Spezial-Widmung der Bayreuther Festspiele

27. August 2010, 14:44
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Festspielsprecher Emmerich: "Schlingensief hat vieles in Bewegung gesetzt"

Bayreuth - Die letzte Aufführung der diesjährigen Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele ist dem kürzlich verstorbenen Regisseur Christoph Schlingensief gewidmet. "Schlingensief hat vieles in Bewegung gesetzt", sagte Festspielsprecher Peter Emmerich. Daran wollten sich alle Mitarbeiter und Mitwirkenden der Festspiele am Samstag erinnern, wenn mit der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" die 99. Wagner-Festspiele enden.

Schlingensief hatte 2004 in Bayreuth mit seiner "Parsifal"- Inszenierung für Aufsehen gesorgt. Dass der mittlerweile verstorbene Festspiel-Chef und Wagner-Enkel Wolfgang Wagner Schlingensief auf den "Grünen Hügel" holte, galt als Sensation.

"Christoph Schlingensiefs 'Parsifal' war eine Art Katalysator", beschrieb Emmerich die Bedeutung Schlingensiefs für den Bayreuther Festspielbetrieb. Das Festspielorchester habe sich spontan zu einer Spende für Schlingensiefs Opernhaus-Projekt in Burkina Faso entschlossen, berichtete Emmerich. Weitere Gesten seien aber nicht geplant: "Die beste Art, einen Theatermann zu ehren, ist gutes Theater zu spielen. Und das wollen wir machen." (APA)

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