Wien-Wahl

"Frischer Wind": ÖVP wirbt mit Häupl-Sturmfrisur

26. August 2010 15:43

Bürgermeister ist Testimonial für die ÖVP-Plakate - Marek: "Unkonventioneller Ansatz"

 Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl wirbt auf Plakaten für die ÖVP - allerdings ohne sein Wissen: VP-Spitzenkandidatin Christine Marek verleiht ihrer klaren Koalitionsaussage in Richtung SPÖ vom Wochenbeginn nun auch bildlichen Ausdruck und affichiert das Stadtoberhaupt mit Sturmfrisur und dem VP-Slogan "Frischer Wind für Wien". Auf einem zweiten Sujet ist Marek selbst abgebildet - ebenfalls neben dem in rot-schwarz gehaltenen Wahlspruch.

"Mir ist bewusst: Es ist ein unkonventioneller Ansatz, mit einer klaren Koalitionsaussage in die Wahl zu gehen", zeigte sich Marek dennoch von der Durchschlagskraft ihrer Kampagne überzeugt: "Ich habe mich immer an der Realität orientiert." Und diese sei nun mal, dass die SPÖ bei der Wahl die meisten Stimmen bekommen und auch nach der Wahl den Bürgermeister stellen werde.

Deshalb sei das vermeintliche Bürgermeister-Duell zwischen Häupl und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch reine Inszenierung: "Strache wird nicht Bürgermeister sein und auch nach der Wahl im Nationalrat sitzen." Für die Hauptstadtkonservativen gelte hingegen: "Wir stehen bereit als schwarzer Pfeffer für die Roten."

"Frischer Wind"

Um dabei aus dem Windschatten der regierenden SPÖ herauszutreten, muss die ÖVP jedoch erst deren absolute Mandatsmehrheit brechen - was das erklärte Ziel der "Frischer Wind für Wien"-Kampagne ist, von der 600 Plakate affichiert werden. Es stelle sich die Frage "Muss denn Politik in Wien absolut so sein?" - so das dritte, gänzlich in Rot gehaltene Werbesujet.

So würden bei schwarzer Regierungsbeteiligung Unternehmensgründungen beschleunigt, die Stadtwache geschaffen und eine transparente Stadtbilanz nach Hamburger Vorbild eingeführt werden, so Marek. "Weg mit Dreiviertel des PID-Budgets", kritisierte die VP-Chefin die Werbeausgaben der Stadt durch ihren Presse- und Informationsdienst.

Das gewonnene Geld solle in Bildung investiert werden: "Kinder müssen zu Leistung erzogen werden, um echte Chancen zu haben." Das gelte auch für Disziplin. Um diese Bildungswende einzuleiten plädierte Marek für die Vorschulpflicht bei ungenügenden Deutschkenntnissen und 1.000 zusätzliche Lehrer für Wien. (APA)

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tiefseegurke
13.12.2010 02:41
das plakat kommt von headquarter / www.hqu.at

das sind die selben, die das innsbruck-logo "entworfen" haben

THC rein, HC raus
27.09.2010 20:21
Was bitte kann an den

Konservativen mit ihren ewig gestrigen Weltanschauungen frischen Wind bringen?

Mag. Garnicht
17.09.2010 20:13
SPÖ muss sich ja ins Fäustchen lachen!

Häupl schaut ja besser aus als auf den SPÖ Plakaten.

Alexandre P
10.09.2010 12:40
völlig verfehlt

ich bin mit dem bus ein paar mal bei dem plakat mit häupl vorbeigefahren und dachte nur "oh, sehr ungewöhnliches innovatives plakat der spö"..

selten so eine verfehlte marketingstrategie gesehen :-)

Antialles
07.09.2010 13:23
ein butterweicher schaas....

ist dieser "frische wind".

knackwurstl
04.09.2010 19:53
photoshop-sei-dank ist er auch noch jünger als die marek worden

einer goldenen zukunft steht also nichts und niemand mehr im wege?

genickspruch
 
02.09.2010 12:27
gott sei dank verschickt die marek keine MMS

der wind weht das övp logo gerade aus dem bild und der häupl bleibt standhaft - fein

die richtige övp werbung kommt dann von der spö oder wie?

