Keine Chemiewaffen in verdächtigen Containern im Nordirak

28. April 2003, 07:31
29 Postings

Neuerlicher Fehlalarm

Baiji/New York - Amerikanische Soldaten haben im Nordirak verdächtige Container entdeckt, bei denen nach ersten Tests ein möglicher Giftgasfund nicht ausgeschlossen wurde. Nach Informationen der "New York Times" (NYT) vom Montag soll bei weiteren Tests deutlich geworden sein, dass es sich nicht um chemische Waffen handelt. Das US-Zentralkommando nahm zu dem Bericht zunächst nicht Stellung. Die Soldaten fanden nach Angaben der US-Streitkräfte vom Sonntag in einem Feld nahe der Ortschaft Baiji etwa ein Dutzend Fässer mit rund 200 Liter Inhalt.

Die "New York Times" zitierte ein Mitglied eines Expertenteams mit der Aussage, ergänzende Tests hätten ergeben, dass es sich bei den Inhalten der Fässer nicht um Bestandteile von Chemiewaffen handle. Auch der Verdacht, dass zwei Fahrzeuge am Fundort als "fahrbare Laboratorien" gedient hätten, habe sich nicht bestätigt, sagte der Experte Ryan Cutchin. Nach ersten Tests hatte es zunächst geheißen, offenbar habe eines der Fässer ein Gemisch aus dem Nervengas Sarin und Senfgas enthalten.

Bisher sind im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden, deren vermutete Existenz der ursprüngliche Anlass des Krieges war. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das Foto von US-Militärs vom 4.4.2003, zeigt Funde von angeblich "verdächtigen Chemikalien" der Iraker.

Share if you care.