Erstmals Hinrichtungskammern für Medien geöffnet

27. August 2010, 16:19
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Justizministerin Chiba ist Gegnerin der Todesstrafe

Tokio - Japan hat erstmals eine seiner Hinrichtungskammern den Medien zugänglich gemacht. Das japanische Fernsehen zeigte am Freitag Bilder einer Haftanstalt in Tokio, die über einen gläsernen, fensterlosen Raum verfügt, in dem zum Tode Verurteilte gehängt werden. Die japanische Justizministerin Keiko Chiba, selbst Gegnerin der Todesstrafe, hatte im vergangenen Monat angekündigt, die Todesstrafe in ihrem Land zu überprüfen und zudem die Hinrichtungskammern für die Medien zu öffnen.

Auf den von mehreren Fernsehsendern übertragenen Bildern war in dem Raum ein rotes Viereck mit einem markierten Kreuz auf dem Boden zu sehen - auf diesen Punkt müssen sich die Verurteilten stellen, bevor ihnen die Schlinge um den Hals gelegt wird. Anschließend öffnet sich unter ihnen eine Falltür. Dieser Mechanismus wird über einen von drei Knöpfen in einem anderen Raum ausgelöst, wobei drei Beamte gleichzeitig einen Knopf betätigen und somit unklar ist, welcher zum Tod des Verurteilten führte.

Chiba hatte sich Ende Juli im Rahmen der ersten Hinrichtungen unter der neuen Mitte-links-Regierung für eine Diskussion über die Todesstrafe ausgesprochen, die sie selbst ablehnt. Japan ist neben den USA das einzige große Industrieland, das die Strafe noch vollstreckt. Das Land wurde wiederholt von Menschenrechtlern dafür kritisiert. (APA/AFP)

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    Eine geöffnete Falltüre in der Hinrichtungskammer.

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