eigenen Gefährdung noch der Folgen für die Retter bewußt.

Böser
29.08.2010 14:40

tja, die depperten haben's glück

opti
28.08.2010 15:42
Um völlige Sicherheit zu gewinnen, wurden die Listen der Teilnehmer und der entlang des Gewässers geborgenen Sportler verglichen.

das ist gut, dass die listen verglichen wurden

frage an die APA:
wann wird es ein ergebnis dieses vergleiches geben?
oder wurde nur vergessen, das mitzuteilen und das kommt dann als fortsetzungsgeschichte?

realredsam11
28.08.2010 14:06
antizipierer
28.08.2010 16:52

was soll die meldung. laut presse-link noch immer einer vermisst. was ist nun???

Casa de Campo
28.08.2010 13:16
wann ist das passiert ?

wär auch interessant zu wissen wann der Unfall passiert ist. wenn man schon 2 Stunden sucht und niemand findet schaut's vermutlich nicht gut aus...

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