Canon schickt digitale Spiegelreflex EOS 60D ins Rennen
Birgit Riegler , 26. August 2010, 12:38
foto: canon
Die neue EOS 60D ersetzt die 50D.
foto: canon
Das Display der Kamera ist dreh- und schwenkbar.
Neue DSLR mit 18-Megapixel-Sensor und schwenkbarem Display
Eine Woche nach Präsentation der neuen Kompaktkameras und einen Monat vor der Photokina hat Canon das Highlight der Herbstkollektion vorgestellt. Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) EOS 60D ersetzt den Vorgänger 50D und bietet eine höhere Auflösung, einen neuen ausklappbaren Bildschirm und Video-Aufnahmen in Full-HD-Auflösung.
Schwenkbares Display und Effekte
Das Display der 60D ist dreh- und schwenkbar und bietet bei einer Größe von 3 Zoll 1.040.000 Bildpunkte. Laut Hersteller ist es reflexionsarm und wasserabweisend. Dank Live-View-Modus werden Motive wie auch bei anderen Modellen in Echtzeit auf dem Screen angezeigt. Dem Fotografen stehen die Bildmodi Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtschnappschuss oder Auto sowie die Effekte Lebendig, Weich, Warm, Kräftig, Kalt, Heller, Dunkler und Monochrom zur Auswahl. Auch Kreativeffekte wie Körnigkeit von Schwarzweiß-Aufnahmen, Weichzeichner und Miniatureffekt stehen direkt über die Kamera zur Verfügung, die sonst in der Nachbearbeitung über eine zusätzliche Software hinzugefügt werden müssen.
RAW-Daten bearbeiten
Mit dem Digic-4-Bildprozessor können bis zu 5,3 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, beim Vorgängermodell konnten noch 6,3 Bilder in Serie geschossen werden. Der Kamera steht ein Pufferspeicher für bis zu 58 JPEGs zur Verfügung. Der Prozessor kann auch RAW-Daten verarbeiten. So können Helligkeit, Kontrast oder Weißabgleich in der Kamera bearbeitet oder Farbfehler korrigiert werden. Die bearbeiteten Bilder können normal als JPEG abgespeichert werden.
ISO, Autofokus und Blitz
Der ISO-Bereich der Kamera wurde erhöht und liegt zwischen ISO 100 und 6.400, kann aber auch auf bis zu ISO 12.800 erweitert werden. Zur Scharfstellung der Fotos greift die 60D auf einen 9-Punkt-Autofokus zurück. Bei allen AF-Messfeldern handelt es sich um Kreuzsensoren. Die Kamera verfügt über einen eingebauten Blitz, kann aber über den integrierten Speedlite Transmitter auch externe Blitzgeräte kabellos ansteuern.
Bildformate
Im Live-View-Modus können bei ausgewählten Programmen Fotos in den Seitenverhältnissen 3:2, 16:9, 4:3 sowie im quadratischen 1:1-Format aufgenommen werden. Das Foto wird auf dem Display markiert, sodass man den Bildausschnitt entsprechend der Formate wählen kann.
Full-HD-Videos
Wie bereits fast alle EOS-Modelle, kann auch die EOS 60D Videos aufnehmen. Als maximale Auflösung steht das Full-HD-Format 1.920 x 1.080 Pixel zur Verfügung. Dabei können Nutzer für ihre Aufnahmen wahlweise 30, 25 oder 24 Bilder pro Sekunde wählen. Bei HD-Auflösung mit 720p stehen noch Bildraten von 50 und 60 Bildern pro Sekunde zur Wahl. Der Ton kann durch das interne Mono- oder ein externes Stereomikrofon aufgezeichnet werden. Über den HDMI-Anschluss können die fotografischen und filmischen Werke auf HD-Fernsehern ausgegeben werden. Die Unterstützung von HDMI-CEC ermöglicht dabei auch die Steuerung über die TV-Fernbedienung.
