Überraschende Wirtschaftsreformen

27. August 2010, 23:33

Ausländische Investoren dürfen staatlichen Grund für 99 Jahre pachten - Kubaner dürfen eigenes Obst und Gemüse verkaufen

Havanna - Die kommunistische Regierung in Kuba hat überraschend den Zugriff auf zwei Bereiche der Wirtschaft gelockert. Zum einen dürfen ausländische Investoren staatlichen Grund und Boden für 99 Jahre pachten. Zum anderen dürfen die Kubaner eigenes Obst und Gemüse anbauen und verkaufen. Die beiden Maßnahmen wurden am Donnerstag und Freitag bekanntgegeben und sollen sofort in Kraft treten.

Präsident Raul Castro hatte eine Lockerung der staatlichen Aufsicht über die Wirtschaft in Aussicht gestellt. Auf diese Weise will sich die Regierung neue Einnahmequellen erschließen. (APA/apn)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 53
1 2
Träume sind Schäume..
10
Die vorbildliche kubanische Gartenzucht

Linksökoligische Menschen preisen Kubaner für ihr Modell von "städtischer" Landwirtschaft.
Neurdings darf verkauft werden.

Natürlich haben diese Dep'pen keine Ahnung von den Motiven dahinder.

In einer normalen Welt sind Städte NICHT für Landwirtschaft gedacht.

Sinnvolle Landwirtschaft braucht Raum und Organisation für einen hohen Ernte/Kopf Ertrag.
Letzteres entscheidet wieviel übers Jahr auf den Tellern landet.

Abgesehen vom Hobby ist städtische Landwirtschaft ein Verzweiflungszeichen.
Auf den kleinen Flächen kann nicht viel geerntet werden und Lagerung ist unsachgemäß.

Nicht die paar handvoll Gemüse/Kopf, sondern IMPORTE halten Kubaner außerhalb der Erntezeit am Leben.

Städtische Subsistenzwirtschaft ist logisch unmöglich ;)

Träume sind Schäume..
10
Irrationale Logik

Kuba importiert 80% der Nahrungsmittel, trotzdem preisen übersättigte Europäer die ökologische "städtische Landwirtschaft".

Nach dem 1 Weltkrieg hatte man hierzulande solche Parzellen zurecht als Hungergärten bezeichnet.

Besagte 80% Lebensmittelimporte werden natürlich NICHT auf diese Art geerntet.
Sondern auf effizienten Agraflächen.

Etwas das es in Kuba trotz idealer klimatischer Lage nicht gibt.
Im Ausland schon.
Wenn Kubaner gesichert einen vollen Magen haben wollen, müssen sie wohl dahin gehen wo die Ernten herkommen.

Nach dem 1 Weltkrieg zogen auch haufenweise Menschen auf der Suche nach Nahrungs aufs Land, ansttat in Städten mit Kleingärtnerei zu verhungern ;)

Träume sind Schäume..
10
Pachtverträge und die Logik von Versage'rn

Einen "Pachtvertrag" auf 99 Jahre ist so bezeichnend wie eine Wohnungsvermietung ohne Nutzungsbedingungen.
Es zeigt Verzweiflung und den Wunsch das Objekt um jeden Preis an den Mann zu bringen.

Natürlich ohne Erfolg.
Den Kleinbauern kann das Regime nicht erlauben zu wachsen, weil sie Teil der Bevölkerung sind und in Abhängigkeit gehalten werden müssen.

Großkapitalistische ausländische Agrarkonzerne dagegen sind ein anderer Fall.
Idealerweise scherren sie sich kühl rechnend nur um Profite, nicht um Politik.

Auch da hat Kuba wenig zu bieten.
Enteignung ist ein Kernanspruch des Regimes.
Logischerweise investiert niemand in Maschinen, Werkshallen, Logistik etc, die leicht gestohlen werden können.
Profit bedingt Sicherheit ;)

*space
00

In Hochform? Haben Sie so viel Zeit so einen Müll zu schreiben?

Der Neue Mensch
10

Wenn es danach geht, scheint ihr Zeitbudget unendlich zu sein.

short cut
01
30.8.2010, 09:06
Hoert sich gut an.

Hoffentlich lassen sie die US-Amerikanischen Heuschrecken vor der Tuer.

Redwraithvienna
00
30.8.2010, 10:05
Nur keine Sorge ...

dann kommen eben die europäischen Heuschrecken ... glaubst doch nicht das sich irgendein Frucht Produzent das angebot entgehen lässt in der Gegend grund für 99 Jahre pachten zu können.

short cut
00
30.8.2010, 18:26
@Redwraithvienna

Ja, eh, aber die Welt ist groesser als USA/EU.

