Die ersten Räder standen still

28. April 2003, 22:04
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StVO-konformes Bummeln auf der Tangente - "Kriechende Blechwürmer", aber keine größeren Staus - Gewerkschaft lobt Exekutive

Wien - Ohne das befürchtete Verkehrschaos ging der ÖGB-Protest mit einem Lkw-Konvoi zwischen Baden und Stockerau über die Südosttangende zu Ende. Die erste gewerkschaftliche Kampfmaßnahme gegen die von der Regierung geplante Pensionsreform sowie gegen die Weigerung der Frächter, künftig Stehzeiten zu bezahlen, hatte wie angekündigt pünktlich um 06.30 Uhr in Baden begonnen. Gegen 08.25 Uhr war das Ziel des fahrenden "Bummelstreiks" in Stockerau erreicht.

Größere Blockaden ausgeblieben

Auf der Südautobahn (A2) war fast alles in geregelten Bahnen verlaufen, größere Blockaden im Frühverkehr blieben aus. Wesentlich stärkere Staus gibt es sonst bei einem Verkehrsunfall auf der am stärksten befahrenen Strecke Österreichs über die Tangente. Allerdings dürften diesmal die Autofahrer die Warnungen der Verkehrsklubs auch ernst genommen haben. So wurde der Rat, früher loszufahren, beherzigt. Für kurze Verzögerungen zwischen Baden und Guntramsdorf Richtung Wien sorgte ja schon in den vergangenen Monaten die Großbaustelle auf der A2.

Blechwurm

Am stärksten war die Kolonne hinter den Lkw-Protestierern mit einem fünf Kilometer langen Blechwurm. Sonst hatten sich die Behinderungen in Grenzen gehalten.

Lob für Exekutive

Der ÖGB lobte die "ausgezeichnete Leistung der Exekutive". So sei es vor allem im Wiener Stadtgebiet mit den vielen Zu- und Abfahrten auf der Südosttangente der Polizei gelungen, die rund 40 Fahrzeuge des Demonstrationszugs rasch und sicher durchzulotsen. (APA)

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    Bummel-Konvoi unterwegs

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