Ein Ende der sexuellen Gewalt

27. August 2010, 09:39
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Nach Massenvergewaltigungen durch ruandische Hutu-Exilrebellen im Kongo schickt Ban Ki-moon einen Diplomaten in die Region

New York - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich empört über die jüngsten Massenvergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo geäußert und alle Konfliktparteien zu einem Ende sexueller Gewalt gegen ZivilistInnen aufgefordert. Das höchste UNO-Gremium in New York rief die kongolesische Regierung am Donnerstag zugleich auf, Ermittlungen einzuleiten und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Nach Angaben eines amerikanischen Helfers und eines kongolesischen Arztes vergewaltigten ruandesische und kongolesische Rebellen Anfang August vier Tage lang fast 200 Frauen und Burschen.

Die 15 Ratsmitglieder zeigten sich "schockiert" über die sexuellen Übergriffe, sagte der russische UNO-Botschafter und amtierende Ratsvorsitzende Witali Tschurkin in New York. Die UNO-Friedensmission war erst zehn Tage später von der viertägigen Vergewaltigungsorgie durch die ruandesische Hutu-Rebellengruppe "Demokratische Kräfte für die Befreiung Ruandas" (FDLR) unterrichtet worden.

Ban Ki-moon schickt Diplomaten

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte bereits am Dienstag die brutalen Übergriffe verurteilt und seinen Untergeneralsekretär für Friedenstruppen, den indischen Diplomaten Atul Khare, in die Region geschickt. Auch die Schwedin Margot Wallström, Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für sexuelle Gewalt in Konfliktgebieten, wollte sofort nach Goma reisen. (APA)

  • Nach der Massenvergewaltigung im Kongo reagiert die UNO schockiert und sendet einen Diplomaten in das Gebiet.
    foto: elvira/www.bildergegengewalt.net

    Nach der Massenvergewaltigung im Kongo reagiert die UNO schockiert und sendet einen Diplomaten in das Gebiet.

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