Redwraithvienna
00
30.8.2010, 23:44
Das stimmt natürlich ...

da gibt es noch die asiatischen oder die süd amerikanischen aggro konzerne ...

Im ernst : Jemand der glaubt das dieses piece of prime real estate nicht an eine "heuschrecke" oder wie man auch immer dieser firmen bezeichen will geht, ist schlicht naiv

En Sabah Nur - Apocalypse
00
30.8.2010, 19:13

Zuckerindustrie soll durch Brasiliener übernommen werden, hat anscheinend vorher wie so vieles zuerst ein paar Gesetzesänderungen benötigt.

*esofan*
00
28.8.2010, 20:24

es heißt ja pachten und nicht kaufen.

Nirgendwo
00
28.8.2010, 16:18
Dazu brauchts in Österreich übrigens einen Gewerbeschein

man muß sich beim Finanzamt anmelden und Steuern zahlen.

Ein Verwandter hat einen Gemüsestand, deshalb weiß ich, was er durchmachte, bis er in Österreich legal sein Gemüse verkaufen durfte.

Ist das in Kuba steuerfrei? Alles ohne Gewerbe anmelden, wie in Österreich?

rggre rewqfew
101
28.8.2010, 14:13

wer bisher eine tomate im garten geerntet hat und sie an den nachbarn verkauft hat, ging ins gefängnis?

na bumm, ich glaub jetzt gehts direkt in richtung turbokapitalismus...

Girgl Galgenstein
41
28.8.2010, 13:39
Die Verhältnissen müssen ja noch mehr im argen liegen

als wir hier nur vermuten können, wenn man auf einmal eine 180 Gradwende vollzieht.

Was Landgrabbing anbelangt muss man sich in Kuba nicht allzu viele Sorgen machen. Da 50% des Ackerlandes sowieso brach liegen, wird man eine etwaige Nachfrage noch lange bedienen können.

WAKU
10
28.8.2010, 21:26
S.g. Hr. Gallenstein....

... ganz toll.

Malkaye
03
28.8.2010, 11:28
"ausländische Investoren staatlichen Grund und Boden für 99 Jahre pachten"

aus solidarität mit afrika, welches unter landgrabbing leidet???

wenn die fläche nicht scharf begrenzt wird, ziemlich dumm.

Der Neue Mensch
20
30.8.2010, 13:58
"afrika, welches unter landgrabbing leidet"

Meinen Sie zum Beispiel Simbabwe, wo die pöhsen weißen Farmer durch Mugabe-Milizen von ihren Gutshöfen vertrieben wurden, angeblich um es ihren rechtmäßigen Besitzern wieder zurückzugeben und seit dem diese Felder brach liegen und sich Simbabwe von einem Getreideexporteur zu einem Hungerland gewandelt hat?

So ähnlich funktioniert Kubas Landwirtschaft und so ähnlich wird bald auch die venezolanische funktionieren, wo Hugo ja mit seinen hirnlosen Verstaatlichungen weitermacht.

Jürgen Rembremerding
31
28.8.2010, 13:56
"landgrabbing"

Gestern las ich im Spiegel von "Mutter-Kind-Bonding" (http://www.spiegel.de/spiegel/0... 92,00.html ). Gemeint war halt die "Mutter-Kind-Bindung"!

Boaaaah!

Wie armselig!

Redwraithvienna
00
30.8.2010, 10:06

*hug* nur für dich ! :)

kleinerpinguin
00
28.8.2010, 14:34

Wenigstens nicht "Mutter-Kind-Bondage".

Wer Steuern zahlt, ist selber schuld!
 
20
28.8.2010, 10:38
Sieh an, das "Sozialistische Paradies"

entwickelt einen Zug zur Marktwirtschaft....

Oscar W
164
28.8.2010, 09:56
Der Kommunismus ist Tod!

und das ist auch gut so!

Meerwelle
52
28.8.2010, 18:05

Mich interessiert total, warum da Leute rote Stricherl geben.
Nur eine kleine Frage: In welchem real existierenden kommunistischem Land hätten sie denn gerne gelebt?
Würde mich wirklich interessieren!!

politic kills
00
14.9.2010, 12:22
lebenswertes real existierendes kommunistisches land?

das wär dann wohl zypern! da könnt ich schon eine zeit lang leben...

Dr. Schland
00
30.8.2010, 09:36

Erstens ist es eine billige polemische Aussage ohne Begründung. Zweitens ist sie schlicht falsch, Abarten des Kommunismus existieren ja noch mehr schlecht als recht. Und drittens, hat es der Typ auch noch geschafft "tot" falsch zu schreiben. *rofl* :-)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 53
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.