Lula gibt grünes Licht für umstrittenes Kraftwerk

27. August 2010, 07:57

Trotz massiver Proteste von Umweltschützern - Belo Monte wird drittgrößtes Wasserkraftwerk der Welt

Brasília - Trotz massiver Proteste von Umweltschützern hat Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva grünes Licht für das im Amazonas-Gebiet geplante drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt gegeben. Er unterzeichnete am Donnerstag einen Konzessionsvertrag mit dem Konsortium Norte Energia SA, das für 35 Jahre die Nutzungsrechte an dem Kraftwerk Belo Monte am Xingu-Fluss im Bundesstaat Pa hat.

Dem auch für den Bau verantwortlichen Konsortium gehören 18 staatliche und private Firmen sowie brasilianische Pensionsfonds als Investoren an. Das umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro teure Kraftwerk soll in der ersten Phase 2015 in Betrieb gehen. Es wäre mit einer Leistungskapazität von über 11.000 Megawatt das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt, nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem binationalen Itaipu-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay.

Die Regierung hält das Wasserkraftwerk zur Sicherung der Energieversorgung für notwendig. Die am und vom Xingu-Fluss lebenden Indios, die katholische Kirche, Menschenrechtler und Umweltschützer laufen dagegen Sturm gegen das Projekt. Sie befürchten unkalkulierbare Auswirkungen auf die Umwelt und sehen die Lebensgrundlagen der Indios massiv bedroht. Mindestens 17.000 Menschen müssen umgesiedelt werden. Zudem bezweifeln die Kritiker den wirtschaftlichen Nutzen der Anlage. (APA)

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17 Postings
viajero1
00
28.8.2010, 11:23

anstatt von grünem geplapper zu reden, empfehle ich, wie in anderen foren, die betroffenen regionen zu besuchen, bei einem solchen projekt von fortschritt zu sprechen zeugt von dummheit und ignoranz, hoffe, es finden sich ein paar menschen, um den kram zu sabotieren, lula allerdings kann auch nicht anders, brasilien zu regieren ist eben ein drahtseilakt...

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
27.8.2010, 19:41
Naja...

Im Grunde verstehe ich ja, dass auch Brasilianer das Recht haben, für ihre Energieversorgung neue Kraftwerke zu errichten. Was Nordamerikaner schon lange dürfen, soll itzo Brasilianern verwehret werden?

Ich bin lediglich von Lula etwas enttäuschet, und ich fühle mich leider darin bestätigt, dass es eh vollkommen Blunzen ist, ob nun Roussef oder Serra Regierungsführer würde.

BogumirOrjoltschaschtsch
 
01
27.8.2010, 16:39
Brasilienmacht hier etwas gegen die co2 Belastung.

Zudem dient die Anlage dem Hochwasserschutz. Hoffentlich macht Andritz gute Geschäfte. Die Grünen und NGOs sollten bevor sie plappern einmal nachdenken, wenn sie das überhaupt können. Lula ist in Ordnung!!!

Maya84
01
27.8.2010, 15:41
nicht nur in Brasilien...

und das ist nicht alles, etwa 60 neue Staudämme sind in Brasilien in den nächsten 20 Jahren geplant, die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung unermesslich. Und Österreich beteiligt sich an dem Kuchen: die Andritz AG beliefert fleissig den Jirau Damm, welcher das Land unkontaktierter Indigener bedroht, und bewirbt sich an Aufträgen für Belo Monte...sowas liest man hier: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6324

AntiFa201
60
27.8.2010, 12:42

typisch für die sogenannten "sozialdemokraten". die sind doch nichts weiter als getarnte kapitalisten. die spd in deutschland ist das beste beispiel.

HomoFaber
01
27.8.2010, 22:36

Wenn Lula kein Sozialdemokrat ist, frage ich mich, wie sie Sozialdemokratie definieren.

motd
12
27.8.2010, 15:06
sie sollten das anti aus ihren Nick löschen

Als Europäer der genug Natur zersatört hat, sind natürlich die Brasilianer die bösen.
Sie tun mir leid.
--
PS Nichts gegen wirkliche Antifaschisten, aber verlogene Wohlstandsbubis mag i einfach net.

AntiFa201
00
27.8.2010, 18:58

wow, sie scheie meie leesgeschichte zu kennen und das obwohl sie mich nicht kennen :P bin erstaunt. und zur info: bin kein euroaffe.

Jürgen Rembremerding
00
28.8.2010, 09:32
sondern ein Orientprimat?

Beobachter zweiter Ordnung
00
27.8.2010, 11:50
SEHR TRAURIG!!!!

Advaita0
10
27.8.2010, 11:04
Geld und Industrie haben sich durchgesetzt

gegen Sting und Indios.
In Brasilien wären dezentrale Solarlösungen ideal, aber da kommt Big Business nicht zum Zug :-(

Erich_1
05
27.8.2010, 12:27

Versuch mal 11.000MW mit Solarzellen zu erreichen...
Viel Spaß.

H. K.
30
27.8.2010, 09:31
Und ich dachte wirklich ...

... die Brasilianer sind nicht ganz so de**at wie die Chinesen. Man lernt nie aus ... :-(

Stahl_____666
17
27.8.2010, 10:02
.

Genau - Elektrizität nur für Europa und Nordamerika, der Rest der Welt soll bitte auf seine Urwälder achten. Unsere haben wir schließlich schon vor Jahrhunderten zerstört.

Herr. Acronym
 
00
27.8.2010, 14:55
Lernen

Und das heißt jedoch nicht, dass es keine Alternativen gäbe. Sie sagen dass die 11.000 MW als Reserve dienen soll. Dann sind wahrscheinlich die ganze 11 TW nicht wirklich nötig.
"Unsere haben wir schließlich schon vor Jahrhunderten zerstört." - Vielleicht ist es Ideal aus Fehler von andere zu lernen.

H. K.
00
27.8.2010, 14:41
Bitte?

Wie wenns heute keine anderen Möglichkeiten geben würde? Aber dein Nick sagt ja eh alles ...

magenta cyan
10
27.8.2010, 09:24
oh maaaaan

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