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91 Arbeitern der Adam Opel GmbH in Bochum wurde in die Köpfe geschaut.
Wer viele Jahre stumpfe, eintönige Arbeit am Fließband verrichtet, der altert im Kopf schneller als Kollegen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten. Das hat eine Forschergruppe um Michael Falkenstein vom Institut für Arbeitsphysiologie (IfADo) der Technischen Universität Dortmund jetzt herausgefunden. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erforscht er die Stärken und Schwächen älterer Arbeitnehmer und die Besonderheiten bei der Fließbandarbeit. Über die Ergebnisse berichtet die aktuelle Ausgabe von mundo, dem Forschungsmagazin der TU Dortmund.
Mit seinen Untersuchungen ist Falkenstein deutschlandweit der erste Wissenschaftler, der sich dieser Thematik genauer angenommen hat. Dass Fließbandarbeiter mit schwierigen Arbeitsbedingungen zu kämpfen haben, ist schon länger bekannt. Durch eintönige Arbeit in teils unbequemen Positionen tragen sie häufiger körperliche Schäden davon und werden so im Alter häufiger und länger krank. Welche Auswirkungen Fließbandarbeit aber auch auf die Gehirnleistung habe kann, ist bisher kaum untersucht worden.
Psychometrische Tests
Falkenstein hat dafür den Fließbandarbeitern im Rahmen seines Projektes PFIFF (Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer) in die Köpfe geschaut. Gefördert wird PFIFF vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Das IfADo arbeitet daran zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum, der Gesellschaft für Gehirntraining und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
Den Ausgangspunkt des Projekts bildet eine Untersuchung von 91 Arbeitern der Adam Opel GmbH in Bochum. Sie mussten in einem im Werk eingerichteten Untersuchungsraum Tests am Bildschirm meistern und dabei eine vielfach verkabelte Haube aufsetzten, die es Falkensteins Team erlaubte, ihre Hirnaktivität am Elektroenzephalogramm (EEG) zu verfolgen. Die Versuchsgruppe bestand aus je 23 jüngeren und 23 älteren Fließbandarbeitern sowie 23 älteren und 22 jüngeren Arbeitern, die einen Arbeitsplatz jenseits des Fließbandes haben. Die jüngeren Arbeiter waren zwischen 18 und 23, die älteren zwischen 48 und 58 Jahren alt. Zu absolvieren waren recht schwierige psychometrische Tests, bei denen die Probanden unter anderem möglichst schnell zwischen Aufgaben wechseln mussten - etwa mit Maus-Klicks auf Ziffern reagieren, die am Bildschirm erscheinen, je nachdem ob sie gerade oder ungerade sind, kleiner oder größer als fünf. Der Wechsel erfolgte zum Teil nach einem bestimmten Muster, das im Gedächtnis behalten werden musste.
Schwachstelle Arbeitsgedächtnis
Die Ergebnisse seiner Auswertung nennt Falkenstein „ernüchternd, aber nicht anders erwartet": Ältere Teilnehmer, die seit vielen Jahren stumpfe, eintönige Arbeit am Fließband verrichten, sind im Kopf deutlich schneller gealtert als ihre Kollegen mit gleicher Ausbildung, aber anregenden Tätigkeiten. Anhand der EEG erkannte Falkenstein sogar: Geistig ähneln ältere Nicht-Fließband-Arbeiter, deren Arbeitsleben recht abwechslungsreich ist, viel eher den jungen Arbeitern, als ihren gleichaltrigen Kollegen am Fließband. Die Schwachstelle im Gehirn der älteren Fließbandarbeiter ist vor allem das Arbeitsgedächtnis. »Eine zentrale Gedächtnisfunktion, die wir täglich brauchen und die immer wieder aufgefrischt werden muss, quasi das RAM des Menschen«, erklärt Falkenstein. Gleichzeitig weist Falkenstein darauf hin, dass das Ergebnis nicht bedeute, dass Fließbandarbeiter schlechtere Arbeit machen. Die Tests zeigen lediglich, dass Fließbandarbeiter ihr Gehirn bei der Arbeit abschalten würden. Die Hände funktionierten fast automatisch, der Kopf sei ganz woanders.
Mentales Training kann den Fließbandarbeitern helfen, ihre grauen Zellen wieder zu aktivieren. Daher hat das IfADo in einem Schulungsraum im Bochumer Opel-Werk 25 Computer aufgebaut und mit einem geeigneten Trainingsprogramm bestückt. Zwei Mal die Woche können die Mitarbeiter hier für eineinhalb Stunden an ihren kognitiven Fähigkeiten arbeiten. Auch den Erfolg des Trainings will Falkenstein beobachten: »Vor Beginn des Trainings haben wir die Hirnströme gemessen, und nach Abschluss werden wir es auch tun, um zu schauen, ob sich durch das Gehirnjogging etwas verändert hat im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die das Training noch nicht gemacht hat.«
Mehr zur Fließbandarbeit und weitere spannende Artikel rund um das Thema Von der Kohle zur Kultur gibt es in der aktuellen Ausgabe der mundo, dem Wissenschaftsmagazin der TU Dortmund.
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H. Ford, ein Faschist! Seine "Blumen" werden immer noch gegossen, schöne neue welt!
http://www.wienkav.at/kav/perso... sp?ID=6746
das Gfries is auch so ein Pfennigfuchser, am Personalschlüssel sparen bis die Bettlägrigen im Akkord geschrubbt werden weilsd in 18 minuten 3 Menschen waschen darfst, und mit dem Lagern nicht nachkommst & den Leuten die Haut am Gesäß aufgeht (Motto: "die, die sich einen wolf laufen" & "die, die sich wundliegen"). Symptomatisch hierzu eine Schwangere im AKH, die mit akuten Unterleibsschmerzen im 6. Monat nachts ambulant entlassen (a la "halb so wild") & stunden später reanimationspflichtig wird. Wer meint, so gehts nicht weiter:
http://www.gesundheitskampagne.at/wiener-appell.htm
danke
Dass viele Formen der Arbeit blöd machen, frühen Alzheimer zur Konsequenz haben und damit die Lebenserwartung schwächen, behaupte ich schon länger! Es ist eben nicht alles Biologismus. Intelligenz hängt eben nur relativ vom Hirnvolumen ab: eher damit, womit man sich beschäftigt (und damit trainiert).
Auch der Standard bringt viel an diesen faschistischen Studien auf seiner Gesundheitsseite.
Wer im Büro sitzt hat 10 Minuten Bildschirmpause pro Stunde.
Und wer am Fließband sitzt, dem werden die Vorgabezeiten im Akkord aus der Ferne noch mehr gekürzt (5 % pro Jahr, weil sie es besser können, so die vorherrschende Meinung), - so zumindest in der Ex Firma. Großkonzern.
Betriebsräte?
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