Exil-Schiitenführer El Hakim will zurück in Irak

27. April 2003, 12:52
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23-jähriges Exil am Todestag des Propheten Mohammed beenden

Teheran - Der Führer der wichtigsten schiitischen Gruppierung im Irak, Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim, will am 1. Mai nach 23-jährigem Exil im Iran in seine Heimat zurückkehren. Das meldete der iranische Nachrichtendienst Baztab am Sonntag. El Hakim führt den Hohen Rat für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI) an. Da die Rückkehr El Hakims mit dem Todestag des Propheten Mohammed zusammenfällt, will der Ayatollah an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen, die in Kerbela oder Najaf stattfinden sollen.

Vorwürfe der Schiitenorganisationen gegen USA: Dominanz des Landes

Beobachter erwarten, dass die Schiiten die religiöse Zeremonie erneut als Forum für Proteste gegen die Anwesenheit von Amerikanern und Briten im Irak nutzen werden. SCIRI wirft vor allem den USA vor, das Land dominieren zu wollen, und strebt im Irak eine islamische Regierung nach dem Vorbild des Irans an. Die von der Führung in Teheran unterstützte Gruppierung hat ihre Anhänger im schiitischen Süden des Iraks. Rund 60 Prozent der Iraker sind Schiiten. (APA/dpa)

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