Neues Design
Canon hat der 60D auch ein neues Gehäuse mit neuer Tastenanordnung verpasst, die Quick-Control-Wählrad, Multi-Controller und SET-Taste der Vorgänger-Modelle zu einem Multi-Control-Wählrad zusammenfasst. Damit Einstellungen während der Aufnahme nicht versehentlich geändert werden, verfügt das Moduswählrad nun über eine Sperrtaste. Auch ist eine elektronische Wasserwaage ist integriert, die sich im Sucher oder in der Live-View-Ansicht einblenden lässt. Die Fotos und Videos können über Eye-Fi-Speicherkarten mit WLAN-Funktion übertragen werden. Gespeichert werden die Aufnahmen auf SDXC-Karten mit bis zu zwei Terabyte.
Der Body der EOS 60D ist ab Oktober um 1.149 Euro erhältlich. Zusätzlich hat Canon auch eine Reihe neuer, passender Objektive vorgestellt, die allesamt im Dezember auf den Markt kommen. Dazu gehören das Fischaugen-Zoomobjektiv EF 8-15mm f/4L Fisheye USM mit kreisrunder oder Vollformatabbildung um 1.399 Euro und das Telezoomobjektiv EF 70-300mm f/4-5.6L IS USM mit optischem 4-Stufen-Bildstabilisator um 1.499 Euro. Ebenfalls neu sind die beiden Superteleobjektive EF 300mm f/2.8L IS II USM um 6.599 Euro sowie das EF 400mm f/2.8 L IS II USM um 10.499 Euro, das um 1,5 kg leichter als sein Vorgänger ist. (br/derStandard.at, 26. August 2010)
wurde von Canon aus dem Programm genommen und ist z.T. nicht mehr erhältlich. Wer Geduld und Glück hat, findet noch ein Exemplar, allerdings zu mittlerweile wieder gestiegenen Preisen.
Nachdem ich aber die Kommentare gelesen habe
kommt meine 450d jetzt auf Ebay, ich kauf mir dafür einen großen Fernseher und knipse Regenbögen mit meiner Handykamera.
Was brauch ich selektive Tiefenschärfe, was brauch ich einen Blitzschuh, Wireless-Blitz oder einen schnellen Autofocus. Und jetzt versteh ich endlich das man Glas durch Elektronik ersetzen kann. Wenn ein Bild unscharf ist, kann ich das JPEG einfach im Photoshop Programm verlustfrei nachschärfen. Dann siehts auch Hammermäßig am 40"er TV aus :-).
Aber Sie gehören auch zu denen, die meine Erfahrungen lesen und darauf reflektieren. Aber:
Ich habe mich auch schon vor langer Zeit von Röhrenverstärkern verabschiedet.
Ein Eizo Monitor mit Format 4:3 ist halt bei meinen 16:9 Bildern nicht das Wahre. Meine Kameras machen halt mal das bessere Format 16:9 - oder warum glauben's werden die TVs nun in 16:9 gesendet. Wenn man dann 2 breite schwarze Streifen am Monitor bevorzugt, dann nur zu!
wow, jetzt bringens aber einen völlig neuen Aspekt in das Ganze: Röhrenverstärker! Bitte, erklären Sie uns verblendeten Profis (wir haben ja gelernt: Sie haben es nicht notwendig, Profi zu sein) doch in Ihren eigenen Worten was ein Röhrenverstärker mit all dem zu tun hat?
Bin echt ungemein auf Ihre abermalige Kreativität gespannt!! :)
Wenn's damit glauben ein neues Thema gefunden zu haben, wo's mir eins auswischen können - nur zu!
Ich habe mich auch von den Schallplatten verabschiedet, als die CD aufkamen. Nun bin ich schon bei MP3 gelandet - unglaublich, gell!
Früher filmte ich mit 8mm Kamera, mit dem miesen VHS gab ich das Filmen auf. Und seit es Digitale gibt mache ich - nur mehr Fotos. Eine gute Systemkamera spielt genauso gut.
Aber beim Monitor bin ich aus Erfahrung kompromislos. Der ist das Um und Auf!
Wenn's ohne Spiegelreflex nicht leben können, dann nur zu! Ich schreibe niemandem eine vor!
