CIA bestreitet Lohnlisten

27. August 2010, 19:31
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Finanzielle Zuwendungen an Karsai-Mitarbeiter dementiert

Washington - Die CIA hat einen Bericht der Washington Post als unrichtig zurückgewiesen, laut dem mehrere Mitarbeiter der afghanischen Regierung von Präsident Hamid Karsai vom US-Geheimdienst finanzielle Zuwendungen bekommen würden. Ein CIA-Sprecher dementierte am Freitag in Washington den Zeitungsbericht.

Nach Informationen des Blattes fließen in vielen Fällen seit Jahren CIA-Gelder an afghanische Regierungsmitarbeiter, um an Informationen zu gelangen. Der ranghohe Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates Afghanistans, Mohammed Zia Salehi, habe demnach jahrelang Geld von der CIA erhalten, berichtete die Zeitung. Damit ist Salehi aber nicht der einzige Verdächtige, der auf Lohnlisten der CIA stehen soll. Der Halbbruder des afghanischen Präsidenten musste sich ebenfalls solchen Vorwürfen stellen. Damit steht Karsai unter starkem westlichem Druck. Das Blatt beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte Vertreter der USA und Quellen aus Afghanistan.

Ein CIA-Sprecher wies die Aussagen zurück: "Diese anonyme Quelle wird anscheinend von Unwissenheit oder Bösartigkeit oder von beidem geleitet. " US-Präsident Barack Obama hatte von Karsai noch in diesem Jahr ein härteres Vorgehen gegen die Korruption gefordert, um so für mehr Stabilität am Hindukusch sorgen zu können und den Einfluss der Taliban zurückzudrängen. (red,dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 28.8.2010)

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