US-Debakel perfekt: Ab in die Relegation

28. April 2003, 14:22
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Kampf um Klassenerhalt - Russland, Schweiz, Dänemark, Kanada und Schweden bereits in der Zwischenrunde

Tampere - Die 67. Eishockey-WM in Finnland hat ihre große Sensation. Die USA müssen nach der zweiten Niederlage in die Relegation und damit in den harten Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem 2:5 gegen Aufsteiger Dänemark unterlag das US-Team am Sonntag der Schweiz mit 0:1. Da Russland gegen Dänemark mit 6:1 gewann, ist in Gruppe B die Entscheidung schon nach dem zweiten Spieltag gefallen.

Gruppensieger Russland, die Schweiz und Dänemark steigen in die Zwischenrunde auf. Aus der Gruppe B fixierten die Favoriten Kanada und Schweden den Aufstieg in die nächste Runde. Weltmeister Slowakei startete die Titelverteidigung mit einem 9:3-Schützenfest gegen die Ukraine.

Mangelnde Motivation

Die mit zwölf NHL-Spielern angereiste Mannschaft der USA, seit 1983 stets in der A-Gruppe, ist die große Enttäuschung dieser WM. Teamchef Lou Vario machte das mangelnde Interesse der Millionen schweren Profis in Übersee für das klägliche Scheitern verantwortlich. "Es ist nicht leicht, ein Team hierher zu bringen, die Spieler müssen drei Wochen dafür opfern", erklärte er.

In Gruppe C in Turku gab es auch in der zweiten Runde Favoritensiege. Kanada besiegte Lettland souverän mit 6:1 und steht ebenso in der Zwischenrunde wie Schweden, erstmals mit NHL-Superstar Peter Forsberg, nach einem knappen 2:1 gegen Weißrussland. Gut 14 Monate nach dem Olympia-Desaster (3:4 im Viertelfinale nach katastrophalem Fehler von Torhüter Salo) tat sich das Tre-Kronor-Team gegen Weißrussland neuerlich schwer. Jörgen Jönsson erlöste die schwedischen Fans in der 56. Minute mit dem Treffer zum 2:1-Endstand.

Starker Auftritt des Weltmeisters

Titelverteidiger Slowakei feierte am ersten Spieltag der Gruppe A in Helsinki gegen die Ukraine einen 9:3-Kantersieg, wobei Richard Zednik von den Montreal Canadiens mit vier Toren der überragende Mann auf dem Eis war. Mit seinen Kollegen Palffy (2 Tore) und Stumpel (1) erlegte die Top-Linie die Ukraine praktisch im Alleingang.

Deutsche Zitterpartie

Deutschland besiegte Japan, hatte allerdings hart zu kämpfen. Die Mannschaft von Teamchef Hans Zach kam nur zu einem 5:4-Erfolg. Die DEB-Auswahl ging zwar durch Morcinietz (1.), Felski (5.) und Boos (8.) schnell mit 3:0 in Führung, musste aber bis zum Schluss zittern. Felski sorgte mit seinem zweiten Treffer zum 5:3 (57.) für die Vorentscheidung, der Anschlusstreffer der Japaner zum 4:5 wenige Sekunden vor der Schluss-Sirene durch Yule kam zu spät, um dem Spiel vielleicht doch noch eine Wende zu geben. (APA)

Gruppe A:

  • Ukraine - Slowakei 3:9 (0:2,2:4,1:3)
    Helsinki. Tore: Zednik (8., 23. 30. 58./PP), Palffy (19./PP, 31./PP), Stumpel (27.), Orszagh (41.), Satan (42.) bzw. Zinewitsch (21.), Zawalnjuk (26.), Protsenko (44.)

  • Deutschland - Japan 5:4 (4:2,0:0,1:2)
    Helsinki. Tore: Morczinietz (1.), Felski (5.,57.), Boos (8./PP), Blank (20.) bzw. Obara (11.), Ito (18.), Masuko (48.), Yule (60.)

    Gruppe B:

  • USA - Schweiz 0:1 (0:1,0:0,0:0)
    Tampere. Tor: Seger (12./PP)

  • Russland - Dänemark 6:1 (1:0,5:1,0:0)
    Tampere. Tore: Proschkin (15.), Suglobow (24., 31., 32.), Kowaltschuk (26.), Saprykin (27.) bzw. Larsen (35.)

    Gruppe C:

  • Kanada - Lettland 6:1 (2:1,1:0,3:0)
    Turku. Tore: Heatley (3./PP, 32.), Cross (17.), Comrie (46.,53.), Briere (53.) bzw. Cubars (13.)

  • Schweden - Weißrussland 2:1 (1:1,0:0,1:0)
    Helsinki. Tore: Tjärnqvist (9./PP), Jönsson (56.) bzw. Pankow (11.)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Mathias Seger schickt die USA mit seinem Treffer in die Relegation

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