ARD-Bericht

Wehrreform schränkt offenbar Bündnisfähigkeit Deutschlands ein

26. August 2010, 17:50

"Die bisher gegenüber der NATO/EU eingegangenen Verpflichtungen müssen reduziert werden"

Berlin - Die von Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geplante Reform der Bundeswehr führt nach einem ARD-Bericht in allen diskutierten Varianten zu Abstrichen bei der Bündnisfähigkeit Deutschlands. Das ARD-Hauptstadtstudio berief sich dabei am Donnerstag auf einen Prüfbericht des Verteidigungsministeriums. Darin würden detailliert die Folgen der fünf Reduzierungsmodelle der Armee für Einsätze und Bündnisverpflichtungen analysiert. "Die bisher gegenüber der NATO/EU eingegangenen Verpflichtungen müssen in jedem Modell reduziert werden", heiße es in dem Papier.

Diese Schlussfolgerung gilt demnach auch für das von Guttenberg favorisierte Modell vier. Es sieht vor, die Streitkräfte auf 163.500 Soldaten zu reduzieren und die Wehrpflicht auszusetzen. Die Abstriche bei der Bündnisfähigkeit seien aber auch bei den übrigen Modellen gegeben, einschließlich eines möglichen Festhaltens an der Wehrpflicht, zitiert das ARD-Hauptstadtstudio aus dem Ministeriumsbericht. Die Einschränkungen beziehen sich demnach in erster Linie auf die Fähigkeit, parallel mehrere Bundeswehreinsätze auszuführen. Dagegen hatte Guttenberg als Ziel der Reform bisher stets eine kleinere, aber leistungsfähigere Armee genannt. (APA)

Link

tagesschau.de: Nur bedingt bündnisfähig?

Mostbluzza
00
23.12.2010, 15:54
kriegsvorbereitungen

machen wir uns nichts vor. die scheinbare abrüstung von menschenfleisch und etwas schrott (der binnen kürzester zeit nachgeliefert werden kann) hat nichts mit abrüstung zu tun. die ganze welt rüstet auf, die strategen wären dämlich und würden ihren eigenen konzepten zuwider handeln (nato,eu).

die professionalisierung dient dazu, eine starke (stärker als jetzt) kerntruppe zu bilden, die strukturen und know-how zu haben für den fall der fälle (strat. konzepten der eusa).

im guten falle kommt man mit diesen profi-mini-heeren+high tech locker aus. wenn nicht, gruppiert man masse an low-tech und menschenblut herum und hat eine armee 2015, die besser ist als jede andere. jeder 10. soldat eines (möglichen) riesenheeres - ein vollprofi

tramtatam
11
29.8.2010, 14:16
Deutschland braucht sich nach NATO also USA nicht zu richten.

mögen doch die USA ihre Kriege selber auslöffeln.

passend dazu wurde in Avatar sehr treffend gsagt: "ein Idiot mit Gewehr reicht schon"

Plasmaball
13
27.8.2010, 12:55
Super!

Da spart Deutschland mit der Verkleinerung nicht nur beim Unterhalt der Armee an sich, sondern spart sich gleich noch die Milliarden für Auslandseinsätze.

Weiter so, Gutti!

Hejaro Kardox
00
27.8.2010, 11:33

Ist die ARD-Medien aufgewacht aus dem wunderschönen Winterschlaf?
MfG

Nirgendwo
114
26.8.2010, 20:12
Es gibt Gerüchte, nach denen die Bundeswehr nur noch maximal 2 Auslandseinsätze gleichzeitig bedienen kann.

Oh Gott! Das darf nicht sein!

Nur noch zwei Auslandseinsätze gleichzeitig?

Ich sehe mich schon mit dem Schleier herumlaufen.

Emil Sinclair1
12
26.8.2010, 19:22

Ein guter Zeitpunkt um die bestehenden Einsätze mal zu überprüfen und z.B. den objektiv komplett sinnlos und rein der Symbolik dienenden Einsatz der dt. Marine vor der Küste des Libanons zu beenden.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.