US-Armee lässt 200 irakische Kriegsgefangene frei

27. April 2003, 21:12
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Entlassene lassen Präsident Bush hochleben

Camp Bucca - Mit Hochrufen auf US-Präsident George W. Bush haben etwa 200 Iraker am Sonntag ihre Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft der USA quittiert. "Wir lieben Bush" und "Schluss mit dem Militärdienst" riefen die Männer, als sie nach dem Verlassen des Gefangenenlagers Camp Bucca im Südirak Busse nach Basra bestiegen, berichtete eine AFP-Reporterin. Viele von ihnen trugen noch die Häftlingskleidung, als sie sich auf den Weg zu ihren Familien machten.

"Der Irak ist besser ohne Saddam", sagte der Freigelassene Ahmed. "Wir wurden im Camp gut behandelt." Viele der ehemaligen Kriegsgefangenen klagten über ihre ungewissen Zukunftsaussichten. Die meisten von ihnen haben keine Arbeit und keine Ersparnisse. US-Soldaten gaben ihnen Zigaretten und Versorgungspakete mit Reis, Speiseöl, Zucker und Tee auf den Weg. Im Camp Bucca, dem größten gefangenenlager der US-Armee im Irak, sitzen nach Militärangaben noch etwa 5800 Häftlinge ein.(APA)

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