"Liechtenschwein" erhitzt die Gemüter

26. August 2010, 19:50
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Eidgenössisches Unternehmen nimmt anrüchiges Sparschweinderl wieder aus dem Sortiment

Genf - Im als Steueroase bekannten Liechtenstein haben die Sparschweine einer Schweizer Firma mit einer sicher nicht ganz unanrüchigen Aufschrift die Gemüter erhitzt. Das Unternehmen Hans Buff & Co musste seine "Liechtenschweine" aus dem Sortiment nehmen, nachdem in Fürstentum Stimmen laut wurden, die Tierchen seien beleidigend. Die Schweizer Firma erklärte am Donnerstag, sie habe mit den Sparschweinen lediglich ein wenig den kleinen Alpenstaat auf lustige Weise aufs Korn nehmen wollen. In Liechtenstein sei das Pro-Kopf-Vermögen sogar größer als in der Schweiz.

In einer Medienmitteilung entschuldigt sich die Rheintaler Firma. Man bedauere außerordentlich, dass die humorvoll gemeinte Botschaft auf dem Sparschwein derart falsch verstanden werde. Und es wäre nie die Absicht, jemanden anzugreifen oder zu verletzen, wird beteuert. Das "Liechtenschwein" sei einfach eine Wortspielerei, "Stein" reime sich nun mal auf "Schwein" erklärt die Chefin der Firma einer Zeitung. "Liechtenschwein" (dessen Abbild im Internet mittlerweile quasi ausgemerzt wurde und nur noch in den Berichten am Ende des Artikels aufzufinden ist) war sozusagen das "schwarze Schaf in der tierischen Sparfamilie der Firma und Kollegin der "Armen Sau", des "Ökoschweins" oder des "Blutsauger". Die müssen nun auf den Familienzuwachs fürderhin verzichten. (rb, derStandard.at, 26.7.2008)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das ist natürlich nicht Liechtenschwein - dessen Antlitz war kohlrabenschwarz - ein schwarzes Schwein unter seinesgleichen sozusagen - ein Schelm, wer dabei böses denkt.

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