"Frauen hinter der Technik"

26. August 2010, 14:11
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Spezielle Führungen heben die Rolle der Frau bei technischen Innovationen hervor und sollen Mädchen für technische Berufe begeistern

Wien - Was haben Radioaktivität, Kernspaltung, das Spiegelteleskop und der Schweißroboter gemeinsam? Sie alle wurden von Frauen entdeckt bzw. entwickelt. Marie Curie, Liese Meitner, Karoline Herschel und Abbey Ayerton waren allerdings nicht die einzigen Frauen, die Technikgeschichte geschrieben haben - mindestens die Hälfte der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Technik geht auf Frauen zurück, wie das Technische Museum Wien in speziellen Führungen mit dem Titel "Wie viel Frau steckt hinter der Technik?" zeigt.

Sensibilisierung für technische Berufe

Ziel ist es Frauen darauf aufmerksam zu machen, dass technische Berufe keine Männerdomäne sein müssen. Schwerpunkte der Führung sind Herkunft, Ausbildung und Leben von Forscherinnen, die Frau als Nutznießerin von Technik und die Auswirkungen technischer Entwicklungen auf die Lebenswelt der Frauen - wobei all diese Themen in die Geschichte der Frauenbewegung eingebettet werden. Die Führung will die Technik entmystifizieren und das Bewusstsein schaffen, dass sie Teil des Alltags ist.

Bisher wurden diese Spezialführungen rund 30 Mal gemeinsam mit dem AMS durchgeführt, sie können aber auch abseits dieser Kooperation von Gruppen gebucht werden. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ kündigte bei ihrer Teilnahme an einer Frauenführung an, sie werde das Bild, dass Frauen und Technik nicht zusammenpassen, "entschieden bekämpfen" und forderte, dass schon in Kindergarten und Schule Mädchen für Technik interessiert werden müssten. (APA)

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    Marie Curie (1867-1934) mit ihrem Ehemann Pierre. Sie war Physikerin und ist bisher die einzige Frau, die mehrmals mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

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