Beim Werbevideo betrachtet der Mann das Hochkantfoto bei horizontaler Kamerahaltung! Kann diese Super-DSLR nicht das Bild automatisch drehen, um es formatfüllender anzuzeigen?
Übrigens zeigt er die Fotos am Monitor der Kamera - ob das zulässig ist - ein Monitor, wäh! Nur der Sucher macht glücklich - oder!
Weil ich ganz schlicht und einfach Zeit dazu habe, ich brauche mich ja nicht dauernd mit der Bearbeitung der Raws beschäftigen, die Bilder dann auf Fotopapier umständlcih ausdrucken und dann schubladieren, oder an Agenturen verkaufen.
Ich habe Zeit Euch zu erinnern, dass die technologische Karawanne inzwischen weitergezogen ist!
Nun habe ich mir doch das Werbevideo zum Artikel angesehn - ich bin paff!
1. Wird vorwiegend der schwenkbare Monitor verwendet - das ist doch eine DSLR mit Sucher!
2. Es werden diverse Automatikprogramme gezeigt. Wie bitte bei einer DSLR - nur das Manuelle macht glücklich!
3. Die Blässe des Models wird gleich mal gesättigt. Wie bitte, doch nicht bei Raw - alles andere ist nix Foto! Durch den Sucher wäre ihm das gleich gar nicht aufgefallen - also weg mit dem Monitor!
Facit: Ohne Spiegel und Sucher wäre diese Kamera ein brauchbares Modell.
Besonders super ist, dass man das Gehäuse im Oktober und die Objektive im Dezember erhält. Man hat Zeit zum Üben der Automatikprogramme und zum Putzen des Sensors - echt super Performance!
überraschung - das sind die neuen features, die hier im video vorgestellt werden ...
und es gibt schon jetzt zig objektive von canon, die sie mit der 60d verwenden können ...
ich find's wirklich schön, dass sie eine methode gefunden haben, mit der sie beim fotografieren und fotos betrachten rundum zufrieden sind, aber diese hat halt keine allgemeingültigkeit, warum sehen sie das nicht ein?
Habe nie behauptet das nicht einzusehen, nein, nein.
Merke:
Mit Eitelkeit und Dummheit kann man die besten Geschäfte machen!
Wobei ich Keinem Dummheit unterstellen möchte, der wirklich die Features einer DSLR braucht - damit wir uns nicht falsch verstehen!
Es gibt aber viele Hobbyknipser die meinen mit einer teuren DSLR werden sie automatisch zum Fotografen.
Ich fotografiere seit meiner Jugendzeit meist mit SLRs. Aber seit es gute DigiCams gibt, brauche ich schlicht und einfach keinen Sucher und Spiegel mehr. Dafür ist der Monitor (zum Betrachten des Ergebnisses) das absolut wichtigste. Hab alles andere auch gehabt. Nur lerne ich halt und mache mir neue Technologien zunutze - es erleichtert ungemein und man hat mehr Zeit zum Bilderschauen - oder sonst was!
genug leute haben ewig mit slr fotografiert, die meisten haben aber nur die belichtung zwischen "+" und "-" gehalten, kein bisschen von offenblende oder so war die rede. nachdem sie den sinn einer dslr auch nicht verstehen haben sie wohl nie ein ordentliches portait geschossen, tiere in lauf oder flug fotografiert, auf reisen aus bahn/bus/auto fotografiert oder bei dunkelheit die stimmung in fremden städten mit deren leben festgehalten. all diese dinge kriegen sie mit keinem kleinen sensor, langsamem AF und elektronischen zoom (dies wird zu oft vergessen) hin...
Ich habe mich auch schon seit eingerr Zeit von den Röhrenverstärkern verabschiedet. Die digitalen können's besser.
Soviel zu halbtauglichen Mitteln der Bildbetrachtung.
Übrigens, solche Fotos mach ich aber auch, dazu braucht's keiner DSLR. Die Spiegellose kann's genauso gut.
Wahrscheinlich ist die Auslöseverzögerung bei den DSLR so kurz, weil man für die Einstellungen so lange braucht und dann keine Ziet mehr hat das Motiv zu komponieren.
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