Forum Alpbach

Förderungs-Offensive für Stromtankstellen

27. August 2010, 13:08

Berlakovich: Ministerium schießt Pauschale für 1.000 Aufladestationen zu

Alpbach - Umweltminister Nikolaus Berlakovich will die E-Mobilität in Österreich weiter forcieren und setzt dabei auf Stromtankstellen. Wie er ankündigte, schießt das Ministerium ab 1. September Gelder für die Errichtung von 1.000 solcher Aufladestationen zu. Bewerben können sich Kommunen, Vereine oder Betriebe, so Berlakovich am Rande des Forum Alpbach am Freitag.

Die Errichtung einer Aufladestation koste etwa 1.500 bis 2.500 Euro, so der Umweltminister. Zugeschossen werden vom Ministerium 500 Euro bei Stromtankstellen für zweispurige Fahrzeuge und 250 Euro für solche, die für Elektro-Mopeds gedacht sind. Die technischen Voraussetzungen seien jeweils unterschiedlich, so Berlakovich.

Zwar könne man Elektrofahrzeuge üblicherweise auch an normalen Steckdosen aufladen, der Vorteil eigener Stromtankstellen bestehe jedoch darin, dass dieser Vorgang weniger lang dauert.

Ausbau der Infrastruktur

Mit der Maßnahme will Berlakovich einen weiteren Schritt für die Ausweitung der für Elektrofahrzeuge notwendigen Infrastruktur setzen. Derzeit gebe es 100 Ladestationen im öffentlichen Raum, dazu kämen 2.700 registrierte Ladestationen bei Privathaushalten. Wer sich dort anmeldet, darf ebenfalls aufladen.

Außerdem gelte es, weitere Praxiserfahrung mit der E-Mobilität zu sammeln, so der Minister, der selbst dienstlich mit einem Elektroauto herumkurvt. Zusätzlich fördert das Umweltministerium über den Klimafonds weitere Modellregionen zur E-Mobilität. Die beiden Versuche in Vorarlberg und Salzburg hätten positive Ergebnisse gebracht.

Die Nachfrage sei jedenfalls gewaltig: "E-Bikes oder E-Cars sind fast völlig vergriffen." Insofern gelte es, den Auftankvorgang für die Bevölkerung komfortabler zu machen. Bisher seien 2.000 Fahrzeuge im Ausmaß von 3,8 Mio. Euro gefördert worden. (APA)

Griesgram .
01
30.8.2010, 12:35
viellecht kommts ja heute durch die zensur:

1. elektromobilität ist nicht per se umweltfreundlich, sondern nur dann, wenn der strom über erneuerbare energien wie wind/wasser/sonne hergestellt wird. das is schon jetzt nicht der fall, wie soll also der zusätzliche bedarf der elektromobilität abgedeckt werden?

2. viel sinnvoller wärs die verkehrspolitik/verkehrsplanung dahingehend zu ändern, dass der umweltverbund (rad/öffi/fuß) attraktiver wird. weil...
2a. selbst mit elektroantrieb ists nicht sinnvoll 60-100 kg körpergewicht mit einem kfz zu bewegen, das selbst ein vielfaches davon wiegt.
2b. die meisten deshalb nicht mit dem rad im alltag fahren, weils ihnen zu gefährlich ist. daran kann ein elektroantrieb nix ändern.

Midway
00
30.8.2010, 12:13
two thumbs up!

auch für das dienstfahzeug!;-)

Griesgram .
00
29.8.2010, 20:27
...zweiter teil

außerdem stehen e-autos genauso nutzlos den großteil der zeit irgendwo herum und verbrauchen unglaubliche mengen an raum, der nicht sinnvoll genutzt werden kann. alternative sind sie mmn keine, auch wenn der antrieb natürlich umweltfreundlicher sein kann.
das kann er aber nur dann, wenn der strom aus erneuerbaren energien wie sonne, wind oder wasser hergestellt wird. bei biomasse schauts die bilanz schon sehr viel schlechter aus, und ob atomstrom eine gute lösung ist, ist stark zu bezweifeln.

wie soll sich das ausgehen? selbst heute, wo praktisch alle autos noch mit erdölderivaten fahren laufen in österreich kohle und gaskraftwerke zur stromerzeugung...

Griesgram .
00
29.8.2010, 20:20

außer den herstellerInnen dieser "revolutionären" fortbewegungsmittel profitiert niemand davon.
wenn es der regierung tatsächlich um einen beitrag zum umwelt(=ressourcen)schutz ginge, müsste sie eine eine 180°-wendung in der verkehrspolitik machen. und einen fahrrad/fußgängerInnen/öffi - freundlichen öffentlichen raum schaffen. diese fortbewegungsarten sind WIRKLICH ökologisch.

zu den e-bikes: die meisten fahren deshalb nicht mit dem rad, weils ihnen einfach zu gefährlich ist, und nicht deshalb weil sie treten müssen. (im gegenteil: viele fahren wegen der sportlichen betätigung mit dem rad)
zu den e-autos: der e-antrieb macht es nicht sinnvoller meine 60 kg körpergewicht mit einem paar hundert kilo schweren vehikel zu transportieren.

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