ebenso1
01.09.2010 11:18
Mutig

Ich finds mutig, interessanter Ansatz und nicht unsympathisch. Die Plakate von der SPÖ kenn ich nicht / gibts die schon? Wobei das ÖVP Plakat habe ich auch noch nirgends hängen gesehen. Vielleicht ist dieses Plakat ja auch nur für die Medien und wird dann genau im 4. Hinterhof affichiert? Wär ja ein genialer Ansatz, da es Medienpräsenz, aber keine Verwechselbarkeit mit der SPÖ bewirken würde.

SebastianK.
01.09.2010 11:10
Der Sturm fährt dem Häupl durchs Haar!

Und ich schwöre ich meinen wirklich echten Starkwind und keinen halberten Wein!

theodor körner
01.09.2010 11:01
Na aber hallo

Sieht doch ganz witzig aus! Obs etwas bringt wird man sehen, aber unsympathisch finde ich es nicht. Könnte mir vorstellen, dass es beiden Parteien etwas bringt. Auch ein festlegen auf eine rot-schwarze Koalition ist vermutlich ein sinnvoller Zug.

Diles Mavis
01.09.2010 09:28
Hach, Marek...

So ein fescher Mann.

Daisy Lord
01.09.2010 08:14
Das finde ich aber nett

dass die ÖVP für Häupl wirbt!
Welcher Werbeagentur ist das eingefallen, den politischen Gegner riesengroß und durchaus witzig-sympathisch überall in Wien zu affichieren?
Häupl kann sich für diese Gratiswerbung nur bedanken!

ebenso1
01.09.2010 11:19
Strauss

Der Strauss freut sich dann auch über das "Wienerblut"?

The Disgruntled Goat
31.08.2010 16:26
wie wärs..

...wenn mal wieder mit eigenen politischen Inhalten geworben wird, anstatt nur auf andere hinzudreschn!

österreischischer polit-kindergarten...

Wolfram Glühdraht
30.08.2010 17:08
Erkenntnis.

Die Marek, das ist doch die Brauner 20 Kilo früher.

fertigprodukt
30.08.2010 14:45

man wirbt auch mit falscher rechtschreibung für die deutsche sprache. die övp-werbekampagne ist echt nur mehr lächerlich.

Emilia
30.08.2010 15:43

wenigstens ist sie kein ungesundes fertigprodukt..

fertigprodukt
03.09.2010 17:11

äpfel oder orangen sind fertigprodukte.

Hans Lepuschki
30.08.2010 14:01

Die Sujets können einem gefallen oder nicht. Aber: wann wurde das letzte Mal so wild über Plakate diskutiert (HaCe´s Blut und Boden-Geplärre ausgenommen)??

SebastianK.
01.09.2010 11:12
Richtig!

Ich muss auch sagen, dass mir soi ein Plakat 1000 mal lieber ist, als das ganze BlutundBodengesumms vom WC Strache.

Emilia
30.08.2010 13:58
witzig

endlich mal was witziges in diesem traurigen blut-wahlkampf. danke christine marek! mit diesem frischen wind im gesicht schaut der häupl ja richtig gut aus. hoffentlich haut das hin mit dem ende des absolutismus in dieser stadt!

Migros Kulturprozent
01.09.2010 12:34
den absolutismus erkennt man daran,

daß der häupl sogar von den plakaten der gegner grinst.

Valentina Tereschkova
11.09.2010 12:05
Und er sieht um einiges besser aus,

als auf seinen eigenen Plakaten.

Wolfgang Chmelir
30.08.2010 13:52
ein Wahnsinn

wem ist denn das eingefallen, den politischen Gegner in der ganzen Stadt zu plakatieren und damit noch präsenter zu machen??? Falscher kann man es wohl nicht machen.

fertigprodukt
30.08.2010 14:46

in der werbekampagne wird auch mit einem plakat mit rechtschreibfehlern für die deutsche sprache geworben..... was soll man da noch sagen: diese politiker trauen sich nicht einmal der werbeagentur gegenüber den mund aufzumachen.

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