Zwölf Tote bei Angriffen von Aufständischen

27. August 2010, 16:21
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Angriffe auf Sicherheitskräfte fortgesetzt

Bagdad - Im Irak sind bei Attacken von Aufständischen im Norden und Westen des Landes mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind. 16 Menschen wurden verletzt. Die meisten Angriffe konzentrierten sich auf die Provinz Ninive, wo nach Angaben der Polizei sechs Soldaten und ein Polizist getötet wurden. Das Kind starb, als Unbekannte in der Ortschaft Al-Riad unweit von Kirkuk, mehrere Schüsse auf einen Wohnblock abgaben.

In der westlichen Anbar-Provinz detonierten in der Nacht kurz hintereinander zwei Sprengsätze vor dem Haus eines Polizeibeamten. Ein Polizist starb. Laut Polizei wurden an einer Straßensperre in der Provinz Salaheddin drei Kämpfer einer Bürgerwehr ("Erweckungsräte") im Dienst der Regierung erschossen.

Bei einer Anschlagserie am Mittwoch mit Dutzenden von Toten starben nach Informationen von Krankenhausärzten auch zwei pakistanische Staatsangehörige. Die Ausländer seien Mitarbeiter einer Ölfirma, sagte ein Arzt am Freitag nach der Identifizierung der Toten in Al-Kut. Ein Selbstmordattentäter hatte in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt eine Autobombe gezündet und 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Insgesamt waren an diesem Tag durch Terroranschläge landesweit 64 Menschen ums Leben gekommen. Die US-Armee hatte am Dienstag bekanntgegeben, die Zahl ihrer Truppen im Irak sei erstmals seit dem Einmarsch von 2003 auf weniger als 50.000 Soldaten gesunken. Gemäß einem Vertrag zwischen Washington und der irakischen Regierung sollen diese Truppen das Land bis Ende 2011 verlassen. Der irakische Generalstabschef Babaker Shawkat Zebari hatte erklärt, das Land sei noch weit davon entfernt, ohne Unterstützung der US-Truppen die innere Sicherheit gewährleisten zu können. Zu Spitzenzeiten waren 176.000 US-Soldaten im Irak stationiert. (APA)

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