Ermittler des Massakers an Migranten verschwunden

27. August 2010, 17:34

Möglicherweise enthauptete Leichen des Sonderermittlers und eines Polizisten gefunden - Diplomaten aus El Salvador, Ecuador und Brasilien reisen an

Mexiko-Stadt - Zwei Ermittler im Falle der 72 ermordeten Migranten in Mexiko sind nach Behördenangaben seit zwei Tagen verschwunden. Wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Tamaulipas am Freitag mitteilte, handelt es sich um einen Polizisten und einen Sonderermittler. Zu Beginn der Woche hatten Mitglieder eines Drogenkartells auf einer Ranch bei der Ortschaft San Fernando im Norden des Landes 58 Männer und 14 Frauen aus Mittel- und Südamerika ermordet.

Die Zeitung "La Jornada" berichtete am Freitag, in der Nähe des Tatorts sei die enthauptete Leiche des Sonderermittlers gefunden worden. Gleichzeitig sei man auf einen weiteren geköpften Polizisten in dem Bundesstaat gestoßen. Es sei aber nicht klar, ob dies der verschwundenen Polizist sei. Eine Bestätigung dieser Information lag von offizieller Seite zunächst nicht vor.

Racheakte der Mafia gerade an Amtsträgern sind im Norden Mexikos keine Seltenheit. Die Drogenbande "Los Zetas" wird für mehrere Migrantenmassaker verantwortlich gemacht. Die Behörden bestätigten unterdessen, dass keiner der Getöteten Mexikaner war. 15 Menschen konnten bereits identifiziert werden. Dazu reisten Diplomaten aus den Staaten El Salvador, Ecuador und Brasilien an. (APA/dpa)

Nirgendwo
12
28.8.2010, 16:19
Der Freiverkauf von Waffen in USA garantiert,

daß Süd- und Mittelamerika mit eben diesen Waffen überschwemmt wird.

Dieses Land Nordamerikas vergiftet die ganze Region mit ihrem Recht auf Waffen.

Eine Kreatur
01
28.8.2010, 12:30
ach so ..

was die apa verschweigt .. diese "los zetas" setzen sich aus mitgliedern von militärischen/polizeilichen spezialeinheiten zusammen, die im laufe der zeit einfach die seite gewechselt haben ... zugute kommen und kamen vor allem die engen kontakte mit kriminellen und behörden auf us-seite ..

die gruppe ist extrem gefährlich, da sie wirklich aus militärisch ausgebildeten und trainierten mitgliedern besteht, die das vorgehen der sicherheitsbehörden genau kennen, da sie selber mal dabei waren ..

Lemure
 
01
28.8.2010, 08:11
Bemerkenswerte Kommentare

zum Thema in der FAZ!

durazell
11
28.8.2010, 07:07
Der "War on Drugs" war verloren, bevor man ihn überhaupt gestartet hat.

Im Umfeld der Kartelle herrschen offenbar Zustände wie in Baghdad.

JP M
12
28.8.2010, 04:38
Seit wann werden illegale Einwanderer...

...als Migranten bezeichnet??

Gerhard Rettenbacher
51
27.8.2010, 20:38
Klarer Bürgerkrieg

Da gab es schon Bürgerkriege mit weniger Toten. Die Bürger wollen Drogen und Drogen handeln. Fragt unsere Wirte oder die Herrn aus der Prohibitionszeit. Wer diesen Teil der Bürger diskriminiert wird massakriert. Das haben Drogen so an sich.

Walter Tiefenthaler
03
28.8.2010, 05:54
man sollte sich den realitaeten stellen...

...die usa haben den drogenkrieg (wie uebrigens auch den alkoholkrieg seinerzeit) verloren. der einzige weg ist eine legalisierung der drogen (mit auflagen - wie bei alkohol). leider ist es aber so, dass die drogenlobby so einen schritt in washington nicht zulassen wird. welcher unternehmer laesst sich schon seinen markt kaputt machen. es werden sich also wieder einmal ein paar republikanische abgeordnete finden, die die drecksarbeit machen....

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