Friedensverhandlungen in Nepal aufgenommen

27. April 2003, 17:53
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Nach siebenjährigem Rebellen-Aufstand mit 7.000 Toten

Katmandu - Mit einer Woche Verspätung haben in Nepal Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und maoistischen Rebellen begonnen. Zum ersten Mal seit zwei Jahren ließen sich Vertreter beider Seiten am Sonntag an einem Verhandlungstisch nieder, um nach dem Ende des siebenjährigen Rebellenaufstands einen dauerhaften Frieden auszuhandeln. Ursprünglich sollten die Gespräche bereits am 20. April stattfinden, sie mussten aber verschoben werden, weil sich die beiden Seiten über die Tagesordnung nicht einig waren.

Die Rebellen hatten im Jänner einen Waffenstillstand verkündet. Sie fordern die Einsetzung einer Übergangsregierung, eine neue Verfassung und die Freilassung von Hunderten ihrer Anhänger aus den Gefängnissen. Seit Beginn ihres Kampfes zur Abschaffung der Monarchie und zur Errichtung eines sozialistischen Staates im Jahr 1996 starben mehr als 7.000 Menschen. Aus ersten Friedensverhandlungen im Jahr 2001 zogen sie sich mit der Begründung zurück, die Regierung sei nicht zu Kompromissen bereit.(APA/AP)

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