TA-Manager zittern um Aktienoptionen in Millionenhöhe

27. April 2003, 09:49
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Optionsverträge sollen um zwei Jahre verlängert werden

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, zittern rund 100 Manager der Telekom Austria AG (TA), Österreichs größter Telekomgesellschaft, um Aktienoptionen in Millionenhöhe. Die Optionen sind betragsmäßig nach jeweiligem Hierarchiegrad abgestuft, und können in Aktien umgetauscht werden, wenn der TA-Börsenkurs bis Februar kommenden Jahres 11,7 Euro erreicht beziehungsweise diesen Wert übersteigt. Der Gesamtwert würde in diesem Fall über 9 Millionen Euro betragen.

Hoffnungen

Seit dem TA-Börsengang im November 2000 war allerdings in den Führungsetagen des Unternehmens nur zwei Mal die Hoffnung aufgekeimt, dass die 11,7-Euro-Marke erreicht werden könne: Das erste Mal Ende 2001 als sich auf den Kapitalmärkten das Gerücht verdichtete, dass die TA bald zur Gänze verkauft werde. Das zweite Mal als der Aktienkurs gegen Ende des Vorjahrs im Zusammenhang mit den Übernahmegelüsten der Schweizer Telekomgesellschaft Swisscom wieder deutlich zu klettern begann.

Abgeschminkt

Nach der Absage der Schweizer können sich die TA-Manager ihre Hoffnungen auf optionsbedingtes finanzielles Zubrot für absehbare Zeit abschminken. Doch die Zeit drängt: Die Optionsverträge der Manager laufen nämlich im Februar 2004 gänzlich aus. Ein Börsenkurs von 11,7, der sich zum Beispiel im März nächsten Jahres einstellt, ließe die Ex-Optionsinhaber mit leeren Händen zurück.

Das Management will jetzt versuchen, eine Verlängerung der Optionsfrist bis Februar 2006 zu erwirken. An das für solche Schritte zuständige Aufsichtsratspräsidium der TA sei man, wie es heißt, mit diesem Wunsch allerdings noch nicht herangetreten. (red)

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