Wehrreform schränkt offenbar Bündnisfähigkeit Deutschlands ein

26. August 2010, 17:50
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"Die bisher gegenüber der NATO/EU eingegangenen Verpflichtungen müssen reduziert werden"

Berlin - Die von Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geplante Reform der Bundeswehr führt nach einem ARD-Bericht in allen diskutierten Varianten zu Abstrichen bei der Bündnisfähigkeit Deutschlands. Das ARD-Hauptstadtstudio berief sich dabei am Donnerstag auf einen Prüfbericht des Verteidigungsministeriums. Darin würden detailliert die Folgen der fünf Reduzierungsmodelle der Armee für Einsätze und Bündnisverpflichtungen analysiert. "Die bisher gegenüber der NATO/EU eingegangenen Verpflichtungen müssen in jedem Modell reduziert werden", heiße es in dem Papier.

Diese Schlussfolgerung gilt demnach auch für das von Guttenberg favorisierte Modell vier. Es sieht vor, die Streitkräfte auf 163.500 Soldaten zu reduzieren und die Wehrpflicht auszusetzen. Die Abstriche bei der Bündnisfähigkeit seien aber auch bei den übrigen Modellen gegeben, einschließlich eines möglichen Festhaltens an der Wehrpflicht, zitiert das ARD-Hauptstadtstudio aus dem Ministeriumsbericht. Die Einschränkungen beziehen sich demnach in erster Linie auf die Fähigkeit, parallel mehrere Bundeswehreinsätze auszuführen. Dagegen hatte Guttenberg als Ziel der Reform bisher stets eine kleinere, aber leistungsfähigere Armee genannt. (APA)

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tagesschau.de: Nur bedingt bündnisfähig?

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